Eigentlich mache ich Inhalte. In die „Technik“ habe ich mich nach und nach eingearbeitet. Ich kann auch nicht programmieren. Muss ich auch nicht können, weil ich WordPress nutze. Und da reicht es meistens, das Vorhandene geschickt zu nutzen. I.d.R. gestalte ich Webseiten von A-Z alleine. Das hat den Vorteil, dass ich schnell und effizient bin. Und wenn es doch mal in die Programmierung geht, dann hole ich mir Hilfe.

Die Frage nach den Kosten einer Webseite ist nicht pauschal zu beantworten. Ich probiere es trotzdem. Diese 8 Kostenblöcke beeinflussen den Preis Deiner Webseite: Konzept, Technik, Funktionen, Hosting, Design, Texte, Bilder und Promotion (SEO). Wie und was am meisten kostet, lest Ihr in dem Artikel. Unter dem Beitrag steht eine beispielhafte Kalkulation für eine Webseite mit WordPress. (update: Im Dezember 2018 habe ich diesen Teil überarbeitet.)

Gleich vorweg, eine gute Webseite gibts nicht gratis

Im letzten Jahr hat mich ein potenzieller Kunde mit einem Angebot für eine WordPress Webseite konfrontiert.
250 Euro bei MyHammer. Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen: zwei-hundert-fünfzig-euro.

Ich hatte schon ein Mini-Mini-Angebot gemacht, mit Übernahme der Texte, obwohl ich normalerweise eine Webseite immer „fertig“ übergebe. Und das mit Bauchschmerzen. Die Texte dieses potenziellen Kunden waren alles andere als gut. Aber ich kenne diesen Mann entfernt aus unserem Businessnetzwerk und wollte ihm entgegenkommen.

Er ist natürlich nicht mein Kunde geworden.

Ich gebe zu, dass es nicht so einfach ist, einen passenden Webseiten-Entwickler zu finden. Da sind die Super-Schnäppchen-Anbieter von MyHammer, aber auch professionelle Grafiker, gestandene Webdesigner, Webentwickler, Marketing-Agenturen, richtig gute Autodidakten, Neffen von Kollegen… Sie alle machen Webseiten, alle „buhlen“ um Kunden und versprechen viel. Aber nicht alle halten, was sie versprechen.

Die Eier legende Wollmichsau-Webseite zum Nulltarif gibt es natürlich nicht, auch nicht für 250 Euro. Wie eine solche kostenlose Homepage angelegt wird, habe ich hier beschrieben.

Aber was kostet nun eine professionelle Webseite ohne Haken?

1 Webkonzept: Wichtig, und trotzdem wird es oft vergessen.

Jeder, der eine neue Webseite erstellen lässt, erwartet, dass die Webseite „schön“ ist und „bei Google ganz oben“ steht. Dafür ist ein theoretisches Konzept vor Erstellung der Webseite unerlässlich, sogar erfolgsentscheidend. In diesem Konzept, es ist so ähnlich wie ein Marketingkonzept, sollte die Frage beantworten werden: Für wen mache ich diese Webseite und was sollte der User darauf finden?

Oft, wirklich sehr oft, sehe ich Webseiten, bei denen sich niemand vorher ein Webkonzept gemacht hat. Manche Webagenturen verkaufen auch ihr Angebot als Konzept. Ist es aber nicht. Ein Konzept ist etwas anderes. Ein Angebot, ist ein Angebot. Ein Webkonzept ist ein Konzept für eine Webseite.

Solch ein „richtiges“ Konzept dauert je nach Umfang zwischen 2 und vielen Stunden. Es erfordert Vorarbeit, Fachwissen und Erfahrung. Üblicherweise ist die Zahlungsbereitschaft für Konzepte niedrig. Im Agenturumfeld werden dem Kunden in einem Pitch Konzepte zum Nulltarif vorgestellt. Davon halte ich gar nichts. Deshalb ist das Konzept ein Kostenfaktor.

2 Technik: So wird eine Webseite gemacht.

Die Technik kann ganz unterschiedliche Kosten produzieren. Heute werden die meisten Seiten mit einen Content Management System (CMS) erstellt, so dass auch der Laie seine Webseite ohne Programmierkenntnisse pflegen kann.

