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Back to roots. In drei Tagen halte ich einen Vortrag zum Thema Marketingkonzept. Ich hatte der Organisatorin mehrere Themen aus meiner Arbeit angeboten, aber sie hat sich für das Konzept entschieden. Das hat mich gewundert. Bisher dachte ich, das Thema Konzept steht in der Beliebtheitsskala auf gleicher Stufe mit der Steuererklärung. Vielleicht doch nicht.

Das Thema Marketingkonzept ist ein Evergreen. Wirklich! Auch wenn die Welt der Marketingmaßnahmen einem ständigen Wandel unterworfen ist, die Regeln nach denen ein Marketingkonzept erstellt wird, bleiben gleich.

Wie mache ich ein Marketingkonzept?

Und andere Fragen.

Mit dieser Reihe möchte ich zeigen, wie ein Marketingkonzept erstellt wird. Ganz praktisch mit vielen schlüssigen Beispielen. Aber heute beantworte ich erst einmal ein paar allgemeine Fragen.

1- Was muss in ein Marketingkonzept?

Ein Marketingkonzept besteht aus mehreren Teilen. Je nach Art des Business und nach Phase des Unternehmens sind diese Teile mehr oder weniger umfangreich. Eine Heilpraktikerin in Gründung hat andere Anforderungen als ein Mittelständler vor einem Produktrelaunch.

Bei mir besteht ein Konzept aus mindestens 5 Teilen. Bei ganz großen Konzepten ist es sinnvoll, die Teile noch weiter zu unterteilen:

  • Analysephase. Bewertung der IST-Situation mit der Frage: Wo stehe ich?
  • Definition des/r Marketingziele / Strategie: Wo will ich hin?
  • Definition der Zielgruppe/n: Wer sind meine Zielgruppen?
  • Festlegung der Marketingmaßnahmen: Wie oder womit erreiche ich die Zielgruppen?
  • Umsetzung und Kontrolle: Wann und in welcher Zeit sollen die Ziele erreicht werden? (Und was ist, wenn ich sie nicht in der festgelegten Zeit erreiche?)

2- Was benötige ich für ein Marketingkonzept?

Eine Checkliste ist nicht schlecht. Eventuell ein Buch oder eine Anleitung aus dem Internet.
Einen Zettel und ein Stift bzw. ein Laptop.
Wichtiger sind allerdings Willen und Ehrlichkeit, eine Portion Selbstreflexion und die Fähigkeit über den eigenen Teller zu gucken.

Eventuell hilft Dir ein Marketingcoach.

3- Muss ich das Konzept der Reihe nach und komplett umsetzen?

Nein. Du musst nicht alles so umsetzen. Das Marketingkonzept erfüllt mehrere Ziele. Es zeigt u.a. wo Du stehst, wer und wo Deine Kunden sind oder welche Marketingmaßnahme überhaupt zu Deinem Budget passt. Vielleicht machst Du auch vieles intuitiv (richtig) und musst das gar nicht so explizit ins Konzept aufnehmen.

Meist bringt es schon etwas, wenn Du die IST-Situation ehrlich bewertest. Und die Vogelperspektive einnimmst. Denn das ist meiner Meinung nach überhaupt das Wichtigste, aber nicht so einfach. Das sehe ich tagtäglich. Vielen fällt es schwer, die Perspektive zu wechseln und ihr Business zum Beispiel aus der Warte der Kunden, der Webseiten-Besucher, der Mitarbeiter, der Lieferanten zu betrachten.

4- Marketingkonzept?! Wer braucht denn sowas?

Ich glaube bei vielen erzeugt das Wort MARKETINGKONZEPT Widerwillen. Vielleicht liegt es an dem Wort Konzept. Das hört sich groß und aufwendig an. Leider gibt es kein Synononym dafür.

Keine Zeit. Brauche ich nicht. Bringt nichts. Zu aufwendig. Zu teuer….

Stopp.

Vergiss alle Vorurteile, die Du im Kopf hast. Da musst Du durch. Jedes Unternehmen muss da durch.
Zu Beginn in der Gründungsphase sowieso. Ein Marketingkonzept ist Teil des Businessplans.

