Eigentlich mache ich Inhalte. In die “Technik” habe ich mich nach und nach eingearbeitet. Ich kann auch nicht programmieren. Muss ich auch nicht können, weil ich WordPress nutze. Und da reicht es meistens, das Vorhandene geschickt zu nutzen. I.d.R. gestalte ich Webseiten von A-Z alleine. Das hat den Vorteil, dass ich schnell und effizient bin. Und wenn es doch mal in die Programmierung geht, dann hole ich mir Hilfe.

Hier habe ich beschrieben, welche Inhalte auf die Webseite für eine Ferienwohnung gehören. Es ist ein längerer Text geworden. Natürlich mit vielen Tipps, wie eine Ferienwohnungswebseite richtig gut wird.

Der Ferienhausmarkt ist fest in der Hand von Buchungsportalen. Ich bin kein Freund solcher Portale, weil die Suchkriterien für die Nutzer sehr familienUNfreundlich sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Suche nach einer Ferienwohnung bei Fewo.undsoweiter langwierig und nervig ist. Meistens habe ich mehrere Wochen lang, Abend für Abend sämtliche Portale durchforstet. Eine gefühlte Ewigkeit später habe ich auch eine passende Unterkunft gefunden, die dann doch nicht frei war. Grrr.

Viel lieber würde ich direkt über Google oder über alternative Portale anhand von passenden Kriterien nach einer Ferienunterkunft suchen. Mir ist es wurscht, ob ich in 3km einen Golfplatz habe. Wichtiger ist, dass es in der Nähe einen Spielplatz gibt. Oder, dass Spülmittel und Schwämme in der Küche vorhanden sind und ich das ganze Zeug nicht von zu Hause mitbringen muss.

Hilfe, wo finde ich die Informationen, die wirklich wichtig sind?

Das Problem: Viele Vermieter verlassen sich auf das Marketing der Buchungsportale und haben keine eigene Webseite. Dass eine eigene Webseite, aber auch dann hilft, wenn man auf einem Portal gelistet ist, habe ich bereits in einem anderen Beitrag ausgeführt.

Und dann sagen die großen Buchungsportalen für Ferienwohnungen, dass sich eine eigene Webseite nicht lohnt und dass

die Buchungsportale für Dich das Marketing übernehmen.

Aha.

Das sind zunächst Versprechungen. Du wirst sehen, ob sie das Verspechen halten…

Ich glaube, die Portale haben kein Interesse daran, dass Vermieter ihre eigene Webseite erstellen und dass die FeWo alternativ gefunden wird.

Andererseits möchte ich auch bekräftigen, dass es gescheites Marketing nicht umsonst gibt. Egal, ob Du Deine Ferienwohnung auf dem Buchungsportal präsentierst, oder Deine eigene Webseite erstellst. Marketing kostet Geld oder Zeit. Meistens beides.

Von Buchungsportalen, die eine gratis Präsentation Deiner Fereinwohnung anbieten, halte ich auch nichts. Doch ich schweife ab. Ich will doch schreiben, welche Informationen auf der Webseite für eine Ferienwohnung gehören.

Was gehört auf die Webseite für eine Ferienwohnung?

Gehen wir davon aus, dass ich Dich überzeugen kann, eine eigene Webseite für Deine Ferienwohnung zu erstellen.

Welche Inhalte (auf Marketingdeutsch Content) sollten auf die Webseite? Hier die 6 wichtigsten Informationsbereiche.

1. Geographische Lage: Wo ist die FeWo?

Für mich ist die Lage der Ferienunterkunft eines der wichtigsten Buchungskriterien. Es klingt banal, aber bei den meisten Webseiten für eine Ferienwohnung sieht man nicht auf Anhieb, wo sie sich befindet. Es macht einfach einen Unterschied, ob sich die Ferienwohnung Müller an der Ostsee oder am Bodensee befindet. (Ob ich 1 oder 8 Stunden Anreise habe.) Auch Abkürzungen wie das Auto-Kennzeichen (hier in Friedrichshafen gibt es viele die mit Ferienwohnung FN werben) sind nicht zielführend. Nicht jeder kennt alle Auto-Kennzeichen Deutschlands auswendig.

Also stell bereits auf der Startseite klar, wo Deine Ferienunterkunft ist. Wenn sich Deine Ferienwohnung in einem “unbekannten” Dorf befindet, schreib die Region dazu. Aber bitte nicht eine völlig unbekannte Region, die nur eine kleines Gebiet umfasst. Dann ist es besser die nächst gelegene Stadt aufzuführen.

Warum ist das so wichtig? Viele Links von Ferienwohungen werden über die sozialen Medien geteilt. Dann erscheint im Link ein Vorschaubild und ein Titel. Idealerweise erkenne ich als Interessent bereits bei diesen Vorschaubildern mit Titel die Lage (und kann sofort einschätzen, ob das Objekt in Frage kommt, oder nicht).

Leider ist das bei den meisten Ferienobjekten in entsprechenden Facebook-Groups nicht so.

Hier ein paar Beispiele von unglücklichen Ortsangaben des Ferienhauses in Kurzbeschreibungen oder im Webseiten-Titel:

  • Ferienwohnung in Gerats – Häh? Wo zum Teufel liegt Gerats?
    Besser Ferienwohnung in Gerats / Allgäuer Seenplatte
  • Ferienhaus Sonnenschein in südliches Mittelfranken – Ein Spezialität in Bayern: Das südliche Oberbayern und das nördliche Niederbayern und die südliche Oberpfalz usw. ….. Da kennt sich kein Mensch aus.
    Besser Ferienhaus Müller südlich von Nürnberg
  • Ferienhaus an der Elbe – Die Elbe ist etwas länger. Tschechien, Dresden oder Hamburg?
    Besser Ferienhaus an der Elbe bei Dresden
  • Ferienwohnung am Silbersee – Da haben wir ja Glück, dass es nicht so viele Seen gibt. Spaß bei Seite.
    Besser Ferienwohnung im Schwarzwald in Seenähe

Ihr seht, was ich meine, oder?
Vielleicht hast Du bereits eine passende URL: www.ferienwohnung-allgaeu-see.de oder so ähnlich.

Ach und weil wir gleich bei der Lage sind. Selbstverständlich gehören auf eine Webseite alle Kontaktdaten: Vollständige Namen, also nicht E. Müller, damit der Interessent weiß, ob Du Elfriede oder Erich heißt. Telefon, Handy, E-Mail Adresse

Und natürlich die Adresse. Und wenn die nicht so einfach zu finden ist, eine Anfahrtsbeschreibung mit Skizze ider Karte.

Hier findest Du einen Artikel, welche Angaben auf eine Kontaktseite gehören.

2. Ausstattung:  Was ist drin und dran?

Auch das klingt banal. Aber für den Buchenden ist es nicht banal, sondern i.d.R. verbirgt sich in diesen Kriterien der Auslöser, überhaupt zu buchen. Am besten Du schreibst die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in Listen zusammen. Listen sind gut lesbar. Fangen wir beispielsweise mit der Küche an.