Im Prinzip gibt es vier technische „Lösungen“ eine Webseite zu erstellen:

  1. Webseiten auch Gratis-Webseiten mittels Homepage-Baukasten
  2. Webseiten mit einem Open Source CMS
  3. Webseiten mit einem proprietären CMS (ein kostenpflichtiges CMS)
  4. Webseiten komplett selbst programmiert (ohne CMS, als eigene Programmierung)

Die genauen Unterschiede erkläre ich dem interessierten Kunden gern :-)

Die „technischen Kosten“ einer Webseite müssen wiederum unterteilt werden: Kosten für Einrichtung der Webseite (einmalig), Kosten für die einzelnen Funktionen (einmalig bzw. auch langfristig), Kosten für Wartung (langfristig). Auch das erkläre ich meinen Kunden in der Angebotsphase genau und würde an dieser Stelle zu weit führen.

Für kleine Unternehmen sind Webseiten, die mit einem Homepage-Baukasten erstellt werden, eine Alternative. Diese Webseiten haben einen „wirklichen“ und einen „scheinbaren“ Vorteil: Der wirkliche Vorteil ist, dass jeder Laie, ohne technischen Sachverstand eine Webseite erstellen kann. Der scheinbare Vorteil ist, dass Webseiten per Homepagebaukasten preiswert sind. Das stimmt nur zum Teil. Denn das Teuerste an einer Webseite ist der Inhalt. Professionelle Bilder und richtig gute Texte kosten immer gleich viel, egal ob sie auf einer Webseite mit WordPress oder auf einer Webseite mit Baukasten stehen.

Gratis Webseite mit WordPress

Hier habe ich eine kostenlose Webseite für eine Verein mit WordPress erstellt. Es fallen keine Einrichtungs- oder Hostinggebühren an. Aber natürlich hat die sich nicht selber gemacht. Die Kosten für die Webseite entstehen durch das Einpflegen der Inhalte und Bilder. Der Zeitaufwand dafür betrug etwa 4 Stunden, aber nur, weil ich das Objekt kenne, weil ich alle Daten und Bilder vorliegen hatte, weil ich mich mit der Erstellung von Webseiten auskenne und weil ich WordPress kann. Ein Laie würde dafür viele Stunden, wenn nicht sogar Tage benötigen.

Wie ich die kleine Vereinswebseite erstellt habe, seht Ihr hier.

3 Webfunktionen: Was kann die Webseite?

Die alles entscheidende Frage ist: Was soll die Webseite machen? Soll sie einen Onlineshop beinhalten? Falls ja, mit wie vielen Produkten? Soll die Webseite ein Forum, einen Blog, ein Umfragetool, ein Buchungstool oder sogar eine spezielle (selbst programmierte) Anwendung haben?

Die Funktionen sind wichtige Kostenfaktoren. Je mehr „Spielereien“ eine Webseite hat, umso teurer wird sie.

Und da kommt wieder WordPress ins Spiel. Das CMS hat hunderte Funktionen, die so genannten Plugins. Viele dieser Plugins werden in der Grundversion sogar kostenlos angeboten und können innerhalb von Minuten „dazu geschaltet“ werden. Auch später noch, wenn sich die Webseite (mit dem Business) weiterentwickelt.

Diese Flexibilität schätze ich. Aber nicht alle Systeme sind gleich flexibel. Bei Baukasten-Systemen gibt es weniger Tools als z.B. bei WordPress. Bei Typo3 ist die Installation der Module insgesamt aufwendiger.

4 Hosting: Fixe Kosten für das Zuhause einer Webseite.

Das Hosting für eine Webseite ist u.U. abhängig von der Technik. Entscheidet man sich für einen Homepage-Baukasten, dann ist das Hosting quasi inklusive. Eine Webseite kostet bei 1und1 z.B. gerade 0,99 Euro pro Monat. (April 2017)

Viele Hostinganbieter setzen dauerhaft auf Dumpingpreise. Doch die Unterschiede finden sich in den Leistungen, so unterscheiden sich z.B. die Anzahl der E-Mail-Postfächer, Größe der Datenbank etc. Bei der Auswahl helfe ich, denn die geplanten Funktionen einer Webseite bestimmen welches Webhosting-Paket Sie benötigen.

