Eigentlich mache ich Inhalte. In die „Technik“ habe ich mich nach und nach eingearbeitet. Ich kann auch nicht programmieren. Muss ich auch nicht können, weil ich WordPress nutze. Und da reicht es meistens, das Vorhandene geschickt zu nutzen. I.d.R. gestalte ich Webseiten von A-Z alleine. Das hat den Vorteil, dass ich schnell und effizient bin. Und wenn es doch mal in die Programmierung geht, dann hole ich mir Hilfe.

Als SEO- und Content-Beraterin habe ich viele Kunden, die mich speziell für die Webseitenoptimierung anfragen. Die meisten verstehen unter Webseitenoptimierung SEO. Doch für mich ist die Optimierung viel umfassender: Sie betrifft die Bereiche Content, SEO und Usability. Diese Zusammenhänge erkläre ich in diesem Artikel.

In meiner Arbeit mit den Kunden gebe ich relevante SEO- und Content-Prinzipien weiter, indem ich u. a. Strukturen erkläre und ändere, Texte bespreche, korrigiere und bestimmte Aspekte im Webdesign vermittle.

In der Regel mit gutem Erfolg. Die meisten Kunden verstehen recht bald die Zusammenhänge zwischen SEO und Content und kommen in die Handlung.

Doch nun habe ich einen Fall, wo die Webseitenoptimierung nicht optimal lief

Eine Kundin hat mich beauftragt, weil sie mit ihrer Kernleistung nicht gefunden wird und sich gern in diesem Bereich als Expertin positionieren will. Neben vielen Fehlern – der Hauptfehler war fehlender Content. Es gab nicht einen Text über diese Leistung, nicht mal eine Erwähnung, nur ein paar Bilder. Kein Wunder also, dass sie nicht damit gefunden wurde. Der SEO-Klassiker.

Wir haben über mehrere Termine gemeinsam relevanten Content erarbeitet und versucht eine Experten-Positionierung auf der Webseite zu kommunizieren. Soweit so gut. Sie war noch nicht soweit, sich von anderen (alten) Leistungen zu trennen, also tauchte ihre Kernleistung neben anderen auf, was aber in Ordnung war und der Positionierung keinen Schaden zufügte.

Mit gutem Content war die Grundlage für SEO gelegt

Im Herbst wollten wir weitermachen.

Ich habe ihr dann einen Zwischenstand über ihr Ranking gesendet und daraufhin erfahren, dass ihr die Webseite jetzt nicht mehr gefällt und sie gerade an einem Neudesign sitzt. Auf Nachfrage hat sie mir bestätigt, dass sie ein anderes Theme von ihrem bisherigen Themeanbieter genommen hat, was aus meiner Sicht keine optimalen SEO-Voraussetzungen hat. Deshalb arbeite ich mit Themes, die sich in Sachen SEO bewährt haben, Enfold zum Beispiel. Aber das nur am Rande

Gestern habe ich auf ihre Webseite geschaut und ich habe mich sehr gewundert. Vor allem im Punkt Usability hat die Webseite jetzt deutliche Schwächen.

Was Usability mit SEO zu tun hat und was Webseitenoptimierung ist

Was hat nun SEO mit Usability zu tun? Ganz einfach ausgedrückt:

SEO ist ein Versprechen. Content ist die Lieferung. Usability die Verpackung.

Kuriose Schrift, schlecht lesbar ohne Kontrast

Kuriose Schrift, schlecht lesbar, ohne Kontrast.

Google achtet inzwischen sehr stark darauf, dass die Webseite einen hohen Kundennutzen hat. Usability ist der Fachausdruck für den Kundennutzen. Eine gute Usability macht es dem Besucher deiner Webseite einfach, alle gewünschten Informationen zu erhalten und sein Ziel zu erfüllen. Ein Beispiel: Ein User, der mehr über Suchmaschinenoptimierung erfahren möchte, wird danach im Internet suchen. Er klickt auf ein Suchergebnis und ERWARTET, dass er alle relevanten Information auf dieser ihm ausgelieferten Webseite findet. Findet er die Informationen nur auf Umwegen oder gar nicht, dann ist die Webseite nicht sehr nutzerfreundlich.

Jeder, der die Google Search Console benutzt, kennt die Hinweise, die sich auf die Usability der Webseite beziehen. Usability ist ziemlich komplex. Hier spielen hochwertiger Content, SEO, Webdesign, Technik und verkaufspsychologische Aspekte zusammen. Es ist ein bisschen wie Schni-Schna-Schnuck. Ein Aspekt sticht den anderen. Ein Beispiel: Auch wenn deine Texte perfekt suchmaschinenoptimiert sind, mit einer schlechten Usability wird deine Webseite niemals gut ranken. Nicht im Jahr 2020.

Kommen wir noch mal auf das Versprechen zurück. Wird die Webseite in den SERPs für eine bestimmte Frage / Anforderung gefunden, dann erwartet der User, dass die Webseite die Antwort liefert. Er will gut lesbare Texte, die ihm auf schnellstem Wege die Antwort auf seine Suche liefern. Usability und SEO gehen Hand in Hand, weil wer zwar gefunden wird, aber dann nicht „liefert“, bekommt auch keine Leads.

Und ich sage es mal so hart, wie ich es denke:

Kreativität hört da auf, wo die Usability darunter leidet.

Und da gibt es ganz klare Regeln. Besonders im Webdesign gilt: Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Meistens stimmt das Design mit der anvisierten Zielgruppe nicht überein. Das ist aber ein anderes Thema, für einen anderen Artikel. Heute geht es um gravierende Fehler im Webdesign, die sich auf die Usability der Webseite auswirken. Weboptimierung kann also ganz unterschiedliche Aspekte beinhalten.

Was ist also passiert?

Ja, die SEO-Texte sind noch da. Irgendwie. Dabei sind vor allem Überschriften und Seitentiteln wichtig und man sollte nicht irgendwelche „modernen“ Wordings benutzen. Nicht, wenn der User aus der  Provinz mit ganz anderen Begriffen sucht. Schlimmer ist allerdings, dass die Texte nicht richtig gut präsentiert werden.

Und weil ich auf der Webseite so viele Usability-Fehler gefunden habe, möchte ich die wichtigsten mit der Welt teilen.

19 Tipps wie du deine Webseite für mehr Usability optimierst

(1) Ein gutes Logo

Ein gutes Logo ist tendenziell eher schlicht. Es lässt sich ohne Verlust vergrößern und verkleinern. Und wenn es eine Wortmarke ist, dann muss die gewählte Schrift auch lesbar sein. Die einzige Ausnahme gilt für Unterschriften. Die dürfen etwas verschnörkelt sein. Ich habe „etwas“ geschrieben.

(2) Keine Schriften auf Bilder

Überflüssig sind Schriften, die mit Photoshop, Canva & Co. auf Bilder gelegt werden. Menschen, die so etwas machen, arbeiten in der Regel mit einem Monitor so groß wie ein Fußballfeld. Das beschriftete Bild sieht dann am Mac mit einer Auflösung von 2304 x 1440 ganz fein aus. Und auf dem Handydisplay? Lässt sich die Schrift noch lesen? Wenn die Textbotschaften noch in eigenartigen Schriften erst auf den dritten Blick erfassbar sind, dann ist das nicht userfreundlich.

Ihr merkt es gerade: Ich halte nichts davon Textbotschaften als Bild auf einer Webseite einzubinden. Das ist verschenktes Potenzial. Vor allem wenn man die Webseite für SEO optimiert. Also wenn dein Text auf dem Bild relevante Keywords enthält oder theoretisch enthalten könnte, und du sowieso schon eher wenig Text auf der Webseite hast, dann fixiere den Text nicht auf Bildern.

(3) Verwende keine kuriose Schriftarten

Schriften auf einer Webseite sollten SOFORT lesbar sein. Deswegen ist meine Empfehlung, sich an die so genannten Webfonts zu halten. (Auch da gibt es Schriften, die sehr nah an der Nicht-Lesbarkeit sind.) Wer arg verkünstelte Schriften einsetzt, und sie dann noch als Bilder darstellt, weil es diese Font fürs Web gar nicht gibt, der macht es seinem Besucher sehr schwer, seine Inhalte zu lesen.

(4) Richtige Schriftgröße

Nicht jeder hat gute Augen. Texte sollten GUT lesbar sein, auch auf dem Handy (und vor allem da, wenn der Traffic mobil kommt). Bitte testet die Schriftgröße mit euren Eltern und Großeltern. Wenn die es nicht lesen können, dann größer machen.

(5) Bitte mit Kontrast

Nicht umsonst sagt man, dass etwas dort Schwarz auf Weiß steht, wenn etwas ganz deutlich ist. Eine hellbraune Schrift auf beigen Hintergrund ist nicht kontrastreich und widerspricht den Grundlagen guter Usability. Schwarz auf Weiß oder dunkelgrau auf Weiß oder Weiß auf dunklem Hintergrund, aber niemals Hellbraun auf Beige.

(6) Die richtige Schriftstärke wählen

Zugegeben, ich mag auch feine Schriften, da wo es passt. Aber wenn die Lesbarkeit darunter leidet, dann sollte man doch besser auf die Schriftstärke „normal“ setzen.

(7) Links, die als solche gekennzeichnet sind

Im Internet muss alles schnell gehen. Meist bleiben nur wenige Sekunden, um den User mit seinem Angebot zu überzeugen. Wenn dann Links nicht gekennzeichnet und sogar als „schlecht lesbare“ Bildchen eingebunden sind, springt der User ab. Weil er nicht das findet, was er erwartet.

(8) Praktikable Kontaktformulare

Schlechte Kontaktformulare nerven. Und viele Menschen mögen auch gar keine Kontaktformulare. Abgesehen davon, dass sie im Zuge der DSGVO bestimmten Gesetzen unterliegen. Ich sage nur Datensparsamkeit. Wer dann „unnütze“ und zu viele Sachen abfragt, braucht sich nicht wundern, wenn keine Anfragen kommen. Schlechte Kontaktformulare sind ein Grund, warum Kauf- und Anfrageprozesse abgebrochen werden.

(9) Regionale Dienstleistungen, die im Content nicht verortet sind

Seit Google MyBusiness ist es leichter lokale Unternehmen zu finden. Google ist inzwischen sehr erfolgreich, die Suchintension zu erkennen und spielt mit „in Person“ meist passende Ergebnisse aus.

Doch trotzdem ist es wichtig, above the fold auf das „wo“ hinzuweisen, wenn es eine Rolle spielt. Wer hier unter Fotograf Bodensee gefunden wird, wunderbar. Aber es spielt eine Rolle, ob der Fotograf in Konstanz oder in Lindau sitzt. Denn kein Lindauer fährt nach Konstanz zum Fotografen. Ganz wichtig ist dieser Zusatz auch bei touristischen Online-Inhalten, z.B. Webseiten für Ferienwohnungen.

(10) Texte und Menüs auf Denglisch

Ich finde es sehr problematisch, wenn deutsche und englische Begriffe im Menü vermischt werden, wenn neben dem „Angebot“ ein „About me“ steht. Mein Rat: Entweder, oder!

(11) Impressum und Datenschutzerklärung an der richtigen Stelle

DSGVO. Ist nun mal so. Impressum und Datenschutzerklärung gehören auf jede Unterseite. Ich stecke sie deshalb gern in den Footer, weil sie „von jeder Unterseite erreichbar sein müssen“.

(12) Keine unbeschrifteten oder wiederkehrende Bilder im Header-Bereich

Es gibt Webseiten, die haben above the fold auf jeder Unterseite das gleiche Bild. Das heißt, man scrollt und merkt es gar nicht. Auch schlecht, wenn das Bildmotiv willkürlich gewählt ist und nichts mit dem übrigen Content zu tun hat und wenn dann das Bild nicht beschriftet ist. Vor allem bei persönlichen Leistungen, z.B. Coaching sollte, wenn above the fold ein Bild oder ein Slider benutzt werden, auch dazu stehen, wenn darauf zu sehen ist. Auch generell sollte man sich in Zeiten der mobilen Suche überlegen, ob riesige Bilder dem Handy-User einen Mehrwert bringen.

(13) Keine Bleiwüsten

Sehr unfreundlich, wenn sich unterschiedliche Content-Formate nicht wirklich unterscheiden. Wenn die Frage in einem Interview genauso dargestellt wird, wie die Antwort. Wenn die FAQ-Frage die gleiche Größe/Schriftstärke/Schriftfarbe hat, wie die Antwort.

Worauf achtet der User, wenn er einen Text liest? Auf Eyecatcher, auf Signale, die dazu beitragen, dass er sicher ist, auf der Webseite genau die gesuchten Informationen zu finden. Deswegen unbedingt ausdrucksstarke Zwischenüberschriften und einen zweiten Leseweg einfügen.

(14) Vermeide nichtssagende Überschriften

Jeder ist genervt, wenn übertriebende Überschriften, so genanntes Clickbaiting, benutzt werden. Besonders schlimm, wenn die Überschrift keinen Bezug zum Inhalt des Textes hat. Aber anders herum ist es nicht besser: Wenn die Überschrift so nichtssagend ist, dass man als User nicht ableiten kann, welche Infos sich im Textabschnitt darunter befinden. Es muss schnell. 4 Sekunden. Und hopp ist der User weg.

(15) Keine Inselinformationen

Hier ein bisserl Info, da ein bisserl Info. Wo standen die Preise noch? Wo waren die Öffnungszeiten? Wer es seinen User so schwer macht, dass dieser sich wichtige Information mühsam zusammenklauben muss, der braucht sich nicht wundern, wenn der User genervt aufgibt und die Webseite verlässt.

(16) Missachtung der Nutzererwartungen

Das ist echt ein wunder Punkt, über den ich schon ganz oft referiert habe. Der User, also du, ich, Oma und dein Kollege, surfen nicht nur auf deiner Webseite. Sie schauen sich hunderte Webseiten an und haben dadurch eine bestimmte Erwartungshaltung. Zum Beispiel erwarten User, dass das Menü im Headerbereich ist. Dass sich dort auch ein Kontaktbutton befindet. Dass in einem Shop der Bestellprozess nach einem bestimmten Ablauf erfolgt. Dass wichtige Informationen im oberen Bereich der Webseite stehen. Du bist nicht besonders kreativ, wenn du das Menü in den Footer steckst oder wenn sich alle relevanten Informationen im unteren Teil der Webseite befinden. Wenn du above the fold nicht das schreibst, was den User auf deiner Webseite erwartet. Ich schreibe es noch mal: Kreativität hört auf, wo die Usability der Website beeinträchtigt wird.

(17) Page Speed

Langsame Webseiten nerven. Auch ich habe damit oft eine Baustelle. Aber zwischen langsam, etwas langsam und mega langsam gibt es große Unterschiede. Und bitte schau, ob deine User per Handy oder per Desktop auf deiner Webseite surfen. Wenn deine Webseite mobil mega langsam ist und 80% deiner Kunden über mobil kommen, dann solltest du tätig werden.

(18) Wenn Inhalte durch andere Inhalte verdeckt werden,

Bitte checke deine Webseite, ob deine Webseite mit allen Geräten gut aussieht. Wenn z.B. das Logo durch ein Hamburger Menue verdeckt wird, dann ist das schön und verunsichert den User.

(19) Contents, die von alleine starten

Nervt dich auch, wenn auf einmal eine Musik losdudelt oder wenn ein Filmchen automatisch startet. Dann verstehen wir uns. Es ist definitiv ein Minuspunkt in Sachen Usability, wenn bestimmte Dinge auf der Webseite ohne meinen Wunsch starten.

In diesem Artikel findest du noch weitere Usability-Tipps.

Fallen dir noch mehr Punkte auf, die an einer Webseite nerven? Dann schreibe mir. Ich nehme sie gern in die Liste auf.

Wenn du wissen möchtest, wie deine Webseite auf andere wirkt, dann schau doch mal zu meinem Content-Check.

 

Gestern habe ich mit Michael Elbs über die Möglichkeiten gesprochen, WhatsApp auf der Webseite einzubinden und als weiteren Kanal der Kontaktaufnahme zu nutzen. Michael Elbs ist einer von wenigen Experten, die sich mit der der geschäftlichen Nutzung von WhatsApp beschäftigen. Neben seiner Arbeit als Dozent und Autor für verschiedene Magazine, berät er Unternehmen bei der Einführung von WhatsApp und anderen digitalen Kommmunikationsprozessen.

Michael, jeder nutzt WhatsApp privat, aber es herrscht große Unsicherheit, was die geschäftliche Nutzung angeht. Warum ist das so?

Michael Elbs

Michael Elbs

Einen großen Anteil dieser Verunsicherung hat die Umsetzung der DSGVO vor 2 Jahren beigetragen. Auch zurecht.

Denn wir wissen alle, dass WhatsApp zu Facebook gehört und Facebook nicht zimperlich mit der Weitergabe und Nutzung unserer Daten ist. Doch schon bald hat WhatsApp erkannt, dass sie in Sachen Datenschutz aktiv werden müssen und so wurde WhatsApp-Business entwickelt.

Was genau ist WhatsApp Business?

WhatsApp Business ist eine App, die entweder auf dem Telefon oder auf einer separaten Box installiert werden kann und völlig unabhängig vom „normalen“ WhatsApp funktioniert. Der Kunde kann dann mit seinem normalen (privaten) WhatsApp mit der Fima chatten, ohne dass die privaten Kontaktdaten aus dem Telefonbuch weitergegeben werden.

Und wie unterscheidet sich WhatsApp Business vom privaten WhatsApp?

Die App ist umfangreicher. Es können z.B. Profileinstellungen vorgenommen werden, die beim normalen WhatsApp nicht möglich sind. Auch sehr interessant sind die Schnellantworten. Diese Funktion kann vielerlei Geschäftsprozesse erleichtern und das Tippen ersparen. Technisch bietet WhatsApp Business die Möglichkeit den Informationspflichten, welche die DSGVO fordert, gerecht zu werden. Daher empfehle ich unbedingt WhatsApp Business in der Geschäftskommunikation zu nutzen, und nicht die Privatanwendung. Neben WhatsApp kann ich zusätzliche Vorkehrungen treffen, die Kontakte zu schützten. Das kann durch z.B. mit einer vorgeschalteten Website realisiert werden.

Das heißt, wenn ich WhatsApp auf der Webseite einbinde, ist das 100% datenschutzkonform?

Wahrscheinlich nicht 100%, aber zumindest so, dass WhatsApp-Business für die normale Businesskommunikation einsetzbar ist. So wie auch bei anderen Anwendungen im Web- und Kommunikationsbereich die datenschutzrechtlichen Vorgaben in der Theorie und in der Praxis teilweise noch nicht übereinstimmen. Dieses Gesetz wurde von Juristen gemacht und die technische Umsetzung hat seine Tücken. So ist z.B. immer noch nicht eindeutig geklärt, ob die Cookie-Meldung auf der Webseite Pflicht ist und für welche Cookies die Zustimmung des Users eingeholt werden muss. Trotzdem lohnt es sich WhatsApp auf der Webseite einzubinden.

Du kommst aus dem Handwerksbereich. Für welche Zielgruppen lohnt der Einsatz von WhatsApp Business?

Da gibt es eine ganze Reihe von Branchen und Unternehmen, die von der schnellen Kommunikation mit WhatsApp profitieren würden. Allen voran Handwerker, die viel unterwegs sind. Aber auch für Dienstleistungsunternehmen, so wie Deine Content- und SEO-Arbeit oder für den Einzelhandel bringt die Nutzung von Business WhatsApp Vorteile.

Nenne mal einige Beispiele, wo WhatsApp-Business die Kommunikation erleichtert.

Handwerker werden z.B. immer wieder die gleichen Dinge gefragt. Der Installateur oder der Frisör könnten sich Angebote als Schnellantworten hinterlegen und sofort heraussenden. Bots könnten mit den Kunden kommunizieren und die Anforderungen weiter differenzieren.

Wie kann ich WhatsApp auf der Webseite einbinden?

Idealerweise hinterlegst Du ein Icon und verlinkst auf WhatsApp Business. Wegen der Informationspflicht über den Datenschutz, musst Du noch eine Informationsseite zwischenschalten.

Du hast anfangs gesagt, dass man WhatsApp Business auf dem Handy oder auf einer Box installieren kann. Was hat es mit der Box auf sich?

Eine Box, ich nenne sie BOXY eignet sich für Unternehmen, wo u.U. WhatsApp Business von mehreren Personen bedient werden soll. Oder wenn man WhatsApp mit einer Tastatur und einem Bildschirm nutzen möchte, unabhängig vom eigenen Rechner. Diese Box wird dann z.B. in der Telefonzentrale oder am Empfang installiert und kann von jedem, der an diesem Arbeitsplatz arbeitet, bedient werden.

Kriege ich das selber hin?

Naja, das kommt darauf an. Wer sich mit Technik auskennt, kann die Box selber einrichten. Ansonsten komme ich gern vorbei oder helfe via Remote. Ich bin flexibel. Lacht

Du sagst, es gibt viele Möglichkeiten WhatsApp geschäftlich zu nutzen. Wie erfahre ich davon?

Ich biete regelmäßig Schulungen an und plane gerade auch einen Onlinekurs. Wichtig ist, dass wir die Unternehmensprozesse anschauen und dann die Möglichkeiten ausloten. Das ist ganz individuell und hängt von vielerlei Faktoren ab, z.B. welche ERP Software genutzt wird und wie erklärungsbedürftig Produkte und Leistungen sind.

Zum Schluss noch, was ist Deine Lieblingsanwendung in WhatsApp?

Bots, denn ich bin stinkfaul, wie die meisten in der IT-Branche. Mit einem Bot lassen sich Kommunikation und Prozesse automatisieren. Das heißt, dass ich nicht selbst schreiben muss.

Mehr über Michael Elbs und seine Arbeit erfahrt Ihr auf seiner Webseite.

Meistens werde ich zu meinen Blogbeiträgen von Kunden inspiriert. So auch diesmal. Es gibt Märchen über Webseiten-Erstellung, denen ich Tag für Tag begegne. Heute will ich sie alle ins Märchenland schicken.

Ich lasse eine Webseite programmieren.

Ach ja. Die liebe Technik. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass eine Webseite programmiert wird. Die schnelle Antwortet lautet. Ja, aber Du hast damit nichts zu tun. Wenn Dir das nicht ausreicht, dann hier meine ausführliche Erklärung:

Für eine moderne Webseite verwendet man heute i.d.R. ein CMS (Content Management System). Das CMS bildet den technischen Rahmen für die Webseiten-Erstellung.

Das Märchen mit der programmierten Webseite hält sich auch deshalb so lange, weil die Installation des CMS unter „Programmierung“ fällt. (Ja, das kann sein. Manche CMS sind schon anstrengend, aber WordPress zum Beispiel wird „nur“ installiert.)

In der Tat wurden die CMS irgendwann mal programmiert und werden ständig von Programmierern weiterentwickelt. Aber Du hast nichts damit zu tun und musst das auch nicht bezahlen. Oder wenn, dann nur anteilig.

Um ein CMS zu bedienen, bedarf es eigenlich keiner Programmierkenntnisse. Eigentlich heißt: Es kommt auf das CMS an und darauf, was die Webseite können soll. Also, wenn es sich um eine „normale“ Unternehmenswebseite handelt, dann brauchst Du i.d.R. keine Programmierkenntnisse. Programmieren wird notwendig, wenn man den vorhandenen technischen Rahmen verändern muss, weil er Deinen Anforderungen nicht genügt. Ein Beispiel wäre, dass man einen eigenen Rechner auf der Webseite benötigt, damit sich Kunden den Preis für ein Produkt selbst ausrechnen können. So ein Rechner muss dann programmiert werden.

Deshalb: In den allermeisten Fällen wird eine Webseite NICHT programmiert.

Doch um eine Webseite zu erstellen, braucht es trotzdem Fachwissen.

Doch dazu gleich noch mehr…

Das Design der Webseite wird vom Grafiker erstellt.

Grundsätzlich ja, aber für die meisten Projekte braucht man keinen Grafiker. Wenn Du nicht gerade sehr außergewöhnliche Layout-Wünsche hast, dann empfehle ich die Verwendung von fertigen Layouts, die individuell angepasst werden können. Das spart Kosten und Zeit. Einen Grafiker braucht man für ein gescheites Logo und für das Design von Printprodukten. Für das Layout von Webseiten nur, wenn man sich das auch leisten kann und will.

Die Texte für die Webseite kann ich selber schreiben.

Volle Zustimmung, wenn Du beruflich als Texter arbeitest und in der Lage bist, für die Suchmaschine optimierte Texte zu schreiben. Falls nicht, dann überlasse das Texten einem Profi.

Texte sind Content. Texte können Fließtexte sein, aber auch Stichwortlisten, FAQs oder Whitepaper.

Wer heute eine ansprechende Webseite gestalten will, der wird sich unterschiedlichster Content-Elemente bedienen, abhängig von Zweck und Zielgruppe der Webseite. Ich bitte meine Kunden zumeist, mir den Content in Form von Stichpunkten zu liefern. Ob dieser dann als Fließtext oder in anderen Content-Formaten auf die Webseite kommt, entscheide ich abhängig von individuellen, auf das Projekt bezogenen Kriterien.

Wenn ich die Webseite selber mache, dann spare ich Geld.

Nur wenn Du Deine Zeit ausklammerst und jede Menge Web-Knowhow besitzt. Ich habe mich schon in verschiedenen Artikel darüber ausgelassen, ob es möglich ist, eine Webseite selber zu gestalten. Das Fazit heißt: In seltenen Fällen. Hier habe ich auch mal aufgeschrieben, was eine Webseite kosten könnte. Um eine Webseite zu gestalten braucht es u.a. folgendes Knowhow:

  • Technisch, im Sinne von Sicherheit, Performance, CMS und SEO (nicht programmieren)
  • inhaltlich, wie bringe ich relevante Inhalte auf die Webseite und
  • strukturiere sie so, dass der Kunde sie findet und damit es anfangen kann,
  • SEO – wie präsentiere ich die Inhalte, dass Google sie versteht,
  • rechtlich: Wie kann ich die Richtlinien der DSGVO umsetzen,
  • visuell, wie Inhalte harmonisch angeordnet werden.

Der größte Kostenfaktor in der Webseitenerstellung ist die Zeit.

Wer beruflich Webseiten gestaltet, ist einfach schneller. Also wenn ich die Webseite gestalte, bin ich viel, viel schneller, als wenn ein Laie sie selber macht.

Die Webseite selber machen spart nur dann Geld, wenn Du viel Zeit hast, die nichts kostet und wenn Du über ein Basiswissen im Punkt Webseitengestaltung verfügst.

Eine Webseite muss vor allem schick sein.

Das Wichtigste an der Webseite ist der Content. Also das, was draufsteht. Das soll nicht heißen, dass es egal ist, wie die Webseite aussieht.

Doch wie hängen Design und Inhalt zusammen?

Also der Inhalt ist das A und O. Der Inhalt ist abhängig von Zweck und Zielgruppe. Ein Content-Konzept mit Fokus auf die Erfordernisse der Suchmaschinenoptimierung ist quasi der Schlüssel für eine gescheite Webseite. Wie ich den Content erstelle, habe ich hier mal aufgeschrieben. Und dann haben wir schon einen wichtigen Punkt.

Die Webseite muss der Zielgruppe gefallen.

Ich sage das auch gern zu meinen Kunden: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Ganz oft habe ich schon eine schicke Webseite gestaltet und mein Kunde hat sie dann verschlimmbessert. Klar, Design ist Geschmacksache, aber im Webdesign gibt es Trends und maßgebende Kriterien, welche Wirkungen bestimmte Content-Formate erzielen. Die sollte man beachten.

Ein einfaches Beispiel: Wenn ich eine Webseite für eine Kinderarztpraxis erstelle, sollte die Webseite farblich auf die Zielgruppe Kinder und Eltern abgestimmt sein. Bilder von Kindern im Wartezimmer wären perfekt und Text-Content, der den Anforderungen der Zielgruppe Eltern gerecht wird.

Content und Design gehen also Hand in Hand.

Doch wenn der Content nicht stimmt, kann die Webseite noch so schick sein. Wenn der Kunde nicht findet, was er sucht und nicht emotional angesprochen wird, dann springt er ab. Auch bei einer schönen Webseite.

Das Teuerste an einer Webseite ist die Technik.

Nö. Nur wenn Du außergewöhnliche technische „features“ benötigst. Unter Punkt 1 hatte ich einen eigenen kleinen Rechner auf der Webseite erwähnt. Ich hatte noch nie ein Projekt, bei dem die Technik-Kosten, die Content-Kosten überholt haben.

Der größte Kostenblock ist die Contentarbeit. Dabei geht es vor allem darum, die Positionierung und das USP herauszuarbeiten, die Leistungen bzw. das Angebot klar darzustellen und anhand von verschiedenen weiteren Content-Elementen Vertrauen zu erzeugen, so dass der User zum Kunden wird.

Ganz klar, bei einer Webseite (kein Shop, keine eigene Programmierung) ist die Content-Erstellung im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung immer der größte Kostenfaktor. Denn zur Content-Erstellung zählen auch das Fotokonzept und einzelne Content-Formate, die z.B. für eine Automatisierungsmaßnahme erarbeitet werden.

Das heißt, die Kosten für eine Webseite sind vom Umfang des Contents abhängig. Je mehr Inhalte präsentiert werden, umso teurer wird die Webseite. Der Kostenblock „Technik“ bleibt ja mehr oder weniger gleich und ist fast unabhängig von der Menge des Contents.

Es sei man muss die Webseite programmieren ;-)

Kennst Du noch andere Aussagen zum Thema Webseiten-Erstellung? Gern kannst Du mir schreiben und dann testen wir, ob sie in das Märchenland gehören.

Wer sich mit seinem Angebot im Internet hervorheben will, braucht eine authentische Webseite. Doch wie kann man das umsetzen? Was sind die Tricks, um eine Webseite authentisch und genau passend zu gestalten?

Immer wieder merke ich, dass neibe content-basierte Arbeitsweise „besonders“ ist. Daher habe ich heute mal aufgeschrieben, wie ich vorgehe. Vielleicht adaptierst Du auch für Dich diesen Prozess?!

Mein content-basierter Prozess für authentische Websites.

Wenn ich mit einem Projekt beginne (das kann eine neue Webseite sein, aber auch ein vorhandene, die überarbeitet werden soll) mache ich mir zwei Dinge klar.

  • Für wen ist diese Webseite gemacht?
  • Und welchen Zweck verfolgt sie?

Die Voraussetzungen sind ganz unterschiedlich. Aber das genau ist das Spannende an der Content-Arbeit.

Ich habe Kunden, die bringen mir ein ausgefeiltes Marketingkonzept inklusive Zielgruppenanalyse gleich mit. Andere haben nie über ihre Zielgruppen nachgedacht. Einige wehren sich auch gegen das ganze „Marketingzeug“, denken es geht ohne. Aber nein. Die Zielgruppenanalyse ist extrem wichtig.

Für die Erstellung gehe sehr strukturiert vor und frühstücke alles ab, was im Marketing wichtig ist: Ist-Analyse, Konkurrenzanalyse, Zielgruppen, Marketingziel, USP / Positionierung, Marketing-Controlling…  Nur so kann eine authentische Webseite mit guten Inhalten entstehen. Jeder Webseite liegt ein Marketingkonzept zu Grunde.

Unterschiedliche Zielgruppen für die Website

Nehmen wir zum Beispiel diese Webseite für eine Ergotherapiepraxis. Ich habe mit dem Kunden zum Beispiel folgende Zielgruppen herausgearbeitet.

  • Angehörige und Eltern von Menschen mit Therapiebedarf
  • erkrankte Menschen mit Therapiebedarf
  • Menschen, die etwas „im Allgemeinen“ für Ihre Gesundheit tun möchten
  • Sportler für das Produkt „Tauchkammer“
  • Unternehmer, die sich für Neurofeedback als Maßnahme im BGM interessieren
  • potenzielle Mitarbeiter

Diese Zielgruppen haben nichts gemeinsam: Es handelt sich um Eltern von Kleinkindern, ältere Menschen, Burnout-Patienten, Leistungssportler, Schulabgänger, Schlaganfallpatienten, an MS Erkrankte …

Wie unterschiedliche Anforderungen den Zweck der Website bestimmen

Diese ganz unterschiedlichen Zielgruppen mit individuellen Bedürfnissen möchten auf ihre Fragen auf der Webseite Antworten finde. Jeder hat andere Anforderungen an die Webseite:

  • Informationen über Therapieformen, wie z.B. Neurofeedback (z.B. Eltern von ADS Kindern)
  • Informationen über die Praxis im Allgemeinen, aber auch über Philosopie und Stil (z.B. Angehörige von Schlaganfallpatienten)
  • Kontaktinformationen und Adresse (alle Zeilgruppen)
  • Informationen über die Arbeit eines Ergotherapeuten (potenzielle Bewerber)

Diese Liste ließe sich jetzt weiterführen. Meine wichtigste Content-Überlegung ist also:

Wofür interessiert sich der Besucher?

Das heißt für mich, dass ich immer versuche in die Rolle der Zielgruppe zu schlüpfen und zu überlegen, was mich in diesem Fall interessieren würde.

Da ich mich meistens nicht auskenne, habe ich viele Fragen.

Fragen sind die Grundlage für guten Content.

Meistens arbeite ich mit Fragekatalogen, in denen ich alle Bereiche abhandle: Persönlicher Werdegang, Angebot, Unternehmen. Diese Fragebögen können je nach Umfang der Webseite und Thema zwischen 5 und 50 Fragen beinhalten.

Diese lasse ich mir von meinem Kunden beantworten. Am liebsten per Audio-Format. Das geht für alle am schnellsten. Gleichzeitig kann ich unabhängig von Ort und Zeit schwierige Sachverhalte mehrmals anhören. Auch Wording, Sprachstil, Emotionen kann ich so besser einfangen.

Aus dem Content ergibt sich die Struktur.

Ich sammle den Content, bewerte ihn und erst dann beginne ich an der Struktur zu arbeiten.

Das ist wie ein Puzzle, dass sich langsam zusammenfügt.

Und dieses Vorgehen unterscheidet sich von dem meiner Kollegen. Die meisten beginnen mit einer erdachten Struktur und beginnen dann diese mit Inhalt zu füllen. Bei dieser Vorgehensweise schleichen sich häufig Content-Fehler ein.

Ich arbeite genau anders herum. Je nach Menge der Texte, Bilder, Videos, alles zählt dazu, strukturiere ich die Webseite. Jedes Projekt ist anders, jede Struktur individuell.

Allerdings gibt es einige Pflichtseiten, wie die Kontaktseite, Impressum, Datenschutzerklärung … Auch eine Über-mich– oder Über-uns-Seite ist ein Muss. Wie die dann aussieht, ergibt sich aus dem Prozess.

Eine Struktur der Website lege ich erst an, wenn ich Ziel, Zielgruppen und den Content verstanden habe.

Auf  Wireframes und / oder Mockups verzichte ich meistens. Ich arbeite intuitiv. Meine Webseiten entstehen zuerst in meinem Kopf.

Manchmal kommt es vor, dass Kunden eine Webseite wie xy haben möchten. Dann versuche ich herauszufinden, was dem Kunden an der xy-Seite so gut gefällt. (Oft sind es Bilder und Farben, selten etwas Inhaltliches.)
Wenn es eine schicke Webseite ist, versuche ich einige Elemente in meine Arbeit zu integrieren.

Aber in der Regel verzichte ich darauf, mich an anderen Webseiten zu orientieren.

In meiner Arbeit geht es darum, dass alle Fragen des potenziellen Besuchers, so weit wie möglich, beantwortet werden.

So entstehen authentische Webseiten, Unikate, die ihre Aufgaben erfüllen.

Hier meine Tipps für authentische Webseite:

  • Versuche alle Zielgruppen für die Webseite zu definieren.
  • Schreibe die Fragen auf, die diese Zielgruppen zu dem Webangebot haben könnten.
  • Definiere ein Ziel der potenziellen Webbesucher. Was sollen Sie? Dich anrufen, ein Formular ausfüllen…?
  • Schreibe Inhalte so, dass sie ein 4-jähriges Kind versteht.
  • Beantworte mit dem Inhalt alle Fragen der potenziellen Zielgruppen.

Wenn Du Fragen zur content-basierten Vorgehensweise hast, schreibe mir.

 

Wir schreiben 2019. Und trotzdem: Viele Webseiten gleichen eher einem Irrgarten. Dabei ist doch eine authentische, professionelle Präsentation des Unternehmens so wichtig. In diesem Artikel habe ich die häufigsten Content-Fehler auf einer Webseite auseinandergenommen. Gleichzeitig habe ich unter jedem Fehler einen Tipp, wie man es besser machen kann.

1. Zu wenig (relevanter) Inhalt

Letztendlich willst Du Dich doch auf der Webseite von Deiner besten Seite zeigen. Oder? Deshalb wundere ich mich immer wieder, wie viele mit Content geizen. Ohne jetzt ins Eingemachte zu gehen, aber Du solltest versuchen mit dem Inhalt Deiner Webseite die Fragen Deiner Kunden ausführlich zu beantworten. Dazu gehören:

  • Alle notwendigen Erklärungen, was Du anbietest,
  • wer Du bist,
  • warum der User bei Dir buchen / bestellen / kaufen soll.
  • Wo er wie und was kaufen / bestellen kann.
  • Und natürlich Kontaktdaten.

Und nicht falsch verstehen, es geht nicht darum viel im Sinne von „Menge“ zu schreiben. Du solltest präzise die Erwartungen der Besucher erfüllen. Voraussetzung ist natürlich, dass Du Dich mit dem Ziel und der Zielgruppe Deiner Webseite auseinander gesetzt hast.

Mein Tipp: Um den ersten Content-Fehler zu vermeiden, lass Deine Website von jemanden überprüfen, der sich mit Deinem Business nicht auskennt und (idealerweise kennt er Dich auch nicht). Frage ihn oder sie, ob alle für den Abschluss relevanten Informationen vorhanden sind.

2. Geschwafel

Jeder, der mich kennt, kennt meinen Lieblingssatz, der da lautet: Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Wahlweise kannst Du Mensch durch Kunde, Patient oder Mitarbeiter ersetzen.

Würg.

Früher wurde zwar mehr geschwafelt als heute, aber noch immer gibt es Webtexte, die aus Floskeln und nichtssagenden Sätzen bestehen. Vielleicht kennst Du das? Man liest einen Satz und weiß gar nicht worum es geht.

„Blabla bietet die besten Voraussetzungen für eine sichere Zukunft. Dabei steht immer der Mensch im Vordergrund.  Blabla steht für Teamgeist, kooperative Führungskultur und individuelle Förderung. Ganz gleich, ob Sie noch am Anfang Ihres Berufsweges stehen oder ein neues berufliches Zuhause suchen: Willkommen bei Blabla.“

Diesen Satz habe ich nicht er-funden, sondern bei Google ge-funden.

Um welches für ein Unternehmen handelt es sich?

Dieser Satz trifft auf drölftausend Unternehmen zu.

Hier geht es zu Auflösung

Mein Tipp: Schreib so konkret wie möglich und verzichte auf Geschafel. Um den obigen Text zu nehmen, beschreibe doch konkret, wie die kooperative Führungskultur aussieht und was mit individueller Förderung gemeint ist. Und wenn es nichts Spezielles gibt, dann lasse es besser weg.

Jede Leistung, die austauschbar ist, verwässert Deine Marke. Also entweder Du schreibst konkret, und im Sinne eines Alleinstellungmerkmals, oder Du schreibst gar nichts.

3. Understatement

Tue Gutes und rede darüber. Das sagt sich so leicht, aber nicht jeder kann das gut umsetzen. Ein Qualitätsführer für eine Dienstleistung sollte z.B. schreiben, auf welche Qualitätsmerkmale er Wert legt und wie sich das für Kunden äußert. Oder eine Heilpraktikerin, die sich auf Akkupunktur bei Rückbeschwerden spezialisert hat, sollte nicht nur „Akkupunktur“ scheiben, sondern konkret, welche Wirkungen die Akkupunktur bei Rückbeschwerden haben KANN. (Achtung: Ein Heilversprechen darf man als HP natürlich nicht abgeben.)

Also versuche Deine Leistungen, Dein Angebot vollständig zu beschreiben und Deine Marke mit allen Einzelheiten darzustellen. Darunter zählen auch gewonnene Auszeichnungen, Zertifikate, aber auch Kundenreferenzen, Presseartikel und Mitgliedschaften.

Mein Tipp: Sprich mit jemanden darüber, was Dich und Deine Marke ausmacht. Versuche alle Aspekte Deiner Marke im Content darzustellen, ohne zu übertreiben.

4. Übertreibung

Der Gegenspieler von der Untertreibung ist die Angeberei. Die ist weniger häufig, aber auch Übertreiberei schadet und vergrault Kunden. Deshalb solltest Du drastische Streigerungen, wie „wir sind die besten“, „wir waren die ersten“, als „einziges Unternehmen“… vermeiden. Auch Leistungsversprechen können als Angeberei rüberkommen. „Wir garantieren Ihnen“  oder „Mit uns haben Sie innerhalb von 4 Wochen mehr Umsatz“.

Übertreibung ist auch ein Content-Fehler.

Mein Tipp: Versuche Deine Leistungen und Deine Marke so zu kommunizieren, dass sie authentisch und ehrlich präsentiert werden. Eine besonderes Angebot kann zum Beispiel aus der Sicht eines anderen kommuniziert werden, z.B. „Patienten berichten, dass es ihnen nach der xy-Behandlung schon nach wenigen Tagen besser ging.“ Das klingt weniger arrogant.

5. Der falsche Inhalt

Das ist gar nicht so selten. Jemand bietet etwas an, aber auf der Webseite steht etwas ganz anderes. Weil der Inhalt nicht aktuell ist oder weil sich der Webseiten-Betreiber gar nicht klar ist, was er eigentlich anbietet und womit er sein Geld verdienen will.

Auch irreführende Bilder können diesen Fehler erzeugen. Also Bilder, die weder zum Business, noch zu Dir passen. Stichwort Stockbilder.

Mein Tipp: Vergleiche ganz genau, was auf der Webseite steht und ob es das ist, womit Du gefunden werden willst. Achte bei Bildern, ob Sie Dich und Dein Unternehmen repräsentieren. Die Investition in ein professionelles Shooting rechnet sich meistens.

6. Fehler

Das passiert jedem. Auch mir. Und gar nicht so selten. Ich schaue auf die Webseite und bäng! schon springt mir der erste Tippfehler ins Auge. Mir passiert das, wenn ich Sätze umstelle. Dann bleiben manchmal Reste des alten Satzes stehen und das ganze Konstrukt passt nicht mehr. Und je öfter ich einen Text lese, um so weniger fallen mir Fehler auf. Erst wieder, wenn der Text nicht mehr frisch ist… :-(

Auch falsche Verlinkungen zählen dazu. Deshalb vorsicht, wenn Du Beiträge und Permalinks löschst. Ein 404-Fehler ist für den Besucher meistens ein triftiger Grund Deine Webseite zu verlassen. Auch fehlerhafte Kontaktdaten oder Bildunterschriften sind nicht gerade vertrauenserweckend. (Technische Fehler klammere ich hier bewusst aus.)

Mein Tipp: Texte der Webseite ausdrucken und jemanden „Fremdes“ drüber lesen lassen.

7. Liebloser Content

Das ist leider ganz oft so! Die meisten Webinhalte sind zusammengewurschtelt. Die Azubine (Nichts gegen Auszubildene!) hat die Texte für die neue Webseite geschrieben, oder die Sekretärin, und herausgekommen ist ein nichtsagendes Blabla, was vor Floskeln trieft. Dabei kommt es bei Webinhalten auf Einzigartigkeit an und dass die Texte kurz, präzise und leicht zu konsumieren sind.

Mein Tipp: Engagiere einen Texter, jemanden, der wirklich gute Texte schreiben kann. Sich auch mit suchmaschinenoptimierten Texten auskennt.

8. Unprofessioneller Inhalt

Auch das kommt leider vor: Unprofessionelle und falsche Inhalte. Manchmal steckt gar keine böse Absicht dahinter.

Es kann aber auch sein, dass Google an der Nase herumgeführt werden soll und Besucher mit „falschen Versprechungen“ auf die Webseite gelockt werden. Falsche Referenzen, geklaute Texte und Bilder oder eine zusammengelogene Leistungsbeschreibung – wie auch immer – früher oder später fliegt das auf.

Mein Tipp: Google wird immer schlauer und merkt sich, wenn Besucher sofort wieder wegklicken. Deshalb prüfe, ob der Content professionell ist.

9. Unklarheit

Unklar ist eine Webseite i.d.R. dann, wenn die Texte schlecht sind, also wenn alle oben genannten Content-Fehler gemacht wurden.

Das Thema Webtexte erwähne ich immer wieder, weil es so wichtig ist. Unklarheit passiert, wenn

  • die Texte unverständlich sind, vor allem wenn schwierige Sachverhalte nicht gut erklärt werden,
  • die Texte keinen roten Faden haben und man sich fragt „Was will uns der Autor sagen?“,
  • Inhalte nicht in einen Zusammenhang gebracht wurden,
  • Leistungen, Angebote und andere Inhalte nicht klar voneinander abgegrenzt werden und
  • wenn USP und Positionierung nicht deutlich gemacht werden.

Mein Tipp. Lass Texte vom Profi schreiben oder zumindest redigieren. Wer an Webtexten spart, spart an falscher Stelle.

10. Kuddelmuddel

Kuddelmuddel entsteht häufig bei einer schlechten Menüführung. Vor allem größere Webseiten müssen so strukturiert sein, dass der User die Antworten auf seine Fragen schnell und ohne viel zu klicken findet. Kuddelmuddel ist die Folge, wenn eine Webseite unstrukturiert wächst oder eine ehemals strukturierte Webseite, unstrukturiert verändert wird.

Deshalb muss die Web-Struktur immer wieder an die tatsächlichen Inhalte angepasst werden.

Mein Tipp: Schreibe Dir mal das wichtigste Ziel Deiner Webseite auf. Und dann zähle, wie oft der User klicken muss, um dieses Ziel zu erreichen.

Vom Rat jemanden Fremdes auf die Webseite gucken zu lassen.

Kann ein Außenstehender die Qualität einer Webseite einschätzen? Leider nur bedingt. Viele Prozesse im Such- und Klickverhalten laufen automatisch ab. Das heißt, einem Laien fallen die meisten Content-Fehler gar nicht auf.

Ein Laie kann Tippfehler und Rechtschreibfehler finden. Auch Linkfehler.

Aber der Laie lässt sich leicht von Layout blenden. Sind die Bilder schön, gefällt auch die ganze Webseite. Das habe ich in meiner Arbeit ganz oft erlebt.

Dass die Webseite nicht gefunden wird und keine Anfragen hervorbringt, kann der Laie gar nicht prüfen.

Eine schöne Webseite ist nicht automatisch eine gute Webseite.

Deshalb lasst Bekannte, Freunde oder Kollegen nach Tipp- und Rechtschreibfehlern gucken. Wenn Ihr aber die Qualität Eurer Webseite insgesamt überprüfen wollt, dann lasst es lieber einen Profi machen.

 

 

Wie kann ich meine Leistungen auf meiner Webseite so präsentieren, dass der Kunde das Angebot nicht nur interessant findet, sondern auch bucht, anruft, abschließt. Es geht um den berühmten Call-to-Action.

Es ist doch sinnvoll, die Leistungen in so genannte Pakete zu packen.

Oder nicht?!

Dein Angebot: Mach doch ein Paket draus!

Nein. Nicht in jedem Fall.

Warum nicht? Es gibt viele gute Gründe, warum Du Dein Angebot in ein Paket packen kannst. Man sieht es ja auch überall. Da gibt es Hosting-Pakete, Webseiten-Pakete, Therapie-Pakete…

Ich behaupte, in vielen Fällen sind Leistungspakete kontraproduktiv.

1) Leistungspakete sind schwer zu konsumieren

Nicht immer, aber doch bei vielen Leistungen.

Ich denke immer wieder mal darüber nach, Webseiten-Pakete anzubieten. Aber es gewinnen die Gründe, die dagegen sprechen. Leistungspakete sind immer dann schwierig, wenn

  • die Leistung sich aus vielen Einzelleistungen zusammensetzt,
  • die Voraussetzungen des Kunden individuell ganz unterschiedlich sind,
  • es sich um schwer kommunizierbare Leistungen handelt,
  • und der Kunden kein Fachwissen hat, um die Einzelleistungen zu bewerten.

Bleiben wir bei meiner Arbeit. Der Kunde kommt zu mir und will eine Webseite. Nun hat jeder eine andere Vorstellung von einer Webseite. Der eine will einen ausgeklügelten Webshop mit vielen Produkten, der andere will Webinare über die Website verkaufen, ein dritter braucht eigentlich nur eine Visitenkarte.

Kunde A ist Fotograf und hat geniale Fotos in der Schublade. Kunde B hat nicht ein Foto und benötigt noch ein Fotoshooting. Kunde C schreibt gute Texte, die ich mit etwas redigieren verwenden kann, Kunde D kriegt nicht mal einen Satz schriftlich hin…. Diese Liste liese sich jetzt endlos weiterführen.

Welchen Ab-Preis soll ich denn jetzt ansetzen?

Es gilt also erst einmal herauszufinden, was der Kunde wirklich benötigt.

Bei Webseiten ist ganz wichtig zu wissen, was die Website leisten soll.

Ist das Business vom Erfolg der Webseite abhängig, z.B. bei einem Webshop, dann wird die Einzelleistung SEO einen größeren Part einnehmen, als bei einem Zahnarzt, zum dem die Patienten kommen, weil er der einzige vor Ort ist.

Auch Beratungsleistungen sind schwierig in Pakete zu packen. Insbesondere auch deshalb, weil der Coach kein Ergebnisversprechen abgeben kann. Ich habe schon viele Webseiten für Coaches und Berater erstellt. Es ist jedes Mal ein kommunikationstechnischer Kraftakt. Versuch doch mal Coaching-Leistungen so in ein Paket zu packen, dass 1) der Kunde das Paket versteht und 2) dann auch den Mehrwert in diesem Leistungspaket sieht.

Man kann ja schlecht schreiben: „Wenn Du dieses Coaching-Paket bei mir buchst, bist Du hinterher glücklich.“

2) Die Paketpreise stoßen ab

Aber ja. Es macht einen Riesenunterschied, wenn ich schreibe „die Beratungsstunde kostet 80 Euro“, oder wenn sich auf der Webseite nur Coachingpakete ab 500 Euro finden.

Oder um noch einmal auf meine Websites zu kommen. Wenn ich schreiben würde, dass eine durchschnittliche Webseite ca. 3000 Euro kostet, dann würde mich kein Mensch anrufen. Wenn ich aber schreibe, dass ich pro Stunde 75 Euro nehme und für diese Webseite ca. 35-40 Stunden benötige, dann hört sich das ganz anders an.

Und oft passt das dann so.

Aber es gibt auch Fälle, wo die Kunden weitere Wünsche und Anforderungen entwickeln und dann komme ich mit dem anvisierten Budget nicht aus.

Ich erstelle wirklich Webseiten, die unter 1000 Euro kosten. Das ist selten, aber es kommt vor. Wenn ich also schreiben würde, dass es bei mir Webseiten ab 1000 Euro gibt, ich dann aber im Angebot 4000 Euro schreibe, dann fühlt sich mein Kunde verarscht, obwohl mein Angebot „Webseiten ab 1000 Euro“ nicht falsch ist.

3) Pakete implizieren manchmal, dass da etwas ganz schön im Argen liegt

Bleiben wir bei dem Coach. Und nehmen wir an, dass der ein schönes Leistungspaket „Endlich glücklich“ mit 10 Beratungsstunden für 900 Euro konzipiert hat. Der Kunde wird sofort argwöhnisch. „Ach herrje“, wird er denken, „dann habe ich wohl einen Riesenproblem und es dauert ewig, bis ich das Thema löse.“ Kein Mensch will ein Riesenproblem haben. Er sucht doch Unterstützung für ein „kleines Thema“. Und in der Tat. Was ist, wenn der Kunde parallel noch mit einer anderen Methode arbeitet und sein Thema wirklich schneller lösen kann?

Dadurch, dass er auf der Webseite nur Pakete findet, wird er weiterklicken und gar nicht erst anrufen oder mailen.

Ich will an diesem Beispiel zeigen, dass Du Dir das mit den Paketen gut überlegen sollst. Mit einer schlechten Angebotsgestaltung kannst Du potenzielle Kunden vergraulen. Deshalb solltest Du überlegen, ob ein Paket sein muss.

Mein Tipp: Frage doch potenzielle Kunden, Freunde, Familienmitglieder. Frage „Spricht Dich mein Leistungspaket an und würdest Du es buchen?“ – Ich bin sicher, dass Du so herausbekommst, ob die Angebotsgestaltung mit Leistungspaketen zu Deinem Business passt.

Wenn Du niemanden hast, den Du fragen magt, kannst Du auch mich fragen.

Mehr zum Thema: Wie Online-Angebote Kunden finden

 

 

 

 

Die Frage nach den Kosten einer Webseite ist nicht pauschal zu beantworten. Ich probiere es trotzdem. Diese 8 Kostenblöcke beeinflussen den Preis Deiner Webseite: Konzept, Technik, Funktionen, Hosting, Design, Texte, Bilder und Promotion (SEO). Wie und was am meisten kostet, lest Ihr in dem Artikel. Unter dem Beitrag steht eine beispielhafte Kalkulation für eine Webseite mit WordPress. (update: Im Dezember 2018 habe ich diesen Teil überarbeitet.)

Gleich vorweg, eine gute Webseite gibts nicht gratis

Im letzten Jahr hat mich ein potenzieller Kunde mit einem Angebot für eine WordPress Webseite konfrontiert.
250 Euro bei MyHammer. Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen: zwei-hundert-fünfzig-euro.

Ich hatte schon ein Mini-Mini-Angebot gemacht, mit Übernahme der Texte, obwohl ich normalerweise eine Webseite immer „fertig“ übergebe. Und das mit Bauchschmerzen. Die Texte dieses potenziellen Kunden waren alles andere als gut. Aber ich kenne diesen Mann entfernt aus unserem Businessnetzwerk und wollte ihm entgegenkommen.

Er ist natürlich nicht mein Kunde geworden.

Ich gebe zu, dass es nicht so einfach ist, einen passenden Webseiten-Entwickler zu finden. Da sind die Super-Schnäppchen-Anbieter von MyHammer, aber auch professionelle Grafiker, gestandene Webdesigner, Webentwickler, Marketing-Agenturen, richtig gute Autodidakten, Neffen von Kollegen… Sie alle machen Webseiten, alle „buhlen“ um Kunden und versprechen viel. Aber nicht alle halten, was sie versprechen.

Die Eier legende Wollmichsau-Webseite zum Nulltarif gibt es natürlich nicht, auch nicht für 250 Euro. Wie eine solche kostenlose Homepage angelegt wird, habe ich hier beschrieben.

Aber was kostet nun eine professionelle Webseite ohne Haken?

1 Webkonzept: Wichtig, und trotzdem wird es oft vergessen.

Jeder, der eine neue Webseite erstellen lässt, erwartet, dass die Webseite „schön“ ist und „bei Google ganz oben“ steht. Dafür ist ein theoretisches Konzept vor Erstellung der Webseite unerlässlich, sogar erfolgsentscheidend. In diesem Konzept, es ist so ähnlich wie ein Marketingkonzept, sollte die Frage beantworten werden: Für wen mache ich diese Webseite und was sollte der User darauf finden?

Oft, wirklich sehr oft, sehe ich Webseiten, bei denen sich niemand vorher ein Webkonzept gemacht hat. Manche Webagenturen verkaufen auch ihr Angebot als Konzept. Ist es aber nicht. Ein Konzept ist etwas anderes. Ein Angebot, ist ein Angebot. Ein Webkonzept ist ein Konzept für eine Webseite.

Solch ein „richtiges“ Konzept dauert je nach Umfang zwischen 2 und vielen Stunden. Es erfordert Vorarbeit, Fachwissen und Erfahrung. Üblicherweise ist die Zahlungsbereitschaft für Konzepte niedrig. Im Agenturumfeld werden dem Kunden in einem Pitch Konzepte zum Nulltarif vorgestellt. Davon halte ich gar nichts. Deshalb ist das Konzept ein Kostenfaktor.

2 Technik: So wird eine Webseite gemacht.

Die Technik kann ganz unterschiedliche Kosten produzieren. Heute werden die meisten Seiten mit einen Content Management System (CMS) erstellt, so dass auch der Laie seine Webseite ohne Programmierkenntnisse pflegen kann.

Im Prinzip gibt es vier technische „Lösungen“ eine Webseite zu erstellen:

  1. Webseiten auch Gratis-Webseiten mittels Homepage-Baukasten
  2. Webseiten mit einem Open Source CMS
  3. Webseiten mit einem proprietären CMS (ein kostenpflichtiges CMS)
  4. Webseiten komplett selbst programmiert (ohne CMS, als eigene Programmierung)

Die genauen Unterschiede erkläre ich dem interessierten Kunden gern :-)

Die „technischen Kosten“ einer Webseite müssen wiederum unterteilt werden: Kosten für Einrichtung der Webseite (einmalig), Kosten für die einzelnen Funktionen (einmalig bzw. auch langfristig), Kosten für Wartung (langfristig). Auch das erkläre ich meinen Kunden in der Angebotsphase genau und würde an dieser Stelle zu weit führen.

Für kleine Unternehmen sind Webseiten, die mit einem Homepage-Baukasten erstellt werden, eine Alternative. Diese Webseiten haben einen „wirklichen“ und einen „scheinbaren“ Vorteil: Der wirkliche Vorteil ist, dass jeder Laie, ohne technischen Sachverstand eine Webseite erstellen kann. Der scheinbare Vorteil ist, dass Webseiten per Homepagebaukasten preiswert sind. Das stimmt nur zum Teil. Denn das Teuerste an einer Webseite ist der Inhalt. Professionelle Bilder und richtig gute Texte kosten immer gleich viel, egal ob sie auf einer Webseite mit WordPress oder auf einer Webseite mit Baukasten stehen.

Gratis Webseite mit WordPress

Hier habe ich eine kostenlose Webseite für eine Verein mit WordPress erstellt. Es fallen keine Einrichtungs- oder Hostinggebühren an. Aber natürlich hat die sich nicht selber gemacht. Die Kosten für die Webseite entstehen durch das Einpflegen der Inhalte und Bilder. Der Zeitaufwand dafür betrug etwa 4 Stunden, aber nur, weil ich das Objekt kenne, weil ich alle Daten und Bilder vorliegen hatte, weil ich mich mit der Erstellung von Webseiten auskenne und weil ich WordPress kann. Ein Laie würde dafür viele Stunden, wenn nicht sogar Tage benötigen.

Wie ich die kleine Vereinswebseite erstellt habe, seht Ihr hier.

3 Webfunktionen: Was kann die Webseite?

Die alles entscheidende Frage ist: Was soll die Webseite machen? Soll sie einen Onlineshop beinhalten? Falls ja, mit wie vielen Produkten? Soll die Webseite ein Forum, einen Blog, ein Umfragetool, ein Buchungstool oder sogar eine spezielle (selbst programmierte) Anwendung haben?

Die Funktionen sind wichtige Kostenfaktoren. Je mehr „Spielereien“ eine Webseite hat, umso teurer wird sie.

Und da kommt wieder WordPress ins Spiel. Das CMS hat hunderte Funktionen, die so genannten Plugins. Viele dieser Plugins werden in der Grundversion sogar kostenlos angeboten und können innerhalb von Minuten „dazu geschaltet“ werden. Auch später noch, wenn sich die Webseite (mit dem Business) weiterentwickelt.

Diese Flexibilität schätze ich. Aber nicht alle Systeme sind gleich flexibel. Bei Baukasten-Systemen gibt es weniger Tools als z.B. bei WordPress. Bei Typo3 ist die Installation der Module insgesamt aufwendiger.

4 Hosting: Fixe Kosten für das Zuhause einer Webseite.

Das Hosting für eine Webseite ist u.U. abhängig von der Technik. Entscheidet man sich für einen Homepage-Baukasten, dann ist das Hosting quasi inklusive. Eine Webseite kostet bei 1und1 z.B. gerade 0,99 Euro pro Monat. (April 2017)

Viele Hostinganbieter setzen dauerhaft auf Dumpingpreise. Doch die Unterschiede finden sich in den Leistungen, so unterscheiden sich z.B. die Anzahl der E-Mail-Postfächer, Größe der Datenbank etc. Bei der Auswahl helfe ich, denn die geplanten Funktionen einer Webseite bestimmen welches Webhosting-Paket Sie benötigen.

Ich schwöre auf guten Service, z.B. wann und ob der Hosting-Anbieter telefonisch erreichbar ist. Seit einer negativen Erfahrung, als ich meinen Hoster per Telefon gebraucht hätte und E-Mails stundenlang nicht bearbeitet wurden, bin ich bei einem großen Hosting-Unternehmen mit 24-Stunden-Support. Die Mehrkosten dafür zahle ich gern – ca. 30 Euro pro Jahr.

5 Design: Schickes Layout von der Stange

Die Grafiker werden mich jetzt verhauen, aber aufgrund des technischen Fortschritts gibt’s jetzt schicke Webdesigns von der Stange. Das habe ich in meinem letzten Artikel ganz genau auseinander genommen. WordPress bietet hunderte Design-Vorlagen. Die Vielfalt der Vorlagen ist ein Grund, warum ich ein bekennender WordPress-Fan bin.

Doch nun die schlechte Nachricht: Es fallen trotzdem Kosten für das Design an. Einer muss doch die ganzen Inhalte zusammenfügen. Die Designvorlagen sind extrem komplex geworden. Es können Farben, Schriftarten, Menüs eingestellt werden und dann muss der Inhalt nach „angeordnet“ werden. Das kostet viel Zeit und je umfangreicher so ein Theme ist, um so aufwendiger sind die Einstellungen bis alles passt. Kosten pro Unterseite 2 – 8 Stunden Arbeit.

6 Text: Webtexte schreiben sich nicht von alleine.

Der Inhalt, der so genannte Content (Bilder, Texte, Filme etc.) ist der entscheidende Erfolgsfaktor für eine Webseite. Und er ist der teuerste Brocken. Falls nicht, dann ist etwas schief gelaufen.

Moderne Unternehmens-Webseiten bieten ihren Usern i.d.R. eine Vielzahl von Informationen. Nach und nach kommen weitere Texte und Inhalte hinzu: Nicht irgendwelche Phrasen oder blabla, sondern richtig gute, inhaltlich hochwertige Webtexte. (Habe ich schon erwähnt, dass Webtexte anders klingen als z.B. journalistische Texte in einer Zeitung oder Texte für eine Broschüre? Nein. Dann wirsst Ihr es jetzt.) Ich spreche vom strategischen Content-Aufbau. Viele nutzen die Funktion eines Blogs, um regelmäßig neue Beiträge zu veröffentlichen. Immer unter dem Gesichtspunkt dem User noch mehr, einzigartige und bessere Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Diese Webseite einer Zahnarztpraxis betreue ich seit mehr als 3 Jahren. Nur über den Inhalt, die Texte, wird die Webseite bei Google gefunden. Doch dazu habe ich einen eigenen Artikel ein geschreiben.

Google will viele Zeichen, eine gute Struktur und guten Inhalt

Google will viele Zeichen in einem Text, aber nicht irgendwelche. Das heißt, besser weniger Text, dafür aber relevant. Die Qualität des Webtextes ist wichtig, wenn die Webseite „bei Google ganz oben stehen“ soll. Ein professioneller Text für eine Webseite enthält die relevanten Schlüsselworte und Informationen für die Besucher und sorgt für das gute Ranking bei Google.

Und er muss auch richtig formatiert werden. Du siehst, dass die Überschriften in diesem Artikel größer sind, als der Fließtext. Dass manche Worte gefettet sind. Andere sind kursiv. Durch Formatierungen verbessert sich nicht nur die Lesbarkeit des Textes, sondern Google erkennt leichter, was auf der Webseite wichtig ist.

Ebenso wichtig sind Verlinkungen. Alle Links müssen geplant, rausgesucht und beschriftet werden.

Für diesen langen Blogbeitrag, ein für Suchmaschinen optimierter Webtext, inklusive Recherche, Schreiben, Korrektur, Formatierungen, Verlinkungen habe ich etwa 4 Stunden gebraucht.

7 Ganz wichtig: Gute Bilder

Ähnlich verhält es sich mit den anderen Content-Elementen: Bilder, Videos und Audio-Material – Die Qualität bestimmt maßgeblich den Preis einer Webseite.

Große schöne Bilder sind heute ein wichtiges Designelement. Es gibt die Möglichkeit Bilder zu kaufen. Ja, das machen viele. Und oft sieht man es. Aber nichts geht über eigene, vom professionellen Fotografen gemachte, genau zum Inhalt passende, Bilder. Wichtig ist, dass die Bilder auf der Webseite wie „aus einem Guss“ aussehen. Format und Größe müssen zusammen passen. Auch das Zurechtschneiden der Bilder dauert. Das Benennen sowieso. Kosten für ein Fotoshooting ab ca. 600 Euro. Kosten pro Bild für den Webentwickler in Summe etwa 1 Stunde Arbeit.

Das Bildkonzept und die Organisation einen Fotoshootings ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Dafür erstelle ich für den Fotografen einen professionellen Shooting-Plan. In diesem Plan brösele ich auf, welche Botschaft in welchem Bild vermittelt werden soll. Passend zu den Texten. Das sieht man, z.B. auf dieser Webseite von dieser Unternehmensberatung in Unterschleißheim, die ich im Juni 2016 konzeptioniert habe.

Videos und Audiodateien bekommen immer mehr Bedeutung. Aber das wird Sie nicht wundern, der eigene Film auf der Webseite ist teuer. Aber es lohnt sich. Pro Filmminute sollten Phi-mal-Daumen ca. 1000 Euro gerechnet werden.

Wie Sie es drehen und wenden, der Kostenanteil für den Inhalt einer Webseite ist meistens der größte.

8 Kostenfaktor Promotion

Was nutzt eine Webseite, wenn sie nicht gefunden wird? Der Konkurrenzkampf wird härter und härter. Im Internet konkurrieren Millionen von Webseiten miteinander. Und nicht jede kann „bei Google ganz oben stehen“. Nur die besten. Die für den User bzw. den Suchbegriff den größten Wert haben.

Eine Webseite bei Google ganz oben zu platzieren ist eine Wissenschaft für sich. Sie heißt SEO. Mehr als 60 Rankingfaktoren spielen eine Rolle. Und viele von denen muss man bereits vor der Erstellung einer Webseite beachten. Deshalb arbeiten wir mit einem ordentlichen Konzept, einer sorgfältigen Keyword-Auswahl, wir erstellen professionelle Inhalte, also gute Texte und gute Bilder usw.

Doch dann ist die Arbeit noch nicht getan. Wichtig ist, die „Performance“ einer Webseite im Auge zu behalten, d.h. zu schauen wie die Webseite von den Nutzern (und von Google) angenommen wird.

Was kostet nun eine Webseite? Alle Kosten auf einen Blick

Hier habe ich die wichtigsten Kostenblöcke für eine kleine Website mit WordPress, z.B. für eine Zahnarztpraxis aufgelistet.

Seiten / Unterseiten:

  • Startseite
  • Kontaktseite
  • Über uns / Teamseite
  • die wichtigsten Leistungen
  • Portfolioseiten: Prophylaxe, Karies, Parodontitis, Zahnersatz, Zahnästhetik, Implantate
  • Blog für Neuigkeiten aus der Praxis, inklusive ein erster Artikel
  • Impressum und Datenschutzerklärung

Theme: z.B. Enfold via Themeforest

Plugins: u.a. Anti-Spam-Plugin, SEO-Plugin etc.

Im folgenden Beispiel habe ich mal beispielhaft aufgestellt, was eine professionelle Webseite mit WordPress kostet.

Der Stundensatz in meinem Beispiel ist mit 65,00 Euro realtiv niedrig. Die Texte habe ich extern schreiben lassen. Bilder haben wir in einem Shooting anfertigen lassen.

Kostenfaktor Zeit in h Kosten in Euro
Konzept, Technik und Funktionen    
Positionierung in Verbindung mit Zeilgruppenanalyse, Marketingkonzept, Webkonzept 5 325
Webseite aufsetzen: manuelle Installation (Technik) 2 130
Plugins (Funktionen) installieren und einstellen 3 195
Menüs, Sidebars, Navigation anlegen

 

3 195
Content / Inhalt erstellen und einpflegen    
Bildermanagement / auswählen / zuschneiden
3 195
Texte extern ca. 10h /65€
Inhalt (Texte, Bilder und Funktionen) anordnen, Bilder vertaggen, Inhalte verlinken, Meta-Descriptions, Alt-Tags etc. 15 975
optional: Shootingplan und Kommuniaktion mit Fotograf (4) (260)
Kosten für Fotograf bzw. gekaufte Bilder nach Aufwand

 

Promotion und Pflege    
Webmaster-Tool und Google Analytics anlegen 2 130
Website launchen
2 130
optional: WordPress-Schulung – übergabe (3) (195)

Texte (extern)

+ optional: Shootingplan und WordPress-Schulung

35

 

7

2275

650

455

Fotoshooting ½ Tag (kostet der Fotograf etwa) 600
Kosten für WordPress-Theme, ca. 65 Euro 65
Gesamtkosten: (einmalig, ohne laufende Kosten)

 

4045

Wie gesagt, das ist eine Beispiel-Kalkulation. Die genauen Kosten für eine Webseite können erst nach einem ausführlichen Gespräch und einer Analyse der Ausgangslage kalkuliert werden.

Ich freue mich über Deine Anfrage

Wenn es um die Gestaltung einer neuen Website geht, dann gibt es ein paar Unterseiten, die gehören automatisch dazu. Zum Beispiel das Impressum und die Datenschutzerklärung, eine Über-Mich-Seite bzw. Über-Uns-Seite und eine Kontaktseite. Doch weil Kontaktseite nicht gleich Kontaktseite ist, habe ich hier mal aufgeschrieben, worauf es ankommt.

Die übermächtige Angst vor Kontakten

Eine Kontaktseite beinhaltet alle Kontaktdaten.

Das ist doch klar, denkst Du.

Doch so klar, ist es nicht. Ich sehe immer wieder Webseiten mit spärlichen Kontaktdaten. Zum Glück sind Kontaktdaten im Impressum Pflicht, sonst hätte ich gar keine Chance zu buchen / kaufen / anzurufen….

Im Ernst!?

Ich weiß nicht, ob das in anderen Ländern auch so ist, aber in Deutschland verstecken sich viele Unternehmer. (Fast bedauerlich, dass es im Web keine Tujahecken gibt.) Eine Webseite ist eine Präsentation, soll Vertrauen erzeugen und Kunden bringen… Und dann gibt’s nur ein schnödes Kontaktformular und nicht mal eine Telefonnummer? Wollen die keine Kunden? Fast scheint es so. (Ich klammere mal die aus, die mit Absicht keine Kontaktseite haben, so wie Google oder Facebook.)

Ich würde sagen, wer auf der Kontaktseite mit seinen Daten geizt, hat das Internet und den Zweck einer Webseite nicht verstanden.

Ok, wenn es dann sein muss.

Aber bitte nur ein Kontaktformular.

DAS MUSS REICHEN.

Am Kontaktformular scheiden sich die Geister. Manch einer liebt es. Andere würden es niemals nutzen.

Untersuchungen zufolge, erzeugen Kontaktformulare Unsicherheit.

Der User ist weiß nicht genau, wo die Anfrage landet. Bei welchem Ansprechpartner. Das erzeugt Widerstände es zu benutzen. Wenn der User dann keine Alternative (E-Mail-Adresse oder Telefonnummer) findet, ist er weg.

Ich bin zwiegespalten.

Ich finde ein Kontaktformular ist immer dann hilfreich, wenn es die Kontaktaufnahme erleichtert. Also wenn z.B. als Drop-Down bestimmte Elemente vorausgewählt werden können. So wie hier das Formular zur Terminvereinbarung auf dieser Webseite für eine Zahnarztpraxis.

Kontaktformular Beispiel

Aber aufgepasst. Ein Kontaktformular darf auch nicht zu lang sein. Zum einen, weil es bei der DSGVO um Datensparsamkeit geht. So wenig Daten abfragen, wie möglich, so viel wie nötig.

Zum anderen haben die wenigsten User Lust, ein langes Formular auszufüllen. Vor allem bei Karrierewebseiten kann ein langes Kontaktformular den Absprung der Interessenten bedeuten. Ein Bewerber weniger.

Daher mein Tipp. Nutzt ein Formular nur, wenn es dem Webseitenbesucher hilft, wenn er weniger schreiben muss. Und haltet es so kurz wie möglich.

Die E-Mail-Adresse

Klar eine E-Mail-Adresse ist Pflicht. Nur ganz wenige Webseiten kommen ohne aus. Ich habe zum Beispiel eine Kundin, eine Frisörin mit Ladengeschäft. Die kann keine E-Mails gebrauchen. Wenn sie ihre Kunden bedient und Haare schneidet, kann sie schlecht E-Mails beantworten. Insbesondere kurzfristige Absagen per E-Mail wären richtig blöd, weil sie wahrscheinlich nicht rechtzeitig gelesen werden. Deshalb habe ich es so gelöst.

Aber was steht nun vor dem @?

Für allgemeine E-Mail-Adressen steht in Deutschland meist die info@. In Österreich die office@. Auf den ersten Blick ist daran nichts verkehrt, aber auf den zweiten Blick erzeugt so eine neutrale E-Mail-Adresse dieselben Widerstände, wie ein Kontaktformular.

Ich mache es immer so: Gibt es im Unternehmen mehrere Ansprechpartner, dann nenne ich die mit ihrer E-Mail-Adresse. Natürlich mit vollständigem Namen, Telefonnummer und idealerweise einem Bild – so wie hier auf dieser Webseite von den E-Werken Haniel.

Kleiner Exkurs E-Mail-Adresse: Was sollte vor das @

Was steht vor dem @? Neutral oder persönlich? Da scheiden sich die Geister.

Handelt es sich um eine Person, wie bei mir, dann ist die info@ etwas langweilig. Gut, meine post@ ist auch nicht mega-kreativ, aber immerhin schon besser. (Und meine Namen kann man ja in der URL lesen). Ein befreundeter Fotograf benutzt z.B. gutentag@ und hat auch seinen Namen in der URL.

Viele geizen mit ihrem Namen. Manche schreiben ihre Anfangsbuchstaben (am@), andere nur den Nachnamen (mueller@). Wieder andere kürzen den Vornamen ab (a.mueller@). Und auch voller Vor- und Zuname ist normal (anita.mueller@).

Ich finde eine E-Mail-Adresse mit Namen viel netter. Idealerweise mit Vor- und Nachnamen. Vor allem, wenn in der E-Mail und an keiner anderen Stelle der richtige Name ersichtlich ist. Besonders ungeschickt ist es, wenn ich von e.mueller@ eine E-Mail bekomme, und nicht sehe, ob Erwin oder Edeltraut dahinter steckt. Ich möchte auch nicht gern als Herr Sommer angesprochen werden.

Die Postadresse auf die Website?

Muss die Adresse auf die Kontaktseite? Eigentlich nicht. Nur dann, wenn der Kunde / Patient / Interessent zu Dir kommen soll.

Aber.

Eine Kontaktseite ohne Adresse sieht unvollständig aus. Auch wenn Du, so wie ich, online tätig bist, völlig unabhängig von einem bestimmten Standort.

Und es gibt noch einen Grund, die Adresse auf die Webseite zu schreiben. Viele Kunden suchen speziell nach einem Anbieter in der Region, sei es aus Heimatgefühl oder anderen Gründen. Netzwerken zum Beispiel. Oder sich einfach mal persönlich kennenzulernen.

Darf ich Google Map nutzen?

Neben der Adresse ist eine Karte immer dann Pflicht, wenn der Kunde / Patient / Bewerber zu Dir kommen soll. Insbesondere dann ist eine Karte sinnvoll, wenn Dein Standort schlecht zu finden ist.

Bis vor kurzem haben wir Webseiten-Agenturen alle Google-Maps genutzt. Es war einfach praktisch, weil Google Maps auf jedem Handy als Navigationssystem läuft.

Seit Mai ist alles anders. Jetzt geht die Empfehlung eher zu Open Street Map. Google sammelt Daten seiner Nutzer und sollte nicht mehr so sorglos genutzt werden. Zwar kann man als Webseiten-Betreiber in der Datenschutzerklärung darauf hinweisen und die Karte mit einem entsprechenden Hinweis versehen, aber wer auf Nummer sicher gehen will, vermeidet Google-Produkte, da es zur DSGVO in dieser Hinsicht noch keine gültige Rechtssprechung gibt.

Alternativ kann man sich eine Anfahrtsskizze beim Grafiker anfertigen lassen. Die ist dann individuell und datenschutzkonform. Nur nicht navi-tauglich.

Oder man setzt einen externen Link zu Google.

Muss die Telefonnummer auf die Kontaktseite?

Klar. Auch die Telefonnummer ist Standard. Wenn es verschiedene Ansprechpartner gibt, dann wie bereits erwähnt, diese bevorzugen.

Ich finde, dass im Jahr 2018 bei vielen Unternehmen auch die Handynummer auf Webseite gehört. Klar, die Zahnarztpraxis braucht das nicht. Auch nicht der Schuhladen. Aber bei Dienstleistern, wie ich es bin, kann eine Handynummer nicht schaden. Bei anderen ist sie Pflicht. Bei Fotografen zum Beispiel, weil die viel unterwegs sind.

Summa summarum gilt für eine Kontaktseite dasselbe, was auch für alle anderen Seiten gilt: Die Webseite sollte für den Besucher gestaltet sein. Also alles Wichtige sollte einfach zu finden sein. Übersichtlichkeit und Usability sind das A und O.

Deshalb hier noch mal auf einen Blick:

  • eine gute Kontaktseite ist Pflicht
  • eine Kontaktseite sollte das tun, wofür sie da ist. Nämlich dem Webuser alle notwendigen Kontaktdaten anzeigen
  • eine Kontaktseite sollte immer aktuell sein
  • ein Kontaktformular solltest Du nur dann verwenden, wenn es keine Hürde, sondern einen MEHRwert für den User darstellt
  • für Geschäfte / Unternehmen mit Ladengeschäft / Praxis / Büro ist eine Postadresse selbstverständlich
  • bei einer größeren Firma sollte die Kontaktseite um eine weitere (Unter)-Seite „Ansprechpartner“ ergänzt werden
  • für Menschen, die oft unterwegs sind, gehört die Handynummer auf die Webseite.

Wenn Du eine Frage hast, dann schreib mir eine E-Mail. Hier geht es zu meiner Kontaktseite :-)

Sabine Kunzer ist ausgebildete Fotografin, mit Meisterbrief. Sie arbeitet, wie ich, in Friedrichhafen am Bodensee und veranstaltet Fotoreisen und -workshops. Hochzeiten, Familienbilder, aber eben auch Business-Bilder gehören zu ihrem Tagesgeschäft. Ich bin ein Fan von eigenen Bilder auf der Webseite und habe mit ihr über die Entwicklung in der Fotografie gesprochen und sie gefragt, worauf es bei guten Bildern ankommt.

Hallo Sabine, Du hast eine klassische Ausbildung gemacht und sogar eine Meisterprüfung abgelegt. Doch die Welt der Fotografie hat sich verändert. Welche Änderungen (im Vergleich zu Deinen ersten Berufsjahren) sind besonders drastisch?

Die unglaubliche Menge von Bildern, die im Grunde in diversen Rechnern verschwinden und selten als Foto im Album oder an der Wand. Auch und in Folge Quantität statt Qualität.

Bilder, überall Bilder, mit immer besseren Handykameras und den Sozialen Medien glaubt jeder fotografieren zu können. Stört Dich dass ?

Nicht wenn die Fotos am Ende Zeitdokument oder Glücksbringer (!?) sind. Jedes Foto das gefällt und Freude macht, da fließt auch das Wort Qualität mit ein, ist im Grunde ein gute Foto.

Das Handwerk Fotografie impliziert ein großes Grundwissen über Fotografie (Bildführung, Lichtaufbau, soziale Kompetenz bei Portraitisten, Fachwissen bei  Industrie- und Werbefotografen). Und Berufserfahrung ist ein ganz wichtiger Aspekt.

Du bist ein alter Hase in der Welt der Fotografie und hast schon viele Trends erlebt. Wohin geht die Reise der Fotografie?

Größer, weiter, besser und spektakulärer. Und was nicht ist, regelt ADOBE… Aber in der Kunstscene gibt es eine Rückbesinnung auf die klassische Fotografie, die ja nichts anderes heißt als LICHTZEICHNEN.

Webseiten werden immer bildlastiger. Woran erkennt man gute Webbilder?

Am Eindruck, vorzugsweise positiv, den sie in der kürze der Zeit hinterlassen…

Viele greifen zu Stockfotos. Was spricht für eigene Fotos auf der Webseite?

Natürlich ist Authentizität ein Türöffner. Stockphotos sind eben nicht authentisch.

Authentizität, Emotionen sind bei Fotos sehr wichtig. Wie schaffst Du es dem Bild eine Botschaft „mitzugeben“?

Wenn ich bin, wer ich bin. Dann bist du, wer du bist…. So einfach.

Für mich sehen viele Business-Fotos gleich aus. Stehend, mit verschränkten Armen.
Woran erkennt man ein gutes Business-Foto?

Ich muss mich wiederholen… Authentizität ist auch hier entscheidend, deshalb ist es zum einen ganz wichtig, dass der Portraitierte Vertrauen zur Fotografenin hat. Sozusagen von Profi zu Profi. Und das mit Respekt und Wertschätzung der jeweiligen Kompetenzen.

Ich war bei vielen Shootings dabei. Die meisten sind verkrampft, wenn es um Fotos geht. Wie schaffst Du es, dass sich die „Modells“ entspannen?

Ich bin wie ich bin. Manchmal eine Standup Comedian und manchmal Philosophin.

Welches ist Dein liebstes Motiv?

Mein liebstes Motiv ist das, dass mit mein Herz berührt, meine Seele erfüllt und mein Hirn nährt.

Danke Dir, Sabine.

Hier gehts zum Teil 1: Eigene Bilder auf der Webseite? Ja, bitte. 

 

Bildquelle: Viktor Hanacek via Picjumbo

Im ersten Teil meiner Reihe „Kostenlose Webseite mit WordPress erstellen“ habe ich die ersten Schritte zu einer eigenen kostenlosen WordPress-Seite beschrieben. In diesem Teil möchte ich Euch zeigen, wie Ihr ein passendes Theme (Layout) findet, wie Seiten und Menüs angelegt werden.

Um die nächsten Schritte nachzuvollziehen, müsst Ihr unter wordpress.com auf Eurer Webseite eingeloggt sein.

Das passende Theme finden

WordPress Theme auswählenDas Thema WordPress Theme könnte jetzt diesen Artikel komplett füllen. Ich möchte den Abschnitt trotzdem kurz fassen.

Es gibt verschiedene Artikel von Kollegen zu diesem Thema, die sich aber i.d.R. auf das „richtige WordPress-Theme für eine selbst gehostete Website mit WordPress.org beziehen. Einige ganz gute Tipps, die auch auf die kostenlosen Themes übertragbar sind, hat Peer Wandinger in diesem Beitrag zusammengetragen.

Die Layouts bei WordPress.com findet Ihr hinter dem Button „Themes“ in der linken Leiste. Siehe Screenshot.

Jetzt werden Dir verschiedene Layouts angezeigt, die Du nach bestimmten Kriterien selektieren kannst, z.B. Feature, Layout, Column, Subject und Style.

In der kostenlosen Version kannst Du nur „free“ auswählen.

Worauf es beim Layout ankommt.

Ich empfehle Dir folgende Dinge zu beachten:

Wähle ein

  • responsive Layout (die Webseite passt sich automatisch auch an das Handy oder Tablet an),
  • ein klares und aufgeräumtes Theme – manchmal ist weniger mehr,
  • ein Layout, das wenige Bilder verwendet. Die meisten Layouts kommen mit vielen, professionellen Fotos daher. Aber die wenigsten von uns haben solche Bilder und die Webseite sollte auch mit weniger Bilder noch gut aussehen.

Das ist übrigens das größte Problem: Viele Laien haben Schwierigkeiten sich das Design mit eigenen Bildern und Texten vorzustellen, deshalb hilft meist nur

ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren.

Die Layouteinstellungen für das Theme kannst Du unter „Anpassen“ vornehmen. Es öffnet sich ein neues Fenster, wo Du bestimmte Dinge nacheinandere einstellen kannst.

Theme-Einstellungen

Unter Website-Informationen kannst Du z.B. den Titel und den Untertitel der Webseite einstellen. Ebenso wird an dieser Stelle das Logo hinterlegt, wie im Bild zu sehen.

Wie das geht, hatte ich bereist im ersten Teil beschrieben.

Seiten und Beiträge

WordPress ist eine Blogger-Software. Deshalb wird zwischen Seiten und Beiträgen unterschieden. Ich unterscheide wie folgt,

  • i.d.R. verwende ich Seiten für „statische“ Informationen, z.B. Team, Kontakt, Leistungen etc.
  • Beiträge sind bei mir meistens Zusatzinformationen.

Ein Beispiel. Das ist meine Übersichts-Seite über mein Angebot Webseiten. Ergänzend dazu habe ich u.a. diesen Beitrag geschrieben.

Blogbeiträge haben immer etwas mit einem persönlich zu tun, mit der Arbeit, Erfahrungen, getestete Programmen etc. und sind in der Regel in der Ich-Form geschrieben.

Seiten anlegen und betiteln

Da in meiner Welt die Beiträge die übrigen Inhalte ergänzen, empfehle ich Dir, mit der Erstellung der Seiten anzufangen. Indem Du auf Seiten „hinzu“ klickst.

Es öffnet sich eine neue Seite.

Trage einen markanten Titel ein, wie z.B. in dem Screenshot hier oben: z.B. Datenschutzerklärung, Impressum, Kurse…

Du hast Dir sicher aufgezeichnet, welche Unterseiten Deine Website beinhalte sollte. Ein kleineres Unternehmen könnte z.B. folgende Unterseiten haben:

  • Über uns / Geschichte
  • Ansprechpartner
  • Leistungen / Angebot / Produkte
  • Kontakt

Außerdem muss jede Website ein Impressum und eine Datenschutzerklärung haben.

Website-Content: Seiten mit Inhalt füllen

Jetzt kommt der schwerste Part. Fülle die Unterseiten der Website mit Leben.

Webseite Seite bearbeiten

Über den Button + hinzu kannst Du Bilder hochladen und in den Text einfügen. Hinter Absatz verbirgt sich die Möglichkeit Überschriften zu definieren. Worauf es dabei ankommt, kannst Du in diesem sehr schönen Beitrag von Michaela Steidl lesen. Fette und kursive Schrifteinstellungen sind klar. Ebenso die Aufzählungen. Die Klammer brauchst Du, um Deine Inhalte zu verlinken. Dazu komme ich noch.  Wenn Du auf die drei Punkte klickst, öffnet sich eine weitere Menüzeile, die auch stark an die eines Textprogrammes erinnert. Hier kannst Du weitere Textformatierungen vornehmen

Füge Deinen Text ein und formatiere ihn mit Überschriften, Fettungen und Absätzen. Aber es kommt vor allem auf die Qualität des Textes an. Auch da möchte ich auf das Wissen eines Kollegen zurückgreifen und diesen sehr ausführlichen Beitrag über guten Content verlinken.

Speichern nicht vergessen.

Wenn Du Deine erste Seite befüllt hast, kannst Du Dir über „Website ansehen“ das Ergebnis anschauen. Zufrieden? :-)

Menü-Einstellungen

Die Menüeinstellungen solltest Du erst vornehmen, wenn Du bereits erste Seiten und Beiträge angelegt hast.

In der Regel kannst Du auch hier Dein Menü anlegen. Dazu gehst Du folgendermaßen vor.

  • Neues Menü erstellen, z.B. Hauptmenue o.ä.
  • Das Menue auswählen
  • und die gewünschten Seiten oder Beiträge (oder sogar Kategorien) hinzuklicken. Natürlich erst, wenn Du welche angelegt hast (kommt im drunter liegenden Absatzt)
  • Vergiss nicht, auf veröffentlichen zu klicken. – fertig –

Nun hat Deine Webseite ein Menü.

Wer sich genauer mit dem Thema Menue-Erstellen befassen will, kann diesen Beitrag von einem Kollegen lesen.

Wundere Dich nicht, dass in externen Beiträgen das Backend von WordPress ein bisschen anders aussieht, als bei WordPress.com. Das sind in der Regel Screenshots von selbst gehosteten WordPress-Websites mit WordPress.org. Im Prinzip ist es aber dasselbe Vorgehen.

Widget

Wordpress Webseite kostenlos WidgetsDie Widgets sind Elemente, die in einer Seitenleiste eingeblendet werden können. Widgets auswählenWenn Du also die Möglichkeit hast, auf der Seite eine Seitenleiste einzustellen, dann solltest Du Widgets verwenden.

Hier in meinem Beispiel gibt es eine Seitenleiste und 3 Container im Footer, die mit Widgets gefüllt werden können.

Wenn Du auf den Container klickst, kannst Du die möglichen Widgets hinzufügen, z.B. ein Text-Widget, in das Du die Adresse schreibst, oder ein Bild oder Kategorien, wenn Du einen Blog angelegt hast.

Solltest Du keinen Blog haben, könntest Du in den Widgetbereich Deine Kontaktdaten schreiben, eine besonderes Angebot oder auch ein schönes Bild.

Dieser Artikel zeigt, wie Ihr Widgets verwendet. Wohlgemerkt, wieder im Zusammenhang mit WordPress.org, aber durchaus übertragbar.

Verlinkungen

Verlinkungen sind das Salz in der Suppe. Vor allem, wenn Deine Website umfangreicher wird, solltest Du an passenden Stellen auf bereits vorhandene Inhalte verweisen. Dabei ist vor allem wichtig, dass Du auf vorhandene Inhalte auf Deiner Website verweist, die zum Thema passen oder einen Aspekt näher erläutern. Dadurch „merkt“ Google, dass die verschiedenen Seiten und Beiträge auf Deiner Website etwas miteinander zu tun haben. Wie man das bei WordPress macht, findest Du in diesem Artikel.

Und das waren die wichtigsten Schritte für die Erstellung einer kostenlosen Website.

Wie Du gesehen hast, gibt es im Internet sehr viele, gute Informationen zum Thema Website erstellen. Bei Youtube gibt es zahlreiche Anleitungs-Videos zu unterschiedlichen Themen und Tools.

Wenn Du Dich für die Erstellung einer Website kostenlos über WordPress.com oder selbst gehostet mit WordPress.org interessierst, und wenn Du zufällig am Bodensee wohnst, dann schau doch mal in meine Veranstaltungen.

Und ich freue mich über persönliche Fragen.

Bildquelle: Pexels (https://www.pexels.com/photo/business-coffee-composition-computer-265667/)