Du könntest das so machen: “Unsere Ferienwohnung hat ein Küche, die folgendermaßen ausgestattet ist:

  • Tisch mit 4 Stühlen
  • Spülmaschine
  • Herd mit Ceranfeld
  • Backofen
  • Geschirr, Besteck, Kochgeschirr für 6 Personen
  • Kaffeemaschine, Wasserkocher…”

Das sind die elementaren Ausstattungsteile.

Wichtiger sind die Kleinigkeiten.

  • Spültücher, Schwämme
  • Verschiedene Küchenmesser, Schäler
  • Spülmittel, Spülmaschinentaps, Spülmaschinensalz
  • Gewürze, wie Salz und Pfeffer
  • Kaffeefilter und Kaffeedose
  • Kindergeschirr, Plastikbecher
  • Korkenzieher

Ihr versteht, was ich meine? Es kommt vor allem auf die Kleinigkeiten an.

Und wer das bisher nicht bedacht hat, bekommt hiermit gleich einen Gratis-Tipp, wie man seinen Gästen eine Service-Mehrwert bieten kann.

Gehen wir weiter zu den Schlafmöglichkeiten.

Wie sind sie und wo befinden sich die Betten?

  • “ein Schlafzimmer mit Doppelbett, separate Federkern-Matratzen, 1,80 breit”
  • “ein Schlafzimmer mit Doppelstockbett”
  • “Unsere Betten sind mit Allergiker-Bettwäsche überzogen”….

Und denke auch daran, dass es unter Umständen wichtig ist, wo die Schlafzimmer liegen. Also zum Beispiel

  • “im Obergeschoss”
  • “in der Galerie”
  • “nebenan”
  • “auf der ruhigen Gartenseite”….

Familien mit kleinen Kindern bevorzugen z.B. Schlafzimmer nebeneinander. Ältere Leute wollen keine Stiege in die Galerie hochklettern.

Und so solltest Du auch mit den restlichen Beschreibungen weitermachen. Bitte.

  • Beschreibe das Wohnzimmer, Fernseher, Musikanlage, was noch?
  • Auch das Bad ist wichtig.
  • Denke an die Kleinigkeiten. Gibt es ein Waschmaschine? Eine SAT-Anlage? Einen Kamin? Wo kommt das Holz / die Kohle her? “Einen Sack Holzkohle stellen wir Ihnen als Vermieter zur Verfügung.”

Und vergiss nicht das Außengelände.

  • “einen kleinen Spielplatz mit Sandkasten und Trampolin”
  • “eine Grillecke mit Tisch und Stühlen”
  • “4 Sonnenliegen mit Auflagen und Sonnenschirm”

Ist doch selbstverständlich? Für Dich. Aber nicht für den Interessenten.

Und denke bitte an Familien mit Kindern.

  • Wo kann das Auto ausgeladen werden?
  • Platz für Kinderwagen / Buggy/ Fahrradanhänger?
  • Ist das Grundstück eingezäunt?
  • Gibt es Hochstühle / Toilettensitze / Kinderbettwäsche / Rausfallschutz / Verdunklungsrollos / Kinderbetten…

Bei der Beschreibung einer Ferienwohnung gilt die berühmte Regel.

Beschreibe die FeWo so detailreich, wie möglich.

Und wenn Du Fragen hast, dann rufe mich an.

3. Was kostet die Ferienwohnung?

Über Geld spricht Otto Normaldeutsch nicht so gern. Auch nicht über Preise. Warum eigentlich nicht? Es ist doch wichtig, dass auf der Ferienwohnungs-Webseite der Preis für die Unterkunft steht.

Hier habe ich nur einen Tipp. Keep it simple. Der Preis für Euer Objekt sollte so dargestelt sein, dass der Interessent SOFORT versteht, was es in seiner gewünschten Reisezeit INKLUSIVE aller Nebenkosten kostet.

Ich finde es nervig, wenn eine einfache Ferienwohnung 10 verschiedene Buchungszeiten hat und dann noch 3-10 Nebenkosten, die man sich einzeln dazurechnen muss. Besonders unpraktisch sind auch Angaben, bei denen die Zeiträume vermischt werden.

Also nicht so: Unsere Ferienwohnung kostet 80 Euro pro Tag zzgl. 100 Euro Endreinigung pro Woche und 3,50 Kurbeitrag pro Person pro Tag und 20 Euro Aufschlag für Kurzbuchungen.

Spätestens dann ist mir die Lust auf Urlaub vergangen.

In den Inklusivpreis gehört alles, was man nicht ausschließen kann. Also wenn man die Endreinigung sowieso bezahlen muss, dann gehört sie in den “normalen” Preis. Der Kurbeitrag muss separat abgeführt werden. Ja, ok, aber bietet Euren Gästen doch gleich mal den Service und rechnet das für 7, 10 oder 14 Tage aus.

Und noch was zur Position des Preises. Der Preis sollte ein Menüpunkt sein und von der Startseite (oder jeder anderen Seite) SOFORT auffindbar sein.

Bitte gebt auch die Preise für buchbare Zusatzleistungen an. Brötchenservice. Zeitungsservice. Getränkeservice. Grillservice…. (Das sind lauter nette Service-Vorteile.)

Zahlungs- und Buchungsbedingungen gehören auch zum Preis

Zum Thema “Preis” gehört auch, ob eine Anzahlung fällig wird. Bis wann, in welcher Höhe. Und dann die Bezahlung. Wann soll der Gast bezahlen und in welcher Form. Also EC oder bar. Oder Karte…

Auch die Reservierungs- Miet- und Stornobedingungungen, sprich alles, was zum Vertrag gehört, muss vollständig und leicht auffindbar auf die Webseite.

Schreibt alles auf. Es erspart Euch a) Nachfragen per E-Mail und b) Missverständnisse.

4. Vakanzen: Wann ist die Ferienwohnung frei?

Ein leidiges Thema. Und viel zu viele Ferienwohnungsbesitzer bauen immer noch darauf, dass der Interessent nachfragt, ob die Ferienwohnung zum Zeitpunkt x frei ist. Ganz ehrlich. Ich klicke gleich weg. Da muss die Ferienwohnung schon super, super, super schön sein, dass ich diesen Weg gehe. Und so denken viele. Heute kann man online einkaufen, in Echtzeit Filme und Sportsendungen verfolgen…. Alles kann ich online machen und dann soll ich für eine Ferienwohnung, die mich interessiert, eine Buchungsanfrage per E-Mail senden? No way. Never ever.

Ich bin sicher nicht alleine mit meinem Zeitmangel. Deshalb mein Tipp, pflegt die Vakanzen der FeWo auf Eurer Webseiten. Das dauert nämlich nicht so lange, wie 5 E-Mail Anfragen “Ist die Ferienwohnung noch frei?” zu lesen und zu beantworten.

5. Die Umgebung: Einkaufen und Freizeit

Auch beim Thema Umgebung haben die meisten FeWo-Webseiten noch viel Verbesserungspotenzial. Also bitte versetzt Euch in die Lage der Interessenten, die weder wissen wo der Lidl / Aldi / Rewe ist, noch der nächste EC-Automat.

Informationen, die weiterhelfen:

  • Entfernung zum nächsten Supermarkt
  • Entfernung zum nächsten Bäcker
  • Banken und Geldautomat
  • Ärzte, Tourist-Info etc.

Und denk bitte auch an die Angabe der Öffnungszeiten.

Sehr wichtig sind auch Restauranttipps. Spart Euren Gästen eine langwierige Google-Suche nach dem Abendessen. Zu einem Tipp gehören auch Angaben wie, warum sollte man dort Essen gehen, und wie viel kostet dort das Essen. Perfekt ist eine Verlinkung zum Restaurant.

“Wir empfehlen die Pizzeria “Bella Pizza”- urgemütlich und zuvorkommender Service. Preise ab 8,00 Euro.”

So zwei, drei Restauranttipps sind ein Traum. Ebenso kann man Cafes, Biergärten, Besenwirtschaften empfehlen. Stichwort: Service.

Und nun der wichtigste Punkt Freizeitaktivitäten.

Versetzt Euch in die Lage Eurer Zielgruppen und überlegt, was den jeweiligen Gästen wichtig sein könnte. Einige Sachen sind Standard, wie

  • Bademöglichkeiten,
  • Sehenswürdigkeiten,
  • Museen,
  • Fahrradverleih,
  • Wanderwege,
  • … .

Für alle Punkte gilt: Wie, wo, was, wann, wie viel und natürlich eine Verlinkung.

Jeder Interessent / Ferienwohnungsgast freut sich über Informationen, die über das “Normale” hinausgehen. Also denkt bitte auch an solche Sachen, wie

  • Biobauernhöfe,
  • lokale Veranstaltungen,
  • Töpfereien, Kunsthandwerk etc.,
  • Kulturprojekte, Theater, Kino.

Vielleicht ist das Wetter nicht so gut und Eure Gäste suchen nach Alternativen?

Speziell Familien mit Kindern haben weiteren Informationsbedarf.

  • Wo befinden sich die nächsten Spielplätze? Wie sind die ausgestattet, für welche Altersgruppe sind sie?
  • kinderfreundliche Restaurants, Cafes etc.
  • kinderfreundliche Wanderwege
  • Fahrradverleih auch mit Kinderrädern…?

6. Bilder

Fotos sind wichtig. Insbesondere Bilder von der Ausstattung der Wohnung, aber auch Bilder vom Außengelände und der Umgebung können Buchungs-Booster oder Weg-Klicker sein. Hopp oder top.

Aber bitte keine Handyfotos. Professionelle Bilder sind gut belichtet und hoch aufgelöst. Wer will seinen Jahresurlaub schon in einem dunklen Loch verbringen? Die Wohnung ist hell? Ach schade. Das sieht man auf den Fotos gar nicht.

Auf professionellen Fotos wirken die Räume heller, freundlicher, schöner. Zwar kosten professionelle Fotografenbilder Geld, aber sie sind eine gute Investition in das Ferienobjekt.

Auf die Macht der Bilder setzten alle Tourismusanbieter. Was glaubt Ihr, warum auch heute noch Reisekataloge gedruckt werden. Nicht wegen der Beschreibungen.

Zum Schluss noch kurz Google

Jetzt ist der Beitrag sehr lang geworden. Und es gäbe noch so viel zu sagen.

Noch ein paar Worte zum Schluss. Je mehr Ihr auf Eurer Webseite schreibt, um so interessanter ist sie für die Besucher. Und das merkt auch Google und wird Eure Mühe mit einer guten Positionierung belohnen.


Content-Check-Angebot

Wollt Ihr auch ein Feedback von mir? Dann bucht einen Content-Check für 99€ mit praktischen Handlungsempfehlungen.

Habt Ihr noch Fragen zum Thema Inhalt auf einer Webseite für eine Ferienwohnung? Dann schreibt mir.

Seitdem ich hier in Friedrichshafen am Bodensee wohne, fällt es mir besonders auf. Hotels und Ferienwohnungs-Besitzer verschenken viel Marketingpotenzial, weil sie keine eigene Webseite haben.

Aber nicht nur hier am Bodensee ist das so.

Viel zu viele Ferienwohnungsbesitzer in Deutschland und Östereich haben keine Webseite. Oder sie ist so schlecht, dass potenzielle Urlauber eher abgeschreckt werden, als zum Buchen animiert. Warum probieren so wenige eine Vermietung ihrer Ferienwohnung über die eigene Webseite?

Lohnt sich eine Webseite für die eigene Ferienwohnung? Ja.

Ihr winkt jetzt ab. Ja, ja, so eine eigene Webseite ist zu teuer. Und außerdem kann ich nicht programmieren. Und überhaupt, dafür habe ich keine Zeit. Doch lasst es uns doch mal ausrechnen, wie teuer so eine eigene Webseite im Vergleich zu einem Buchungsportal wirklich ist.

Was kostet die Vermietung über Buchungsportale?

Der Ferienhaus-Experte Tilo Boy hat die Preise der großen Ferienhausbuchungsportale für 2018 zusammengetragen. Am günstigsten ist tourist-online.de für ein Erstinserat mit 129 Euro. Spitzenreiter ist fewo-direkt. de mit 355,81 Euro. Letzterer bietet alternativ ein Provisionsmodell an. So funktionieren auch booking.com, hrs und Co. Im Schnitt werde für eine Vermietung etwa 8-15% fällig. Da es zusätzlich weitere Gebühren gibt, lohnt sich der Blick auf die Vermietungsgesamtkosten, die Vermieter und Gast tragen. Schnell wird klar, dass wir uns zumindest im Ferienhaussektor bei ca. 20% Provision bewegen. Welches das bessere Modell ist, hängt natürlich von der Anzahl der Buchungen ab. Wie viele Anfragen über ein Portal kommen, ist allerdings nicht nur von der Qualität des Portals abhängig, sondern auch vom Vermieter selbst.

Vermietung über ein Portal ohne eigene Webseite?

Ja, aber der Kunde von heute erwartet, dass JEDER eine Webseite hat. Warum? Egal, wo der potenzielle Urlauber die Ferienunterkunft findet, viele potenzielle Urlauber suchen weiterführende Informationen über das Objekt und die Umgebung. Das liegt zum einen daran, dass die Ferienwohnungs-Buchungsportale von sich aus relativ sparsam mit ihren Informationen sind, aber auch, weil Vermieter zu wenig Informationen in die Portale einpflegen. Eine hochwertige Präsentation, egal, ob auf dem Portal oder auf der eigenen Webseite, ist wichtiger den je.

Nehmen wir an Susi Familienmutter interessiert sich für eine Ferienwohnung auf einem Portal. Sie wird sich sehr wahrscheinlich über Google und Co. die Ferienwohnung “weiter” anschauen wollen, um mehr Informationen zu bekommen. Vielleicht möchte sie erfahren, welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind, wie das Wetter in der Jahreszeit ist oder ob es einen Spielplatz in der Umgebung gibt. Und sie wird vielleicht auch auf einem Bewertungsportal, wie holidaycheck vorbeischauen. Zumindest wird sie versuchen, die Webseite der Ferienwohnung aufzusuchen. (Das wiederum ist nicht im Interesse der Portale, weil die Buchung der Ferienwohnung dann eventuell über die Webseite des Vermieters direkt erfolgen wird.)

Was meint Ihr, welche der folgenden Szenarien wirken als Buchungs-Booster? Bei welchem Szenario werden wenig oder keine Buchungen eintrudeln?

Die Ferienwohnung oder das Ferienhaus hat …

  • … keine eigene Webseite,
  • … eine altbackene aber informative Webseite,
  • … eine altbackene und wenig informative Webseite,
  • … eine schicke, informative Webseite.

Dreimal darfst Du raten!

Das heißt, Vermieter ohne eigene Webseite oder mit einer schlechten Webseite verschenken viel Potenzial. Was aber auf eine gute Webseite für eine Ferienunterkunft gehört, schreibe ich in einem nächsten Artikel mal genauer auf.

Was kostet die Vermietung über ein Buchungsportal?

Viele Buchungsportale locken mit “vielen” Anfragen. Die sind für mich aber nicht wichtig. Entscheidend ist nur, wie viele Buchungen werden pro Jahr generiert.

Noch einmal. Ich spreche hier vor allem vom deutschsprachigen Ferienhausmarkt. Für einen sardischen Ferienhausbesitzer, der seine Wohnung über eine Agentur vermietet, und i.d.R. nicht mit dem Urlauber direkt kommuniziert, ist eine eigene Webseite schwieriger zu realisieren. Vor allem die Mehrsprachigkeit wird dann zu einem Kostenfaktor.

Bleiben wir für unser Beispiel auf dem deutschen Ferienwohnungsmarkt.

Nehmen wir an, dass ein Ferienwohnungsvermieter für seine Ferienwohnung im Durchschnitt 600 Euro pro Woche verlangt. Er ist auf mehreren Portalen gelistet. Sagen wir auf 5. Er hat keine eigene Webseite. Die Ferienwohnung pro Jahr etwa 20 Wochen belegt. Davon werden 10 Wochen an Neukunden vermietet, 10 Wochen werden an Stammkunden vermietet. (Was schon ziemlich gut ist)

Das heiß, der Vermieter generiert 12.000 Euro Umsatz pro Jahr. Mit den Neukunden 6.000 Euro. Davon muss er Provisionen und Gebühren abrechnen. Sie betragen ca. 20% , also 1200 Euro. Dazu rechnen muss er die Zeit für die Pflege der einzelnen Portale, vor allem die Vakanzpflege. Einige Portale haben keine Vakanzanzeige. Das heißt, interessierte Urlauber müssen eine Anfrage stellen und der Vermieter muss zu- oder absagen. Auch das kostet Zeit. Rechnen wir für die Vakanzpflege und die Kommunikation etwa 1 Stunde pro Monat. Also müssen wir weitere 600 Euro pro Jahr an Vermietungskosten dazurechnen. Macht 1800 Euro.

Was kostet eine Webseite für die eigene Ferienwohnung?

Nehmen wir an, Ihr gestaltet eine eigene Webseite mit einem Baukasten. Zwar gibt es auch kostenlose Webseiten, aber wir rechnen für eine kleine eigene Ferienwohnungswebseite mit einem Baukasten (z.B. bei WordPress.com, Wix und Co.) ca. 8 Euro pro Monat. Macht 106 Euro pro Jahr.

Eine Webseite sollte folgende Eigenschaften haben: informativ, user-freundlich und modern. Insbesondere gute Texte und professionelle Bilder sind wichtig, um potenzielle Feriengäste neugierig zu machen. Und dann ist da noch das Thema Suchmaschinenoptimierung.

Wenn ich so eine Webseite erstelle, kostet das etwa ab 700 Euro je nach Umfang und Anzahl der Unterseiten. Dazu kommen die Kosten für professionelle Bilder. Da sollte man ca. 500 Euro einplanen.

Webseite selber machen? Kostet Zeit.

Natürlich kannst Du eine solche Webseite auch selbst machen. Schon lange braucht man keine Programmierkenntnisse mehr. Ich biete zum Beispiel Workshops an, wo ich Laien zeige, wie sie zu einer modernen, informativen Webseite kommen.

Selbermachen dauert erfahrungsgemäß viel länger. Rechne mal mit 50 -100 Stunden. Bilder solltest Du nur selber machen, wenn Du eine fotografische Ausbildung hast. Selbst wenn Du die Webseite nicht selber machst, solltest Du noch Zeit dafür einplanen, alle Informationen zusammenzutragen und an eine Webseitenagentur weiterzureichen. Also unterm Strich kostet Dich so eine Webseite etwa genauso viel, wie die Provisionen aus den Vermietungen der Portale. Mit dem Unterschied, dass die Provisionen und Gebühren im nächsten Jahr wieder anfallen. Deine Webseite steht im Prinzip und normalerweise musst Du nur kleinere Änderungen machen. Auch die Vakanzpflege wird weniger Zeit kosten.

Vermietung ganz ohne Buchungsportale wie fewo-direkt und Co?

Im Prinzip wäre eine Vermietung ausschließlich über eine eigene Webseite möglich. Doch zumindest am Anfang oder bei geringem Stammkundenanteil, ist das nicht ratsam. Es sollte aber Dein Ziel sein, den Anteil der Buchungen über die eigene Webseite zu erhöhen. Buchungsportale sollten nur als zusätzliche Möglichkeit dienen, keinesfalls umgekehrt, so wie es bei den meisten Vermietern ist.

Unter der Voraussetzung, dass Du eine eigene schicke, informative Ferienhauswebseite hast, bringt sie folgende Vorteile:

  • Die eigene Webseite für die Ferienwohnung verbessert die Buchungschancen auch dann, wenn die Wohnung über Buchungsportale angeboten wird.
  • Insbesondere für Stammkunden ist die eigenen Webseite wichtig. Oftmals wissen sie gar nicht mehr, über welches Portal sie “damals” die Unterkunft gefunden haben. Sie suchen also nach dem Namen oder dem Namen der Beitzerfamilie, z.B. Fereinwohnung Netzer, in der Hoffung auf die eigene Webseite zu treffen und darüber zu buchen.
  • Oder nehmen wir mal an, Ihr habt in xy Urlaub gemacht und Ihr seid an einer Appartmentanlage vorbei gekommen, die Euch gefällt. Was machst Du, wenn Du wissen willst, ob die Unterkunft frei ist und wie viel sie kostet? Googeln? Sicher!
  • Einmal erstellt, kostet die eigene Webseite in den Folgejahren sehr wenig. Meistens rentiert sie sich schon im zweiten Jahr.
  • Die eigene Ferienwohnungswebseite ist immer ein Zugewinn. Während das Buchungsportal sich als Plopp herausstellen kann, wirst Du über Deine eigene (gute) Seite immer gefunden.
  • Wenn Du dadurch auf weniger Buchungsportalen gelistet bist, sparst Du Zeit u.a. für die Vakanzpflege.
  • Du bist flexibler, weil Du Preise / Buchunsgbedingungen / Angebote selbstständig jederzeit ändern kannst und flexibel auf neue Situationen reagieren kannst.
  • Durch viele Zusatzinformationen für Deine Gäste bietest Du Ihnen einen klaren Mehrwert und schaffst Sympathie, Neugierde und Vertrauen.

Wer Fragen zu diesem Text hat, kann mich gern kontaktieren. Ich freue mich über Kommentare und Meinungen.

Hier schreibe ich, wie Ihr eine kostenlose Webseite mit WordPress erstellen könnt. Es fallen kein Gebühren für Einrichtung oder Hosting an. Aber natürlich ist eine kostenlose Webseite nicht komplett kostenlos. Denn das Teuerste an einer Webseite ist die Erstellung der Inhalte für eine Webseite: Texte schreiben, Bilder heraussuchen und ggf. bearbeiten, PDF erstellen usw. Insbesondere, wenn Du das erste Mal eine Webseite baust, solltest Du den Zeitfaktor nicht unterschätzen. Alles dauert länger, als Du denkst. Aber eine kostenlose Webseite hat noch einen Haken. Die URL hat einen Zusatz. Was ich damit meine, liest Du hier im Beitrag. Aber jetzt lass uns loslegen…

Diesen Text habe ich am 11. September 2019 aktualisiert.

Ich habe es im Teaser schon erwähnt: Eine kostenlose Webseite gibt es nicht. Eine gute Webseite kostet immer Zeit oder Geld. Ersteres wird i.d.R. unterschätzt. Insbesondere wenn die Webseite gefunden werden soll und einen messbaren Auftrag hat, z.B. Anmeldungen über die Webseite, dann sollte man die notwendige Arbeit nicht unterschätzen.

Wenn Du nicht sicher bist, ob Du eine Webseite selber gestalten kannst oder lieber jemanden beauftragen solltest, der sich auskennt, dann empfehle ich Dir eine Gastartikel von mir. In diesem Text liste ich alle Baustellen auf, die auf Dich zukommen: Kann ich als Laie eine professionelle Webseite erstellen?.

Doch nun gehts los!

Wenn Du Dir ein Beispiel vorher anschauen willst, gehe mal auf https://sportvereinsedlitz.wordpress.com/

Webkonzept und Content für Webseite vorbereiten.

Ehe Du beginnst, solltest Du Dir ein kleines Konzept machen. Um eine professionelle Webseite zu erstellen, solltest Du Dir Gedanken zu zwei grundlegenden Dingen machen:

  1. Das Ziel bzw. den Zweck Deiner Website
  2. Die Zielgruppe Deiner Website

Dreh- und Angelpunkt: Zweck einer Website und Zielgruppen

Nehmen wir an, Du erstellst eine Webseite für einen Sportverein. Was wäre der Zweck dieser Webseite? …. Hier meine Ideen dazu:

  • Vereinsmitglieder über Veranstaltungen, Aktivitäten etc. informieren
  • Neue Mitglieder gewinnen
  • Sponsoren finden
  • Neue Trainingsleiter finden
  • Lobby / PR-Arbeit…

Mein Tipp: Setze Dich also hin und schreibe den Zweck Deines Webprojektes nieder!

Kommen wir zu den Zielgruppen, die sich aus dem Zweck ableiten. In meinem Fall wären die Zielgruppen folgende:

  • Vereinsmitglieder dieses Vereins
  • sportbegeisterte Kinder und Erwachsene, die im Umkreis von 15km wohnen
  • Unternehmen aus der Region
  • Behörden der Stadt

Jetzt überlege, ob Du alles notwendige Informationen hast, um die Anforderungen Deiner Zielgruppen zu befriedigen. Ich vesuche mich immer in die Fragen des “unwissenden Besuchers” hineinzuversetzen. Wie ich dabei vorgehe, habe ich in diesem Artikel über Website-Content geschrieben.

Schau welches Material Du bereits hast: Bilder, Texte, PDF-Dateien. Falls nicht, trage alles zusammen und bereite Texte so auf, dass sie nur noch in die Webseite kopiert werden müssen.

Strukur der Website erstellen

Zeichne Dir Deine Webseite mit den Unterseiten auf. Auch die Menüpunkte. Versuche Dich in die Lage Deiner Besucher zu versetzen. Welche Informationen sind wichtig? Frage eventuell Partner, Feunde, Kollegen….

Immer im Hinblick auf Deine Zielgruppe und den Zweck. Welche Informationen suchen Deine Zielgruppen?

Um bei meinem Beispiel zu bleiben, sportbegeisterte Kinder und deren Eltern suchen wahrscheinlich nach Kursen. Also trage zusammen, welche Kurse es gibt, wann sie wo stattfinden, ob es freie Plätze gibt und wo man sich anmelden kann.

Die wichtigsten Unterseiten auf einer Webseite sind meiner Meinung nach folgende:

  • Startseite: Sollte idealerweise sofort offensichtlich folgende Frage beantworten: Worum geht es hier? Was kann ich hier finden?
  • Über mich: Wer steckt dahinter? Beschreibung (des Vereins, des Unternehmens…), Biografie…
  • Leistung / Angebot: Was bietet die Seite an? Beschreibung des Angebots der Leistung (Hier z.B. Sportkurse)
  • Kontaktseite, wie in diesem Artikel beschrieben

Für jede Einzelleistung solltest Du idealerweise eine einzelne Unterseite auf Deiner Webseite einplanen. Also wenn der Sportverein Turnen, Fußball, Yoga und Volleyball anbietet, solltest Du für jede Sportart eine eigene Unterseite gestalten.

WordPress ist ein fexibles System. Die Neustrukturierung der Inhalte ist jederzeit möglich. Also nicht schlimm, wenn Du Dir nicht 100%ig sicher bist. Wichtig ist, dass Du Dich nicht in Kleinigkeiten verlierst, sondern zunächst die wichtigsten Inhalte zusammenträgst. Eine Webseite wächst und entwickelt sich weiter.

Wenn also die Sektion Volleyball aufgelöst wird, kannst Du die Unterseite “unsichtbar” schalten.

Bilder für die Webseite

Bilder sind wichtig für eine Webseite. Idealerweise hast Du für jede Unterseite (außer für das Impressum und die Datenschutzerklärung) ein Bild.

Grundsätzlich bevorzuge ich immer eigene Bilder. Aber am Anfang genügen auch freie Bilder, aus frei verfügbaren Datenbanken. In diesem Beitrag zum Thema Fotos findest Du alles was nötig ist.

Denke daran, dass Du die Bilder verkleinerst. Dafür kann man eine freie Software wie Gimp verwenden oder aber auch WordPress selber. Hier ein Artikel zum Thema Bilder mit WordPress verkleinern.

Los gehts: Bei WordPress registrieren und URL festlegen.

Natürlich hat eine kostenlose Webseite einen Haken. Und der liegt in der URL. Gratis-Webseiten erlauben keine direkten Domainnamen. Also nicht www.meine-webseite.de, sondern stattdessen www.meinewebseite.wordpress.com. Deshalb eignen sich solche kostenlosen Domains weniger für ein Unternehmen. Aber für kleinere Blogs, für Vereine, Kindertagesstätten, Projekte oder Netzwerke.

Egal ob mit oder ohne Domainzusatz, um bei Google gefunden zu werden, kommt es auf den Inhalt an.

Um Dich bei WordPress anzumelden, gehe auf https://de.wordpress.com/ und klicke auf “Webseite erstellen”.

WordPress bietet Dir jetzt 4 Vorschläge für Deine Webseite.

Art der WordPress Webseite wählen

Wähle den Zweck Deiner Webseite

Für einen Verein, ein Unternehmen, in den meisten Fällen würde ich die Option 2 wählen “Business”.

Inzwichen kannst Du bei WordPress sogar eine Branche auswählen und ein fertiges Design wird Dir angeboten.

Wähle eine Branche aus und schwuppdiwupp ist eine fertige Webseite zu sehen. Lass Dich nicht verunsichern, wenn keines der angebotenen Themen zu Deiner geplanten Webseite passt. Da Du Bilder und Texte individuell anpassen musst, hast Du alle Optionen offen. Versuche Dir Deine Inhalte mit dem vorgeschlagenen Layout vorzustellen. Oft verwenden die Designer schöne große Bilder, die man selber gar nicht so hat.

Ich wähle jetzt mal “Digitales Marketing” und bekomme eine Webseite gezeigt. Also klicke ich auf “Fortfahren”.

Für den Laien ist das Aussehen einer Webseite oft das Wichtigste. Das ist ein Trugschluss.

Der Informationsgehalt einer Webseite, also der Inhalt (Content), ist wichtiger. Wenn Du Dir ein kleines Konzept gemacht hast, dann weißt Du ja schon, welche Inhalte Du hast und wo sie hinsollen.

Im nächsten Schritt sollst Du der Webseite einen Namen geben.

Der Name – Eine gute URL finden.

Gib also den Namen ein.

WordPress schlägt Dir mehrere Optionen vor. Denke daran, wenn Du eine kostenlose Webseite willst, dann musst Du die Version “free” wählen.

Kostenlose Webseite auswählen

Meine kostenlose Webseite heißt nun also sportvereinmusterstadt.wordpress.com.

Leider ein bisschen lang, aber es sagt alles aus, was wichtig ist. Nämlich Vereinsname und Ort. Probiere es aus. Keine Sorge, den Namen kannst Du später wieder ändern.

Die anderen URL´s kosten Geld. Das wird Dir in der Liste angezeigt. Bitte bedenke, die angezeigten Preise gelten nur für die jeweils mögliche URL, aber nicht für WordPress.

Auch WordPress bietet neben der kostenlosen Webseite weitere Pakete an. Aber eben nur für alle anderen URL´s.

Klicke auf bei der freien Version auf “Auswählen”.

(Früher war die Domainauswahl an die Tarife gekoppelt. Das hat sich geändert. Jetzt wählst Du Domain und Tarif getrennt voneinander.)

Da es in diesem Beitrag wirklich nur um die kostenlose Variante geht, wähle oberhalb  der Tarife den Link “Start with free site”.

WordPress Tarife und freie Website

Erstelle Dein WordPress-Konto

Du musst noch Dein Konto erstellen. Trage Deine E-Mail-Adresse und einen Benutzernamen ein. Und verwende bitte ein gescheites Passwort. (Also nicht “passwort”, sondern eher so etwas wie “1mhK(hb6”.)

Wichtig: Kopiere die Zugangsdaten und speichere sie ab oder schreibe sie Dir auf.

Deine WordPress-Webseite ist angelegt.

Jetzt kannst Du mit dem Befüllen beginnen.

Auf der linken Seite siehst du eine Navigationsleiste mit allen Funktionen, um die Webseite zu gestalten und mit Inhalten zu beleben.

WordPress: Anpassungen im Backend vornehmen

Gib Deiner Webseite einen gescheiten Titel und Untertitel.

Um den Titel Deiner Webseite zu ändern, gehe auf den Menüpunkt “Design” und klicke “Anpassen”.

Unter Website-Informationen kannst Du den Titel und den Untertitel ändern. Denke daran, der Titel ist wichtig, dass Deine Seite auch von Google gefunden wird.

Ich entscheide mich für “Sportverein Musterstadt Sektion Wintersport”.

WordPress Seitentitel anlegen

Wenn Du keinen Titel auf der Webseite sehen möchtest, nimm das Häkchen raus.

Unter dem Seitentitel kannst Du auch Dein Logo veröffentlichen. Dann verschwindet allerdings Dein Seitentitel auf der Oberfläche und das Logo erscheint.

Denk daran, Deine Änderungen und Inhalte zu speichern. Oben findest Du den entsprechenden blauen Button.

Farben, Hintergründe und Schriften anpassen

Das Anpassen des Designs kann viel Zeit kosten.  Jedes Theme hat unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten, mit denen man sich erst einmal vertraut machen muss.

Aber letztendlich kann ich Dir nur das Folgende empfehlen: Probier es aus.

Wenn Du Hilfe benötigst, dann schreibe mir eine E-Mail oder rufe mich an.

Das war Teil 1 der Anleitung. Wie es weitergeht, schreibe ich in einem nächsten Artikel.

 

 

Webseite für SportlerAls ich gefragt wurde, ob ich eine Webseite für die Turnerin Sophie Scheder erstelle, habe ich gleich “ja” gesagt. Bei ihr, wie bei allen jungen Sportlern ist das Budget begrenzt. Trotzdem ist eine gute Webseite wichtig, denn über die Webseite finden Sportler Kontakte zu Sponsoren. Beim Sponsoring gelten dieselben Regeln wie beim “normalen” Marketing: “Tue Gutes und rede darüber”. Die Sponsoren erwarten eine Sichtbarkeit, die Präsentation ihres Namens und ihrer Produkte. Eine professionelle Webseite ist daher Pflicht für jeden Sportler, der sich um Sponsorenverträge bemüht.

Inhaltlich habe ich mich mit Sophies Managerin, der ehemaligen Biathletin Petra Behle, abgestimmt. Beim Layout hatte ich eigentlich freie Hand….

Layout: Helle Bilder – helles Theme, dunkle Bilder – dunkles Theme

Für die Webseite von Sophie verwende ich, so wie immer, WordPress. Für das Layout habe ich das kostenlose Theme Sydney ausgesucht.

Anfangs wollte ich eine helle Webseite mit weißem Hintergrund gestalten. Aber dann kamen die Bilder vom Shooting und die waren alle dunkel. Dunkle Bilder und helle Hintergründe – das passt leider nicht. Deswegen musste ich dann alles noch mal umstellen. Auch ein dunkler Hintergrund kann freundlich wirken. Trotzdem hätte ich mich für helle Fotos entschieden.

Für die Darstellung des Inhalts verwende ich den Pagebuilder Elementor in der Gratisversion. Mit dem Elementor kann schicke Webseiten gestalten. Auch jetzt, wo WordPress den Gutenberg-Editor mitbringt, haben Pagebuilder wie Elementor seine Berechtigung.

Inhaltlich habe ich versucht, einen kleinen Einblick in das Leben der Sportlerin zu geben. Die Unterseite “über mich” habe ich in Form eines Interviews gestaltet. Unter “vita” finden sich Sophies sportliche Erfolge. Die Seite “termine” ist für Fans interessant. Hier stelle ich einmal pro Jahr die Wettkampftermine ein. Auch die Unterseite “partner” ändere ich ab und zu. Eine Sponsoren fallen weg, neue kommen hinzu.

Alles in allem erfährt der Besucher eine Menge über Sophie. Hier geht es zu Sophies Website.

Keine Zeit für Blog und News – trotzem aktuell

Auf der Webseite habe ich ein kleines Interview mit Sophie veröffentlicht. Solch ein Interview finde ich ansprechender, als einen schnöden Lebenslauf. Einfach sympathisch.

Für einen Blog hat Sophie keine Zeit. Wie auch, bei 30 Trainingsstunden pro Woche? Deswegen habe ich mit dem Plugin Juicer das Facebook Feed eingebunden. So wirkt die Webseite auch ohne Blog immer aktuell.

Du hast Fragen zu diesem oder einem anderen Thema. Dann freue ich mich über Deine E-Mail.

 

Für meine Webseiten verwende ich WordPress. WordPress ist ein freies Content Management System (CMS). WordPress kostet nichts. Das nennt sich Open source Software. Doch trotzdem sind WordPress Webseiten nicht gratis.

Gibt es nun kostenlose Webseiten oder nicht?

Im Gegensatz zu früher zahlt man nicht mehr die Programmierung einer Webseite, sondern die individuelle Anpassung. Das ist unterm Strich günstiger. Dadurch sind die Preise für Webseiten gesunken. Technik – Layout – Inhalt – Preis. Doch wie hängt das nun alles zusammen?

Im Teil 1 erkläre ich warum sich fertige Designvorlagen, sogenannte Themes lohnen. Inspiriert haben mich zu dieser Artikelserie die Fragen der Kolleginnen vom KKT e.V. München während unseres gemeinsamen Webseitenprojekts. Ich habe gemerkt wie schwierig es ist, einzelne Zusammenhänge so zu erklären, dass sie der Laie auch versteht.

Webseiten Design – Kleider machen Leute

Menschen, die sich mit Webseiten-Gestaltung nicht auskennen – ganz normale “User” also  – beurteilen eine Webseite nach ihrem Aussehen. Ich finde aber, dass der Inhalt einer Webseite wichtiger ist, als das Design.

Und in Sachen Webdesign hat sich viel getan: In den Anfangsjahren der Webentwicklung waren Grafiker unerlässlich. Als es noch keine Content Management Systeme und keine Homepagebaukästen gab. (Warum man ein CMS auswählt oder nicht, über Technik generell, schreibe ich etwas im nächsten Artikel). Sie haben Vorstellungen der Kunden von Farben, Formen, das Corporate Design (CD) in Grafik umgesetzt. Heute sind fertige Designs so flexibel, dass auch ein individuelles CD per Knopfdruck umgesetzt werden kann.

Aktuell stehen alls auf Icons, Bilder und große Fotos

Webseiten werden vom Zeitgeist geprägt. Sie unterliegen der Mode wie eine Jeans oder ein T-Shirt. Im Moment fallen bei den Webseiten die großen Bilder auf, meist über die gesamte Bildschirmbreite. Schriften schieben sich über die Bilder (so genannte Parallax-Effekte), es werden viele Icons (kleine Symbole) benutzt, im Header befinden sich Slider (Bildschirmpräsentationen) und es werden Webeffekte eingesetzte.  Icons bewegen sich, wenn man darüber fährt. Diese Elemente werden durch kurze (leicht erfassbare) Textelemente unterbrochen.

Während es “früher” ein no-go war, dass der User auf einer Webseite scrollen muss, gilt heute das genaue Gegenteil. Scrollen wird im Zeitalter von Smartphones und Tablets nicht mehr als lästig empfunden.

Auch die Breite einer Webseite hat sich verändert: Noch vor 5 Jahren waren die meisten Webseiten “als Box” gestaltet. Rechts und links, manchmal sogar oben und unten, war ein freier Rand. Heute nutzen die meisten Webseite die volle Seitenbreite (full width).

Der Markt der Webdesigner ist in Bewegung. Ständig entstehen neue Webdesign-Trends. Darauf haben sich Webentwickler eingestellt. Und WordPress ist ein riesiger Markt. Einige Webdesigner machen nichts anderes, als für WordPress-Webseiten fertige Layouts zu entwickeln. In Indien, Australien oder Österreich. Eine Design-Vorlage heißt bei WordPress Theme (sprich: thiem), plural: Themes.

WordPress hat einen riesigen Markt geschaffen. Deshalb gibt es für WordPress-Webseiten moderne, schicke Layouts von der Stange. Eine Anbieter-Plattform solcher Vorlagen ist der Themeforest von Envato. Ach so, und ein Theme kostet ca. 60 Euro. Und es gibt auch kostenlose Themes.

Sparen Sie Kosten und verwenden Sie ein fertiges Theme.

Manchmal geht es nicht ohne Grafiker. Große Unternehmen haben häufig spezielle Designwünsche, ein individuelles Corporate Design. Doch für Otto-Normal-Unternehmer, Praxisinhaber oder Freiberufler, die WordPress nutzen wollen, ist eine fertige Vorlage preiswerter. Ich sage immer, wer 10% seiner individuellen Designvorstellungen aufgibt, spart 50% der Webseitenkosten. (Sorry liebe Webdesigner!)

Exkurs Webdesign: Was ist eigentlich ein Webdesigner?

Die Begrifflichkeiten verschwimmen heutzutage. Ein Webdesigner ist für mich jemand, der das Aussehen einer Webseite programmieren kann. Er hat also graphische und technische Fähigkeiten. Wenn er das nicht kann, sondern nur das Bild anfertigt, dann ist das ein Grafiker ohne technische Kompetenz. Ein Webentwickler kann Grafik in Code umwandeln, ist aber eher auf die Funktionen einer Webseite fokussiert, also eher auf das große Ganze. Wobei man Webentwickler und Webdesigner durchaus auch synonym verwenden kann. Ich bin zum Beispiel gar nichts. Ich konzipiere Webseiten inhaltlich. Dazu brauche ein gutes Auge, um die Inhalte optisch ansprechend aneinander zu setzen. Und ordentlich Geduld. Trotzdem bin ich weder Webdesigner, noch Webentwickler und schon gar kein Grafiker. Ich würde mich als Web-Konzepter bezeichnen, weil ich das “große Ganze” einer Webseite betrachte (und mir übrigens für die Teilbereiche, die ich nicht abdecken kann, Hilfe hole.)

Layouts von der Stange und trotzdem individuell

Nun braucht man keine Angst zu haben, dass die WordPress-Webseite dann so aussieht, wie hundert andere WordPress-Seiten.

Denn WordPress ist die weltweite Nummer Eins der Content Management Systeme. Das bringt für uns einige Vorteile: Für WordPress gibt es tausende moderne Layout-Vorlagen. Und es gibt hunderte fertige Plugins (Anwendungen).

Bei den Themes ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es gibt thematische Themes, z.B. zum Thema Gesundheitswesen, Tourismus, Fotografie oder die so genannten Multi-Purpose-Business-Themes. Sie könenn für alle möglichen Business-Webseiten verwendet werden. In den Kinderjahren von WordPress stand der Blog als zentrales Element im Vordergrund. Und auch die Themes waren auf Blogger ausgerichtet. Inzwischen hat sich WordPress als Content Management System auch für Firmenwebseiten etabliert. Der Blog ist nur noch ein Teil der Website. Und so gibt es jetzt viele Vorlagen, die speziell für Unternehmen, Praxen und Selbstständige, aber auch für Charity Projekte ausgelegt sind.

Und noch ein Aspekt spricht für fertige WordPress Themes: Wenn etwas neu programmiert wird, treten in der ersten Zeit Fehler auf. Das ist normal. Erst nach und nach kommen alle Funktionen zum Einsatz. Erst wenn die Fehler auftreten, können sie beseitigt werden. Es dauert also eine Weile, ehe eine Programmierung sicher läuft, egal ob eine Software oder eine Webseite. Und das kann man sich sparen, wenn man ein Weblayout von der Stange kauft: Die größten Fehler sind bereits gefunden.

Wie finde ich das passende Theme?

Genau das ist selbst für mich nicht immer einfach. Ich suche zuerst bei Envato. Dort kann man sich die Themes als life preview (Vorschau) anschauen. Man darf sich nicht blenden lassen. Die Theme-Entwickler nutzen professionelle Fotos, die man selber unter Umständen (noch) nicht hat. Man muss versuchen, sich die Webseite ohne die benutzten Fotos vorzustellen. Für Laien gar nicht so einfach.

Meinen Kunden unterbreite ich i.d.R. 1-3 Theme-Vorschläge, die meiner Ansicht nach zu den Anforderungen passen. Das ist Teil des Angebotes. Ein Hilfe sind auch die Bewertungen anderer Käufer.

Viele der Themes sind auf die wichtigsten Plugins (Funktionen) von WordPress abgestimmt. Wer also einen Webshop einrichten will, sollte ein Theme auswählen, dass bereits für die Funktionen vom Plugin WooCommerce ausgelegt ist. Was ein Themes kann und für welche Plugins es geeignet ist, wird von den Webentwicklern des Themes meist recht gut beschrieben. Allerdings kommt der Laie da schnell an seine Grenzen.

Das Websdesign ist die geschickte Anordnung der Elemente.

Trotz aller Beschreibungen und Bewertungen ist ein gekauftes Theme immer eine Blackbox. Welche Einstellungen möglich sind und welche Inhaltselemente vorhanden sind, das sieht man meist erst, wenn das Theme installiert ist.

Die modernen Webseiten-Vorlagen beinhalten meistens einen visuellen Webbuilder, wie den Visual Composer oder den Elementor. Diese Plugins ermöglichen die “moderne” Darstellung der Inhalte. Texte, Bilder, Icons, Animationen und eingebundene Videos können besser angeordnet werden. Und genau diese Anordnung der Designelemente ist das, was heute Geld kostet. Was ganz einfach aussieht, dauert meistens Stunden. Und da es immer mehr Inhaltselemente gibt und immer mehr Einstellungsmöglichkeiten, steigt auch die Zeit, die man für das Einstellen benötigt. Deshalb ist selbst bei großer Sorgfalt nicht alles bis ins kleinste Detail zu kalkulieren. Vor allem wenn man gebeten wird noch schnell eine Abstand zu ändern, oder ein Bild, oder ein Icon auszutauschen etc. Schnell summieren sich die Minuten zu Stunden.

“Webdesign” mit WordPress ist also die “optimale” Einstellung und Anordnung der Inhaltselemente. Ohne meine Fähigkeiten in den Vordergrund zu rücken: Wer heute Webseiten “gestalten” will, muss wissen, wie Inhalte userfreundlich aufbereitet werden. Was ist wichtig? Mit welchen Elementen kann man den Blick des Users auf bestimmte Inhalte richten? Wie erstelle ich Inhalte so, dass Sie auch gelesen werden? Was muss ich tun, dass der User auf diesen oder jenen Button klickt.

Dabei sollte man das “Technisch-machbare” im Hinterkopf haben, an Google denken und Texte schreiben können. Der Konzepter einer WordPress Seite ist also kein Designer im herkömmlichen Sinne mehr, sondern jemand, der inhaltsbasiert denken kann.

Der Webkonzepter ist in der Lage relevante Inhalte auszuwählen, zu erstellen, aufzubereiten und optimal zu präsentieren.

Kosten und Folgekosten einer WordPress Webseite

Wenn man die Standard-Lizenz für ein WordPress-Theme erwirbt, darf man es herunterladen und für eine Webseite nutzen. Meistens beinhaltet der Kaufpreis 6 Monate Support. Auch wenn ein Themes fertig ist und bereits verkauft wurde, arbeiten die Entwickler weiter daran. Immer wieder ergeben sich kleinere Bugs (Fehler) oder Sicherheitslücken werden geschlossen. Das ist ganz normal. Wer ganz sicher gehen will, verlängert den Support für das gekaufte Theme.

Wie oben beschrieben, kostet so ein fertiges Webdesign ca. 60 Euro. Meistens werden andere Plugins mitgeliefert, z.B. ein Slider oder das Webbuilder-Tool Visual Composer. Da ist Vorsicht geboten. Zwar dürfen die Plugins auch nach Ablauf der “normalen” Lizenzperiode verwendet werden, aber sie werden nicht mehr aktualisiert und erscheinen im Backend (im Administrator-Bereich) rot. Manchmal lohnt es sich die Plugins im Nachhinein zu erwerben unter anderem deshalb, weil neu erkannte Sicherheitslücken durch regelmäßige Aktualisierungen geschlossen werden.

Layout für WordPress Webseiten: Kann man wirklich alles anpassen?

Auch wenn in den modernen Themes viele Einstellungen möglich sind, kann man nicht alles per Knopfdruck individualisieren.

Der Header hat zum Beispiel 5 Einstellungsoptionen. Wem die nicht gefallen, der hat Pech gehabt. Oben habe ich davon geschrieben, dass 10% der Designwünsche nicht realisierbar sind.

Das stimmt nur zum Teil. Denn es gibt natürlich die Möglichkeit, dass ein fertiges Theme “umgestaltet” wird. Das erfordert “Programmierkenntnisse”. Eine Veränderung oder Erweiterung bestehender Webseiten-Layouts wirkt sich auf den Gesamtpreise der Webseite aus. Darum sollte man sich genau überlegen, ob Designänderungen wirklich notwendig sind.

Bekanntlich lässt sich über Geschmack streiten. Deshalb sollten individuelle Designwünsche immer überprüft werden. Steht der Nutzen im Verhältnis zu den Kosten?

Unterm Strich bin und bleibe ich ein großer Fan von fertigen Webseiten-Layouts.Ich hoffe, dass ich mit diesem langen Text etwas Licht ins Dunkel bringen konnte.

Hier finden Sie einige Webseiten-Projekte die ich mit WordPress unter Verwendung eines fertigen Layouts konzeptioniert habe.