Ich schwöre auf guten Service, z.B. wann und ob der Hosting-Anbieter telefonisch erreichbar ist. Seit einer negativen Erfahrung, als ich meinen Hoster per Telefon gebraucht hätte und E-Mails stundenlang nicht bearbeitet wurden, bin ich bei einem großen Hosting-Unternehmen mit 24-Stunden-Support. Die Mehrkosten dafür zahle ich gern – ca. 30 Euro pro Jahr.

5 Design: Schickes Layout von der Stange

Die Grafiker werden mich jetzt verhauen, aber aufgrund des technischen Fortschritts gibt’s jetzt schicke Webdesigns von der Stange. Das habe ich in meinem letzten Artikel ganz genau auseinander genommen. WordPress bietet hunderte Design-Vorlagen. Die Vielfalt der Vorlagen ist ein Grund, warum ich ein bekennender WordPress-Fan bin.

Doch nun die schlechte Nachricht: Es fallen trotzdem Kosten für das Design an. Einer muss doch die ganzen Inhalte zusammenfügen. Die Designvorlagen sind extrem komplex geworden. Es können Farben, Schriftarten, Menüs eingestellt werden und dann muss der Inhalt nach „angeordnet“ werden. Das kostet viel Zeit und je umfangreicher so ein Theme ist, um so aufwendiger sind die Einstellungen bis alles passt. Kosten pro Unterseite 2 – 8 Stunden Arbeit.

6 Text: Webtexte schreiben sich nicht von alleine.

Der Inhalt, der so genannte Content (Bilder, Texte, Filme etc.) ist der entscheidende Erfolgsfaktor für eine Webseite. Und er ist der teuerste Brocken. Falls nicht, dann ist etwas schief gelaufen.

Moderne Unternehmens-Webseiten bieten ihren Usern i.d.R. eine Vielzahl von Informationen. Nach und nach kommen weitere Texte und Inhalte hinzu: Nicht irgendwelche Phrasen oder blabla, sondern richtig gute, inhaltlich hochwertige Webtexte. (Habe ich schon erwähnt, dass Webtexte anders klingen als z.B. journalistische Texte in einer Zeitung oder Texte für eine Broschüre? Nein. Dann wirsst Ihr es jetzt.) Ich spreche vom strategischen Content-Aufbau. Viele nutzen die Funktion eines Blogs, um regelmäßig neue Beiträge zu veröffentlichen. Immer unter dem Gesichtspunkt dem User noch mehr, einzigartige und bessere Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Diese Webseite einer Zahnarztpraxis betreue ich seit mehr als 3 Jahren. Nur über den Inhalt, die Texte, wird die Webseite bei Google gefunden. Doch dazu habe ich einen eigenen Artikel ein geschreiben.

Google will viele Zeichen, eine gute Struktur und guten Inhalt

Google will viele Zeichen in einem Text, aber nicht irgendwelche. Das heißt, besser weniger Text, dafür aber relevant. Die Qualität des Webtextes ist wichtig, wenn die Webseite „bei Google ganz oben stehen“ soll. Ein professioneller Text für eine Webseite enthält die relevanten Schlüsselworte und Informationen für die Besucher und sorgt für das gute Ranking bei Google.

Und er muss auch richtig formatiert werden. Du siehst, dass die Überschriften in diesem Artikel größer sind, als der Fließtext. Dass manche Worte gefettet sind. Andere sind kursiv. Durch Formatierungen verbessert sich nicht nur die Lesbarkeit des Textes, sondern Google erkennt leichter, was auf der Webseite wichtig ist.

Ebenso wichtig sind Verlinkungen. Alle Links müssen geplant, rausgesucht und beschriftet werden.

Für diesen langen Blogbeitrag, ein für Suchmaschinen optimierter Webtext, inklusive Recherche, Schreiben, Korrektur, Formatierungen, Verlinkungen habe ich etwa 4 Stunden gebraucht.

7 Ganz wichtig: Gute Bilder

Ähnlich verhält es sich mit den anderen Content-Elementen: Bilder, Videos und Audio-Material – Die Qualität bestimmt maßgeblich den Preis einer Webseite.

Große schöne Bilder sind heute ein wichtiges Designelement. Es gibt die Möglichkeit Bilder zu kaufen. Ja, das machen viele. Und oft sieht man es. Aber nichts geht über eigene, vom professionellen Fotografen gemachte, genau zum Inhalt passende, Bilder. Wichtig ist, dass die Bilder auf der Webseite wie „aus einem Guss“ aussehen. Format und Größe müssen zusammen passen. Auch das Zurechtschneiden der Bilder dauert. Das Benennen sowieso. Kosten für ein Fotoshooting ab ca. 600 Euro. Kosten pro Bild für den Webentwickler in Summe etwa 1 Stunde Arbeit.

Das Bildkonzept und die Organisation einen Fotoshootings ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Dafür erstelle ich für den Fotografen einen professionellen Shooting-Plan. In diesem Plan brösele ich auf, welche Botschaft in welchem Bild vermittelt werden soll. Passend zu den Texten. Das sieht man, z.B. auf dieser Webseite von dieser Unternehmensberatung in Unterschleißheim, die ich im Juni 2016 konzeptioniert habe.

Videos und Audiodateien bekommen immer mehr Bedeutung. Aber das wird Sie nicht wundern, der eigene Film auf der Webseite ist teuer. Aber es lohnt sich. Pro Filmminute sollten Phi-mal-Daumen ca. 1000 Euro gerechnet werden.

Wie Sie es drehen und wenden, der Kostenanteil für den Inhalt einer Webseite ist meistens der größte.

8 Kostenfaktor Promotion

Was nutzt eine Webseite, wenn sie nicht gefunden wird? Der Konkurrenzkampf wird härter und härter. Im Internet konkurrieren Millionen von Webseiten miteinander. Und nicht jede kann „bei Google ganz oben stehen“. Nur die besten. Die für den User bzw. den Suchbegriff den größten Wert haben.

Eine Webseite bei Google ganz oben zu platzieren ist eine Wissenschaft für sich. Sie heißt SEO. Mehr als 60 Rankingfaktoren spielen eine Rolle. Und viele von denen muss man bereits vor der Erstellung einer Webseite beachten. Deshalb arbeiten wir mit einem ordentlichen Konzept, einer sorgfältigen Keyword-Auswahl, wir erstellen professionelle Inhalte, also gute Texte und gute Bilder usw.

Doch dann ist die Arbeit noch nicht getan. Wichtig ist, die „Performance“ einer Webseite im Auge zu behalten, d.h. zu schauen wie die Webseite von den Nutzern (und von Google) angenommen wird.

Was kostet nun eine Webseite? Alle Kosten auf einen Blick

Hier habe ich die wichtigsten Kostenblöcke für eine kleine Website mit WordPress, z.B. für eine Zahnarztpraxis aufgelistet.

Seiten / Unterseiten:

  • Startseite
  • Kontaktseite
  • Über uns / Teamseite
  • die wichtigsten Leistungen
  • Portfolioseiten: Prophylaxe, Karies, Parodontitis, Zahnersatz, Zahnästhetik, Implantate
  • Blog für Neuigkeiten aus der Praxis, inklusive ein erster Artikel
  • Impressum und Datenschutzerklärung

Theme: z.B. Enfold via Themeforest

Plugins: u.a. Anti-Spam-Plugin, SEO-Plugin etc.

Im folgenden Beispiel habe ich mal beispielhaft aufgestellt, was eine professionelle Webseite mit WordPress kostet.

Der Stundensatz in meinem Beispiel ist mit 65,00 Euro realtiv niedrig. Die Texte habe ich extern schreiben lassen. Bilder haben wir in einem Shooting anfertigen lassen.

Kostenfaktor Zeit in h Kosten in Euro
Konzept, Technik und Funktionen    
Positionierung in Verbindung mit Zeilgruppenanalyse, Marketingkonzept, Webkonzept 5 325
Webseite aufsetzen: manuelle Installation (Technik) 2 130
Plugins (Funktionen) installieren und einstellen 3 195
Menüs, Sidebars, Navigation anlegen

 

3 195
Content / Inhalt erstellen und einpflegen    
Bildermanagement / auswählen / zuschneiden
3 195
Texte extern ca. 10h /65€
Inhalt (Texte, Bilder und Funktionen) anordnen, Bilder vertaggen, Inhalte verlinken, Meta-Descriptions, Alt-Tags etc. 15 975
optional: Shootingplan und Kommuniaktion mit Fotograf (4) (260)
Kosten für Fotograf bzw. gekaufte Bilder nach Aufwand

 

Promotion und Pflege    
Webmaster-Tool und Google Analytics anlegen 2 130
Website launchen
2 130
optional: WordPress-Schulung – übergabe (3) (195)

Texte (extern)

+ optional: Shootingplan und WordPress-Schulung

35

 

7

2275

650

455

Fotoshooting ½ Tag (kostet der Fotograf etwa) 600
Kosten für WordPress-Theme, ca. 65 Euro 65
Gesamtkosten: (einmalig, ohne laufende Kosten)

 

4045

Wie gesagt, das ist eine Beispiel-Kalkulation. Die genauen Kosten für eine Webseite können erst nach einem ausführlichen Gespräch und einer Analyse der Ausgangslage kalkuliert werden.

Ich freue mich über Deine Anfrage

Wie gestalte ich eine gute Kontaktseite?

Wenn es um die Gestaltung einer neuen Website geht, dann gibt es ein paar Unterseiten, die gehören automatisch dazu. Zum Beispiel das Impressum und die Datenschutzerklärung, eine Über-Mich-Seite bzw. Über-Uns-Seite und eine Kontaktseite. Doch weil Kontaktseite nicht gleich Kontaktseite ist, habe ich hier mal aufgeschrieben, worauf es ankommt.

Die übermächtige Angst vor Kontakten

Eine Kontaktseite beinhaltet alle Kontaktdaten.

Das ist doch klar, denkst Du.

Doch so klar, ist es nicht. Ich sehe immer wieder Webseiten mit spärlichen Kontaktdaten. Zum Glück sind Kontaktdaten im Impressum Pflicht, sonst hätte ich gar keine Chance zu buchen / kaufen / anzurufen….

Im Ernst!?

Ich weiß nicht, ob das in anderen Ländern auch so ist, aber in Deutschland verstecken sich viele Unternehmer. (Fast bedauerlich, dass es im Web keine Tujahecken gibt.) Eine Webseite ist eine Präsentation, soll Vertrauen erzeugen und Kunden bringen… Und dann gibt’s nur ein schnödes Kontaktformular und nicht mal eine Telefonnummer? Wollen die keine Kunden? Fast scheint es so. (Ich klammere mal die aus, die mit Absicht keine Kontaktseite haben, so wie Google oder Facebook.)

Ich würde sagen, wer auf der Kontaktseite mit seinen Daten geizt, hat das Internet und den Zweck einer Webseite nicht verstanden.

Ok, wenn es dann sein muss.

Aber bitte nur ein Kontaktformular.

DAS MUSS REICHEN.

Am Kontaktformular scheiden sich die Geister. Manch einer liebt es. Andere würden es niemals nutzen.

Untersuchungen zufolge, erzeugen Kontaktformulare Unsicherheit.

Der User ist weiß nicht genau, wo die Anfrage landet. Bei welchem Ansprechpartner. Das erzeugt Widerstände es zu benutzen. Wenn der User dann keine Alternative (E-Mail-Adresse oder Telefonnummer) findet, ist er weg.

Ich bin zwiegespalten.

Ich finde ein Kontaktformular ist immer dann hilfreich, wenn es die Kontaktaufnahme erleichtert. Also wenn z.B. als Drop-Down bestimmte Elemente vorausgewählt werden können. So wie hier das Formular zur Terminvereinbarung auf dieser Webseite für eine Zahnarztpraxis.

Kontaktformular Beispiel

Aber aufgepasst. Ein Kontaktformular darf auch nicht zu lang sein. Zum einen, weil es bei der DSGVO um Datensparsamkeit geht. So wenig Daten abfragen, wie möglich, so viel wie nötig.

Zum anderen haben die wenigsten User Lust, ein langes Formular auszufüllen. Vor allem bei Karrierewebseiten kann ein langes Kontaktformular den Absprung der Interessenten bedeuten. Ein Bewerber weniger.

Daher mein Tipp. