Onlinemarketing für Reiseangebote

Online-Marketing für Reiseangebote: Worauf es wirklich ankommt.

Ich bekomme immer wieder Anrufe von Menschen, die sich für eine Listung auf meinem Portal Spiritueller Tourismus interessieren. Viele von ihnen hatten bisher keinen Zugang zum Marketing  und haben Mühe ein Angebot zu gestalten, dass echtes Interesse erzeugt. Marketing, Webseite, SEO – so manch einer sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Hier habe ich mal alle wichtigen Punkte zusammengetragen, wie gutes Onlinemarketing für Reiseangebote funktioniert. Meine Tipps beziehen sich besonders auf Online-Angebote, die auf Webseiten oder auf Portalen, wie spiritueller-tourismus.de veröffentlicht werden. Ich denke aber, dass meine Onlinemarketing-Tipps auch ohne Probleme in die Offlinewelt der gedruckten Angebote übertragen werden können.

Das Online-Marketing-Muss: Mit einer guten Webseite gefunden werden.

Daran hapert es schon bei einigen: Es gibt immer noch Reise-Anbieter, kleine Reiseveranstalter, die zwar gefunden werden wollen, aber keine gescheite Webseite haben. Da werden hunderte Euros für Visitenkarten oder Prospekte ausgegeben, aber an der Webseite wird gespart. Dabei ist die Webseite das wichtigste Medium, um Kunden zu finden und Vertrauen aufzubauen. Eine Null-acht-Fuffzehn-Billigwebseite transportiert eben dieselbige Botschaft.

Nimm Dir Zeit und überlege Dir genau, wen Du mit Deiner Webseite / Deinen Angeboten ansprechen willst. Mache Dir ein kleines Konzept und überlege, welche Informationen Dein Kunde benötigt, um Dein Angebot zu buchen. Es wird immer suggeriert, jeder kann eine Webseite selber machen. Jein. Ganz ehrlich, eine wirklich gute Webseite braucht Web-Wissen. Vor allem Fachwissen darüber, wie man Inhalte schlau strukturiert und wie Suchmaschinenmarketing (SEO) funktioniert, ist wichtig, und für Laien nicht so einfach anzulesen.

Also Tipp Nr. 1: Stecke Mühe und Engagement in Deine Webseite. Hol Dir Hilfe. Eine gute Webseite macht sich nicht nebenbei.

Wenn Du magst, schaue ich mir Deine Webseite an und gebe Dir Tipps, was Du verbessern kannst.

Professionelle Fotos von Seminarorten und Unterkünften

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Wir Menschen sind visuelle Wesen und viele Kaufentscheidungen werden aufgrund von Bildern getroffen. Ganz besonders im Tourismus. Diese Erkenntnis ist uralt und galt schon zu Zeiten der bunten Reisekataloge im Reisebüro. Anbieter von Unterkünften, Ferienwohnungen und Gasthöfen, aber auch Reiseveranstalter verschenken viel Sympathie-Potenzial. Bilder sind das A und O im Online-Marketing. Abgesehen davon, dass einige Ferienunterkünfte unmöglich eingerichtet sind, wenn dann noch selbstgeschossene Handybilder bei Reiseausschreibungen oder in Angeboten verwendet werden, dann Prost Mahlzeit. Wundere Dich nicht, wenn keiner auf Dein Angebot fliegt. Jeder Mensch sucht für seinen Urlaub (oder für seine Seminarreise) einen schönen Platz, wo er es gut 3,5 oder mehr Tage aushalten kann. Keiner will während eines Selbstfindungskurses in einer dunklen Bude schlafen (die meisten selbst gemachten Bilder sind zu dunkel). Bilder sind wichtig. Punkt.

Tipp Nr. 2. Lass von Deinen Ferienunterkünften professionelle Bilder machen und verwende sie.

Aussagekräftige Bilder von Ort und Umgebung, und von dem, was Ihr tut.

Die Leute, die auf Euer Angebot stoßen, kennen Euch nicht. Selten auch den Ort, wo Eure Reise hinführt. Und häufig wissen sie nicht, was sich genau hinter dem Angebot verbirgt. Mache Dein Reiseangebot greifbarer, indem Du Bilder verwendest. Die Menschen, die sich für Dein Angebot interessieren, wollen wissen, wie es da aussieht, wo das Seminar stattfindet, wie sieht das Gebäude aus, der Garten, der Seminarraum… Wie sieht es in der Umgebung aus?

Du bietest etwas Bestimmtes an: Yoga, Achtsamkeitskurse, Workshops? Dann zeig das auf Bildern. Lass Dich von Reise- und Kursteilnehmern bei Deiner Arbeit fotografieren. (Und falls das nicht geht, stelle reellen Szenen mit Freunden und Familienmitgliedern nach!)

Interessenten wollen im Internet sehen, was sie erwartet. Online-Marketing geht nicht ohne gute Bilder. Und das war Tipp Nr. 3.

Mit Kompetenz Vertrauen bei Interessenten wecken

Wenn Menschen auf Dein Reiseangebot aufmerksam werden, geh davon aus, dass sie Dich nicht kennen. Und dann kommen sie auf eine «Über-Mich-Seite», die gar nichts aussagt. (So manch einer verzichte aus falscher Bescheidenheit sogar auf eine Beschreibung des Kursleiters oder hat gar keine Über-Mich-Seite.) Stell Dir bitte ernsthaft die Frage, warum sollten Menschen den Yoga, Selbstfindungs- oder Achtsamkeitskurs gerade bei Dir machen? Was qualifiziert Dich, genau das anzubieten, was Du anbietest? Es reicht nicht, dass Du Dich seit 10 Jahren für Yoga interessierst oder ein persönlicher Schicksalsschlag Dein Leben verändert hat. Oder diejenigen, die gut qualifiziert sind, es aber nicht zeigen: Wie soll der Teilnehmer denn wissen, dass Ihr die Kompetenz habt, so einen Kurs zu leiten. Wer mit seinem Angebot Vertrauen erwecken und Kunden finden will, muss ganz klar seine Kompetenzen (Ausbildungen etc.) und seine bisherigen Erfolge darstellen. Das muss kein langweiliger Lebenslauf sein. Ich persönlich finde Interviews spannender. Sie sind viel besser geeignet.

Tipp Nr. 4: Stell Deine Kompetenzen und Deine Erfolge klar dar.

Fehlende Daten und unzureichende Informationen auf der Webseite und im Angebot.

Wie oft sehe ich das! Bei vielen Angeboten fehlen wichtige Informationen. Versuche hier sauber zu arbeiten. Wann findet die Reise oder das Seminar statt? Wie lange dauert der Workshop? Was kostet er? Welche Leistungen sind dabei und welche nicht? Wo befindet sich die Unterkunft? Wie ist diese ausgestattet? … Schreibe lieber etwas mehr, als zu wenig. Aber vor allem prägnant. Gut ist auch, den Ablauf der Reise aufzuführen, oder exemplarisch einen Tag aus dem Programm.

Mach Dir eine Checkliste, bevor Du den Angebotstext schreibst. Welche Informationen sind für einen unwissenden Interessenten wichtig? Arbeite diese Liste konsequent in Deiner Angebotsbeschreibung ab.

Das war Tipp Nr. 5.

Wichtig im Online-Marketing: Teilnehmerstimmen, Feedback, Testimonials…

Wenn Ihr neu auf dem Markt seid, habt Ihr natürlich noch keine Kundenmeinungen. Aber egal, an welcher Stelle Du stehst, hol Dir regelmäßig von Deinen Reise- und Workshop-Teilnehmern ein Feedback ein und nutze dieses. Auf der Webseite zum Beispiel. Ich empfehle jedem Reise- oder Seminar-Anbieter einen Feedbackbogen zu erstellen, in dem konsequent die Eindrücke der Reise abgefragt werden. Das dient zum einen dazu, Schwachstellen im Angebot aufzudecken, um Inhalt und Ablauf des Seminars zu verbessern. Anderseits schaffen positive Kundenmeinungen auf der Webseite Vertrauen und animieren neue Interessenten das Angebot zu buchen.

Tipp Nr. 6: Sammle konsequent Feedback von Deinen Kunden und benutze es!

Reiseangebote, die keiner will: Inhaltliche Fehler im Angebot.

Wenn Ihr Euch für ein Thema interessiert, heißt es noch lange nicht, dass es die Welt auch tut. Diese Erkenntnis tut weh. Aber nicht jedes Reise- oder Workshop-Angebot weckt Interesse. Der Markt ist voll von Seminaren und Workshops, von Selbstfindungs- und Persönlichkeitskursen. Da muss man erfinderisch sein, um ein Angebot zu kreieren, was vom Markt angenommen wird.

Schwierig wird es im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Nicht jeder möchte sich, bei irgendjemand Fremden, auf La Palma, weiterentwickeln. Versteht ihr was ich meine? Es geht darum, mit dem Angebot ein Bedürfnis beim Kunden anzusprechen und zu wecken. Und zwar so stark, dass der Interessent auch bucht. Und das ist wirklich nicht einfach.

Zunächst schau Dir Deine Konkurrenten an! Wer bietet genau so einen Workshop oder etwas Ähnliches an? Sind die erfolgreich damit? Stellt Dir dann die Frage: Was ist das Einmalige an meinem Angebot und warum sollten Menschen es wahrnehmen? Ich empfehle das Reise- oder Workshop-Angebot zunächst mit einer kleinen Marktforschung im Freundes- und Bekanntenkreis zu testen. Wie kommt das Angebot an? Oder ihr schickt es mir.

Tipp Nr. 7: Schaue Dir ähnliche Reiseangebote an, validiere Deines und teste es, bevor Du Dich an die Organisation machst.

Mondpreise und Billigheimer: Den richtigen Angebotspreis finden.

Es ist gar nicht so einfach, einen angemessenen Preis für ein Seminar-Angebot zu kalkulieren. Deswegen sind die meisten Reiseangebote im Bereich Selbstfindung und Persönlichkeitsentwicklung entweder zu günstig oder zu teuer. Gleich vorweg. Die Kosten und den zeitlichen Aufwand für die Reiseorganisation kannst du gleich als Spesen abhaken. Aber trotzdem muss Dein Angebot natürlich die Kosten decken. Nimm Dir die Komponenten Deiner Reise unter die Lupe und überlege, ob alles zusammenpasst. Manchmal braucht es keine luxuriöse Unterkunft oder eine besondere Verpflegung. Halte das Angebot schlank und versuche die Zahlungsbereitschaft Deiner Zielgruppen zu ergründen. Auch das kann man gut im Freundeskreis:

Frage Freunde und Familie: Wie viel würdest Du für meinen Workshop bezahlen? Das war Tipp Nr. 8.

Vor allem für Anfänger wichtig: Von klein nach groß.

Das ist die Fortsetzung von Tipp 8. Viele, vor allem neue Anbieter, wollen gleich nach den Sternen greifen. Ganz wichtig. Probiert Euer Angebot mit geringst möglichen Aufwand erst einmal aus. Also, ehe Ihr eine anspruchsvolle Reise nach Andalusien organisiert, solltet Ihr Euren Selbstfindungskurs erst einmal in Eurem Nahbereich anbieten.

Auch die Reisedauer ist entscheidend. Ein zeitlich kurzes Angebot, ein Wochenendkurs, schlägt hier die 10-tägige Kombireise. Wenn Du genug Interessenten für Dein Seminar-Angebote im Nahbereich findest, wird es wahrscheinlich auch Interessenten für die größeren Touren geben. Abgesehen davon, Reisen im Nahbereich sind leichter zu organisieren. Der wichtigste Pluspunkt ist aber der Preis. Ein Workshop, zu dem man mit dem Auto anreisen kann, ist günstiger, als eine Flugreise. D.h. die Buchungs-Barriere für einen Interessenten ist bei einer kostengünstigen Seminarreise im Nahbereich niedriger.

Tipp Nr. 9: Fange klein an. Und organisiere Workshops und Seminarreisen in Deiner Nähe, um mehr potenzielle Kunden zu gewinnen.

Schusselfehler und Schluderjahn

Der letzte Punkt sollte selbstverständlich sein, ist er aber nicht. Schau Dir bitte an, was Du so schreibst. Ich kenne das auch von mir. Tippfehler schleichen sich ein, oder beim Umbauen der Sätze, passen hinterher Satzteile nicht mehr richtig zusammen. Wenn man lange an einem Text arbeitet, stellt sich Betriebsblindheit ein. Man liest einfach über die Fehler drüber ☹

Ich drucke mir deshalb meinen Text immer aus und lese ihn auf Papier. Komischerweise sehe ich dann mehr Fehler, als am Bildschirm. Lasst, wenn möglich, Familienmitglieder oder Freunde drüberlesen und korrigieren. Ein schludrig formuliertes Angebot wird keinen Interessenten finden. Und daher kommt nun

Tipp Nr. 10: Kontrolliert, was Ihr da schreibt und lasst es gegenchecken.

Gern unterstütze ich Dich in der Angebotsgestaltung, in dem ich Dein Seminar- oder Workshop-Angebot auf Herz und Nieren prüfe. In meiner Ideenwerkstatt kreieren wir gemeinsam einen Auftritt / eine Positionierung, die etwas Besonderes ist und bei Kunden Interesse weckt. Sprich mich an.

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