Aber auch gern mal zwischendurch, kannst Du Dir einen Plan machen. Zum Beispiel am Anfang eines Jahres. Aber vor allem immer dann, wenn etwas nicht gut läuft. Bleiben die Kunden weg? Zu wenig Umsatz? Dann ist es Zeit die Konzeptmaschine anzuwerfen.

Wichtig ist ein Konzept immer dann, wenn Du etwas in Deinem Business ändern willst. Ein neues Produkt soll eingeführt werden? Du willst Deine Leistungen zu einem anderen Paket verschnüren? Dann setz Dich hin und mache Dir einen Plan.

5- Wer liest denn das überhaupt?

In erster Linie machst Du Dir das Konzept für Dich selber. Von daher ist die Form auch nicht so wichtig. Wenn das Marketingkonzept Teil eines Businessplanes ist, dann werden es u.a. zukünftige Stakeholder oder Geldgeber lesen. Dann sollte vorzeigbar sein.
Sieh einfach zu, dass Dein Konzept inhaltlich Antworten auf die 5 Fragen liefert.

Auch wenn Du Deinen Plan im Kopf hast, kann es nicht schaden einige wichtige Punkte auf das Papier zu bringen. Wenn es da so „schwarz auf weiß“ steht, hat es eine andere Wirkung, als wenn Du eine flüchtige Idee im Kopf hast.

6- Brauche ich fachliche Hilfe dazu?

Vielleicht. Es kommt darauf an, ob Du Vorwissen im Bereich Marketing hast. Was hast Du vor?

Ich glaube für die Bewertung der Ist-Situation braucht es kein spezielles Know-how. Eine aufwendige Online-Befragung der Kunden erfordert dagegen Fachwissen. Es ist gar nicht so einfach einen guten Fragebogen zu entwerfen.

Auch werden Dir vielleicht nicht alle Marketingmaßnahmen, alle Möglichkeiten und ihre Wirkungen bekannt sein.
Ich will Dir nicht raten, das Marketingkonzept von jemanden Fremden erstellen zu lassen. Aber vielleicht hilft Dir ein Coach, der mit Dir alles Schritt für Schritt durchgeht und Dich mit seinem Wissen begleitet?

7- Wie viel Zeit muss ich für ein Marketingkonzept einplanen?

Diese Frage kann ich nicht pauschal beantworten. Wenn Du zum Beispiel eine Kundenbefragung durchführen möchtest, solltest Du die Zeit für Fragedesign, Durchführung und Auswertung einplanen. Ich muss auf oben verweisen. Es kommt darauf an, was Du vorhast.

8- Wie lang muss ein Marketingkonzept sein?

Dafür gibt es keine Richtlinie. Ist inhaltlich alles abgehakt? Das ist entscheidend.

Es verlangt kein Mensch ausformulierte Sätze.

Wichtig ist alles in Gedanken durchzuspielen. Hast Du Deine Zielgruppe vor Augen? Für wen machst Du das alles? Schreib es auf. Gern auch in Stichpunkten. Auch müssen keine Bilder oder professionelle Grafiken in ein Marketingkonzept. (Vor allem Männer neigen dazu, alles grafisch darzustellen.) Magst Du Grafiken? Gehen Sie Dir leicht von der Hand und bringen Sie dem Nutzer einen Mehrwert? Dann tu sie rein. Wenn nicht, lass es sein.

 

In einem nächsten Beitrag gehe ich die einzelnen Teile durch und beschreibe, worauf es ankommt. Wenn Du Fragen hast, melde Dich.

Ich liebe Marketing. Ich liebe Marketingkonzepte.

Doch ich weiß, dass viele Vorurteile unterwegs sind. Du hast auch welche? Dann läufst Du auf dünnem Eis.

Marketing. 10 Vorurteile unter der Lupe.

Marketing ist alles. Oder alles ist Marketing?

Jetzt entzaubere ich einige Mythen übers Marketing.

1- Marketing ist….. Ja, was denn nun eigentlich?

Hand aufs Herz. Was ist Marketing? Weißt Du es? Viele denken Marketing ist Werbung. Das stimmt aber so nicht. Marketing ist der Oberbegriff für alle unternehmerischen Handlungen, um sein Produkt oder die Dienstleistung an den Mann / die Frau zu bringen.

Werbung dagegen ist ein Teil von Marketing. Um genau zu sein, Werbung ist Kommunikationspolitik und dient dem Transport der Werbebotschaft, z.B. über Prospekte, Fernsehspots, Banner im Internet, Aufdrucke auf T-Shirts und Kulis etc. Und auch die Webseite ist Kommunikation.

2- Kommunikation ist Werbung

Nö. Stimmt auch nicht. Kommunikation ist meist der Rahmen für die Werbebotschaft, um die es geht. Zum Beispiel ein Tag der offenen Tür ist ein Event (keine Werbung, aber Kommunikation). Auch Dein Logo (Corporate Identity) ist Kommunikation, aber keine Werbung. Idealerweise verwendest Du Dein Logo in Deiner Werbung.

3- Marketing ist teuer

Das ist falsch. Fakt ist, dass es Marketing auch zum Nulltarif gibt. Allerdings nur, wenn man den Zeitfaktor unberücksichtigt lässt. Du kannst Dir THEORETISCH eine kostenlose Webseite gestalten. Kein Thema. Wenn es richtig und gut werden soll, dann dauert es. Und wenn du das zum ersten Mal machst, dauert es noch länger.

Auch bei kleinem Budget solltest Du schauen, was Du selbst machen kannst, was nicht. Deine Kunden sind social-media-affin? Du fotografierst gern und gut? Und Dein Business kann etwas herzeigen? Prima. Dann wäre Instagram eine mögliche Marketingmaßnahme zum Selbermachen.

Doch manchmal kann auch mit viel Einsatz das notwendige Fachwissen nicht aneignen.

Mir stehen immer die Haare zu Berge, wenn in Blogs wie hier oder von Baukastenanbietern dazu geraten wird, die Webseite selber zu machen. Kennst Du Dich ein bisserl mit Technik aus? Kannst Du texten? Kannst Du die DSGVO umsetzen? Alles nein?

Dann lass es sein.

4- Ich habe keine Zeit für Marketing. Wirklich!

Vielleicht. Meist ist es so, dass man entweder Zeit oder Geld hat. Vor allem Gründer haben oft mehr Zeit als Budget. Von daher haben kostenlose oder preiswerte Marketingmaßnahmen ihre Berechtigung.

Ich wiederhole mich, wenn Du es kannst und Du die Zeit dafür hast, mach es selber.

Oft lohnt es sich einen Teil selber zu machen, und den Rest von einem professionellen Dienstleister durchführen zu lassen. Ich mache alle Webseiten von A-Z selber, aber für die Fotos arbeite ich in der Regel mit professionellen Fotografen zusammen. Ich kann Fotos bearbeiten und habe ein gutes Auge für Design, aber ich würde nie auf die Idee kommen, mein Prospekt selber zu gestalten. Dafür gibt es Grafikdesigner.

Läuft das Business wird Zeit knapper und (hoffentlich) das Budget größer. Dann wirst Du Marketing wahrscheinlich sehr gern an Spezialisten outsourcen.

5- Ich habe keine Zeit für Werbung. (Als Ausrede.)

Oft eine reine Abwehrhaltung. Variationen davon sind: „Ich will mich lieber um mein Business kümmern, anstatt um Marketing.“ „Das bringt doch alles nicht.“ (Dazu gleich im nächsten Punkt.) „Ich will mich nicht verstellen müssen.“ „Marketing passt nicht zu mir.“

Schlecht ist es, wenn diese Ausrede von jemanden kommt, der offensichtlich Marketing braucht. Stichwort: Schlechtes virtuelles Image.

6- Marketing? Das bringt doch alles nichts.

Jetzt befinden wir uns im Feld der (trotzigen) Glaubenssätze. Wenn Du Dir ein kleines Konzept machst und Dein Business ehrlich beleuchtest, wirst Du Marketingmaßnahmen finden, die zu Dir passen und die etwas bringen. Der Bauchladen an Leistungen oder blinder Aktionismus, werden in der Tat nichts bringen.

7- Das ist mir alles zu kompliziert.

Marketing umfasst 4 Bereiche: Preis, Produkt, Kommunikation und Verkauf. Im Dienstleistungsmarketing kommen noch 3 Bereiche dazu: Personal, Prozesse und Verkaufsatmosphäre. Es ist nicht kompliziert, aber du musst es wollen. Und Du musst Dir die Zeit nehmen Dich einzulesen und einzudenken. Gerne kannst Du mich fragen. Oder Du liest diesen Artikel von mir.

8- Werbung machen? Das passt nicht zu mir.

Stopp. So einfach ist es nicht. Für jeden findet sich eine Marketingmaßnahme, die passt. Wichtig ist, dass Du Deine Anforderungen kennst und Dein Business und Deine Ressourcen mal anständig unter die Lupe genommen hast.

Marketing funktioniert nur, wenn es authentisch ist. Und ja, vieles passt nicht zu Dir. Wichtig ist, dass Du das findest, was zu Dir und Deinen Kunden passt. Du solltest Dich nicht von irgendwelchen Trends leiten lassen, sondern realistisch bleiben. Ich mache zum Beispiel kein Instagram, weil ich nicht so gern fotografiere und auch nicht wirklich weiß, was ich fotografieren könnte.

9- Ein Marketing-Konzept braucht kein Mensch

Stimmt nicht. Du brauchst es vor allem für Dich selber, wenn Du gründest, aber auch wenn Dein Business wachsen soll. Ich gebe zu, dass sich ein Marketingkonzept nicht von alleine schreibt. Aber anders als viele vermuten, muss ein Marketingkonzept nicht 100 Seiten haben. Meistens reichen ein Zettel und ein Stift sowie der Wille ehrlich zu sich zu sein. Ohne Einkaufszettel vergisst Du vielleicht etwas. Ohne Bergkarte verläufst Du Dich vielleicht. So ist es auch, wenn Du kein Marketingkonzept hast. Du übersiehst vielleicht etwas und machst vielleicht einen Fehler. Du siehts schon, ich habe vielleicht geschrieben…

10- Wenn es gut läuft, braucht man kein Marketing!

Nein, nein, und nochmal nein. Jedes Business braucht Marketing und macht Marketing. Manchmal allerding unbewusst. Die Webseite ist Marketing. Der Vortrag ist Marketing. Die Flyer, die Kundenkarte, die gesponserten T-Shirts fürs Schulfest…. Ich kenne kein Business, das ohne Marketing auskommt. Du?

 

Online-Marketing für Reiseangebote: Worauf es wirklich ankommt.

Ich bekomme immer wieder Anrufe von Menschen, die sich für eine Listung auf meinem Portal Spiritueller Tourismus interessieren. Viele von ihnen hatten bisher keinen Zugang zum Marketing  und haben Mühe ein Angebot zu gestalten, dass echtes Interesse erzeugt. Marketing, Webseite, SEO – so manch einer sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Hier habe ich mal alle wichtigen Punkte zusammengetragen, wie gutes Onlinemarketing für Reiseangebote funktioniert. Meine Tipps beziehen sich besonders auf Online-Angebote, die auf Webseiten oder auf Portalen, wie spiritueller-tourismus.de veröffentlicht werden. Ich denke aber, dass meine Onlinemarketing-Tipps auch ohne Probleme in die Offlinewelt der gedruckten Angebote übertragen werden können.

Das Online-Marketing-Muss: Mit einer guten Webseite gefunden werden.

Daran hapert es schon bei einigen: Es gibt immer noch Reise-Anbieter, kleine Reiseveranstalter, die zwar gefunden werden wollen, aber keine gescheite Webseite haben. Da werden hunderte Euros für Visitenkarten oder Prospekte ausgegeben, aber an der Webseite wird gespart. Dabei ist die Webseite das wichtigste Medium, um Kunden zu finden und Vertrauen aufzubauen. Eine Null-acht-Fuffzehn-Billigwebseite transportiert eben dieselbige Botschaft.

Nimm Dir Zeit und überlege Dir genau, wen Du mit Deiner Webseite / Deinen Angeboten ansprechen willst. Mache Dir ein kleines Konzept und überlege, welche Informationen Dein Kunde benötigt, um Dein Angebot zu buchen. Es wird immer suggeriert, jeder kann eine Webseite selber machen. Jein. Ganz ehrlich, eine wirklich gute Webseite braucht Web-Wissen. Vor allem Fachwissen darüber, wie man Inhalte schlau strukturiert und wie Suchmaschinenmarketing (SEO) funktioniert, ist wichtig, und für Laien nicht so einfach anzulesen.

Also Tipp Nr. 1: Stecke Mühe und Engagement in Deine Webseite. Hol Dir Hilfe. Eine gute Webseite macht sich nicht nebenbei.

Wenn Du magst, schaue ich mir Deine Webseite an und gebe Dir Tipps, was Du verbessern kannst.

Professionelle Fotos von Seminarorten und Unterkünften

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Wir Menschen sind visuelle Wesen und viele Kaufentscheidungen werden aufgrund von Bildern getroffen. Ganz besonders im Tourismus. Diese Erkenntnis ist uralt und galt schon zu Zeiten der bunten Reisekataloge im Reisebüro. Anbieter von Unterkünften, Ferienwohnungen und Gasthöfen, aber auch Reiseveranstalter verschenken viel Sympathie-Potenzial. Bilder sind das A und O im Online-Marketing. Abgesehen davon, dass einige Ferienunterkünfte unmöglich eingerichtet sind, wenn dann noch selbstgeschossene Handybilder bei Reiseausschreibungen oder in Angeboten verwendet werden, dann Prost Mahlzeit. Wundere Dich nicht, wenn keiner auf Dein Angebot fliegt. Jeder Mensch sucht für seinen Urlaub (oder für seine Seminarreise) einen schönen Platz, wo er es gut 3,5 oder mehr Tage aushalten kann. Keiner will während eines Selbstfindungskurses in einer dunklen Bude schlafen (die meisten selbst gemachten Bilder sind zu dunkel). Bilder sind wichtig. Punkt.

Tipp Nr. 2. Lass von Deinen Ferienunterkünften professionelle Bilder machen und verwende sie.

Aussagekräftige Bilder von Ort und Umgebung, und von dem, was Ihr tut.

Die Leute, die auf Euer Angebot stoßen, kennen Euch nicht. Selten auch den Ort, wo Eure Reise hinführt. Und häufig wissen sie nicht, was sich genau hinter dem Angebot verbirgt. Mache Dein Reiseangebot greifbarer, indem Du Bilder verwendest. Die Menschen, die sich für Dein Angebot interessieren, wollen wissen, wie es da aussieht, wo das Seminar stattfindet, wie sieht das Gebäude aus, der Garten, der Seminarraum… Wie sieht es in der Umgebung aus?

Du bietest etwas Bestimmtes an: Yoga, Achtsamkeitskurse, Workshops? Dann zeig das auf Bildern. Lass Dich von Reise- und Kursteilnehmern bei Deiner Arbeit fotografieren. (Und falls das nicht geht, stelle reellen Szenen mit Freunden und Familienmitgliedern nach!)

Interessenten wollen im Internet sehen, was sie erwartet. Online-Marketing geht nicht ohne gute Bilder. Und das war Tipp Nr. 3.

Mit Kompetenz Vertrauen bei Interessenten wecken

Wenn Menschen auf Dein Reiseangebot aufmerksam werden, geh davon aus, dass sie Dich nicht kennen. Und dann kommen sie auf eine «Über-Mich-Seite», die gar nichts aussagt. (So manch einer verzichte aus falscher Bescheidenheit sogar auf eine Beschreibung des Kursleiters oder hat gar keine Über-Mich-Seite.) Stell Dir bitte ernsthaft die Frage, warum sollten Menschen den Yoga, Selbstfindungs- oder Achtsamkeitskurs gerade bei Dir machen? Was qualifiziert Dich, genau das anzubieten, was Du anbietest? Es reicht nicht, dass Du Dich seit 10 Jahren für Yoga interessierst oder ein persönlicher Schicksalsschlag Dein Leben verändert hat. Oder diejenigen, die gut qualifiziert sind, es aber nicht zeigen: Wie soll der Teilnehmer denn wissen, dass Ihr die Kompetenz habt, so einen Kurs zu leiten. Wer mit seinem Angebot Vertrauen erwecken und Kunden finden will, muss ganz klar seine Kompetenzen (Ausbildungen etc.) und seine bisherigen Erfolge darstellen. Das muss kein langweiliger Lebenslauf sein. Ich persönlich finde Interviews spannender. Sie sind viel besser geeignet.

Tipp Nr. 4: Stell Deine Kompetenzen und Deine Erfolge klar dar.

Fehlende Daten und unzureichende Informationen auf der Webseite und im Angebot.

Wie oft sehe ich das! Bei vielen Angeboten fehlen wichtige Informationen. Versuche hier sauber zu arbeiten. Wann findet die Reise oder das Seminar statt? Wie lange dauert der Workshop? Was kostet er? Welche Leistungen sind dabei und welche nicht? Wo befindet sich die Unterkunft? Wie ist diese ausgestattet? … Schreibe lieber etwas mehr, als zu wenig. Aber vor allem prägnant. Gut ist auch, den Ablauf der Reise aufzuführen, oder exemplarisch einen Tag aus dem Programm.

Mach Dir eine Checkliste, bevor Du den Angebotstext schreibst. Welche Informationen sind für einen unwissenden Interessenten wichtig? Arbeite diese Liste konsequent in Deiner Angebotsbeschreibung ab.

Das war Tipp Nr. 5.

Wichtig im Online-Marketing: Teilnehmerstimmen, Feedback, Testimonials…

Wenn Ihr neu auf dem Markt seid, habt Ihr natürlich noch keine Kundenmeinungen. Aber egal, an welcher Stelle Du stehst, hol Dir regelmäßig von Deinen Reise- und Workshop-Teilnehmern ein Feedback ein und nutze dieses. Auf der Webseite zum Beispiel. Ich empfehle jedem Reise- oder Seminar-Anbieter einen Feedbackbogen zu erstellen, in dem konsequent die Eindrücke der Reise abgefragt werden. Das dient zum einen dazu, Schwachstellen im Angebot aufzudecken, um Inhalt und Ablauf des Seminars zu verbessern. Anderseits schaffen positive Kundenmeinungen auf der Webseite Vertrauen und animieren neue Interessenten das Angebot zu buchen.

Tipp Nr. 6: Sammle konsequent Feedback von Deinen Kunden und benutze es!

Reiseangebote, die keiner will: Inhaltliche Fehler im Angebot.

Wenn Ihr Euch für ein Thema interessiert, heißt es noch lange nicht, dass es die Welt auch tut. Diese Erkenntnis tut weh. Aber nicht jedes Reise- oder Workshop-Angebot weckt Interesse. Der Markt ist voll von Seminaren und Workshops, von Selbstfindungs- und Persönlichkeitskursen. Da muss man erfinderisch sein, um ein Angebot zu kreieren, was vom Markt angenommen wird.

Schwierig wird es im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Nicht jeder möchte sich, bei irgendjemand Fremden, auf La Palma, weiterentwickeln. Versteht ihr was ich meine? Es geht darum, mit dem Angebot ein Bedürfnis beim Kunden anzusprechen und zu wecken. Und zwar so stark, dass der Interessent auch bucht. Und das ist wirklich nicht einfach.

Zunächst schau Dir Deine Konkurrenten an! Wer bietet genau so einen Workshop oder etwas Ähnliches an? Sind die erfolgreich damit? Stellt Dir dann die Frage: Was ist das Einmalige an meinem Angebot und warum sollten Menschen es wahrnehmen? Ich empfehle das Reise- oder Workshop-Angebot zunächst mit einer kleinen Marktforschung im Freundes- und Bekanntenkreis zu testen. Wie kommt das Angebot an? Oder ihr schickt es mir.

Tipp Nr. 7: Schaue Dir ähnliche Reiseangebote an, validiere Deines und teste es, bevor Du Dich an die Organisation machst.

Mondpreise und Billigheimer: Den richtigen Angebotspreis finden.

Es ist gar nicht so einfach, einen angemessenen Preis für ein Seminar-Angebot zu kalkulieren. Deswegen sind die meisten Reiseangebote im Bereich Selbstfindung und Persönlichkeitsentwicklung entweder zu günstig oder zu teuer. Gleich vorweg. Die Kosten und den zeitlichen Aufwand für die Reiseorganisation kannst du gleich als Spesen abhaken. Aber trotzdem muss Dein Angebot natürlich die Kosten decken. Nimm Dir die Komponenten Deiner Reise unter die Lupe und überlege, ob alles zusammenpasst. Manchmal braucht es keine luxuriöse Unterkunft oder eine besondere Verpflegung. Halte das Angebot schlank und versuche die Zahlungsbereitschaft Deiner Zielgruppen zu ergründen. Auch das kann man gut im Freundeskreis:

Frage Freunde und Familie: Wie viel würdest Du für meinen Workshop bezahlen? Das war Tipp Nr. 8.

Vor allem für Anfänger wichtig: Von klein nach groß.

Das ist die Fortsetzung von Tipp 8. Viele, vor allem neue Anbieter, wollen gleich nach den Sternen greifen. Ganz wichtig. Probiert Euer Angebot mit geringst möglichen Aufwand erst einmal aus. Also, ehe Ihr eine anspruchsvolle Reise nach Andalusien organisiert, solltet Ihr Euren Selbstfindungskurs erst einmal in Eurem Nahbereich anbieten.

Auch die Reisedauer ist entscheidend. Ein zeitlich kurzes Angebot, ein Wochenendkurs, schlägt hier die 10-tägige Kombireise. Wenn Du genug Interessenten für Dein Seminar-Angebote im Nahbereich findest, wird es wahrscheinlich auch Interessenten für die größeren Touren geben. Abgesehen davon, Reisen im Nahbereich sind leichter zu organisieren. Der wichtigste Pluspunkt ist aber der Preis. Ein Workshop, zu dem man mit dem Auto anreisen kann, ist günstiger, als eine Flugreise. D.h. die Buchungs-Barriere für einen Interessenten ist bei einer kostengünstigen Seminarreise im Nahbereich niedriger.

Tipp Nr. 9: Fange klein an. Und organisiere Workshops und Seminarreisen in Deiner Nähe, um mehr potenzielle Kunden zu gewinnen.

Schusselfehler und Schluderjahn

Der letzte Punkt sollte selbstverständlich sein, ist er aber nicht. Schau Dir bitte an, was Du so schreibst. Ich kenne das auch von mir. Tippfehler schleichen sich ein, oder beim Umbauen der Sätze, passen hinterher Satzteile nicht mehr richtig zusammen. Wenn man lange an einem Text arbeitet, stellt sich Betriebsblindheit ein. Man liest einfach über die Fehler drüber ☹

Ich drucke mir deshalb meinen Text immer aus und lese ihn auf Papier. Komischerweise sehe ich dann mehr Fehler, als am Bildschirm. Lasst, wenn möglich, Familienmitglieder oder Freunde drüberlesen und korrigieren. Ein schludrig formuliertes Angebot wird keinen Interessenten finden. Und daher kommt nun

Tipp Nr. 10: Kontrolliert, was Ihr da schreibt und lasst es gegenchecken.

Gern unterstütze ich Dich in der Angebotsgestaltung, in dem ich Dein Seminar- oder Workshop-Angebot auf Herz und Nieren prüfe. In meiner Ideenwerkstatt kreieren wir gemeinsam einen Auftritt / eine Positionierung, die etwas Besonderes ist und bei Kunden Interesse weckt. Sprich mich an.

Marketing funktioniert nicht bei jedem gleich. Aber es gibt fünf Dinge, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Willen „Tue was Du willst, aber mit ganzen Herzen.“

Das hört sich banal an. Klar, muss man WOLLEN. Eine Selbstverständlichkeit? Von wegen! Viele machen Marketing, „weil es dazu gehört“ oder „weil man es so macht“. Und das ist übrigens auch der häufigste Grund fürs Scheitern. Wenn man nicht hinter „seinem“ Marketing steht, es nicht aus tiefsten Herzen will, dann funktioniert es auch nicht.

Insbesondere beim Social Media Marketing begegnet mir das sehr häufig. Da soll eine Facebook-Präsenz her, aber nur fürs Unternehmen. Sonst will ich mit diesem Zeugs nichts zu tun haben. Aha! Und das soll dann funktionieren?

Mein Tipp: Weniger ist mehr. Horche in Dich hinein. Was willst Du wirklich? Marketing wird nur funktionieren, wenn Du dahinterstehst. (Und nicht jeder muss auf Facebook sein.)

Ehrlichkeit – „Ehrlich währt am längsten.“

O ja. Ehrlich sein. Vor allem erst einmal zu Dir, wenn Du herausfinden willst, welches Marketing zu Dir passt.  Will ich diesen Marketingkanal überhaupt bespielen? Nein? Prima! (Dann gibt es viele andere Kanäle und Maßnahmen, die zu Dir passen.)

Und dann musst Du ehrlich zu Deiner Zielgruppe sein, zu Deinen Mitarbeitern, Kunden und Patienten. Ehrlichkeit ist vor allem dann wichtig, wenn es darum geht negative Aspekte zu kommunizieren. Aber noch wichtiger ist, Ehrlichkeit im Sinne von Authentizität. Der moderne User / Kunde lässt sich nicht vergackeiern. Das, was Du da von Dir gibst, muss stimmen. Obwohl wir in Zeiten alternativer Fakten leben, arbeite ich nach dem (konservativen) Motto: „Ehrlich währt am längsten“

Gründlichkeit – „Was Du machst ist egal, mache es gescheit.“

Marketing muss gründlich sein. Insbesondere in der Analysephase. Was sind meine Stärken? Was meine Schwächen? Wer sind meine Konkurrenten? Wie entwickelt sich das Umfeld? Für ein Marketingkonzept nimmt man dafür eine SWOT-Analyse her. Ich gebe zu, an manche Informationen kommt man nicht hoppla-hopp. Aber Gründlichkeit in der Recherche und auch in der Konzeption einer Strategie werden sich auszahlen. Nehmen wir man an, Du willst eine Pizzeria eröffnen. Und Du weißt nicht, wie viele andere Pizzerien es in der Stadt gibt. Fatal. Hier könnt Ihr in einem älteren Artikel von mir nachlesen, wie wichtig eine gründliche Analyse ist.

Geduld – „Steter Tropfen höhlt den Stein“

Geduld. Und das in Zeiten, wo die News vom Morgen schon zum Schnee von gestern zählen. Wenn Ihr vorhabt, dass Euer Unternehmen LANGFRISTIG erfolgreich ist, dann müsst Ihr Euch auf eine Geduldsprobe einlassen. Kleine Regel: Schnelle Maßnahmen – kurzfristige Wirkung, gut überlegte Maßnahmen – langfristige Wirkung. Manchmal braucht es ein paar quick wins, also schnelle Erfolge. Aber wenn, dann nur begleitend, grundsätzlich stehe ich auf langfristige Maßnahmen.

Mut – „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“

Ja, Marketing erfordert Mut. Denn meistens geht es um etwas Neues, Unbekanntes. Aber auch schon vorher, braucht es Mut: Es erfordert Mut zu erkennen, dass es nicht wie geschmiert läuft, dass Du etwas tun musst. Mutig ist auch, Geld in die Hand zu nehmen und ins Marketing zu investieren. Vor allem in Zeiten, in denen es nicht so gut läuft. Mutig ist, sich einzugestehen, dass man bestimmte Dinge nicht kann oder keine Zeit zu dafür zu haben. Hilfe zu holen, ist auch mutig.

Und dann erfordert Marketing auch Mut, wenn es nicht funktioniert. Das weiß man aber nicht vorher. Deswegen ist es so wichtig, alles auf Erfolg zu überprüfen. Kontrolliere alle Deiner Marketingmaßnahmen. Google Adwords bringt nichts? Gut. Dann abschalten. (Und etwas Anderes probieren). Blog funktioniert gut? Dann weitermachen und besser nutzen. Probiere es aus. Sonst wirst Du es nicht wissen.

In diesem Sinne viel Marketingerfolg.

 

Bild: Auf dem Weg zum Hochgern.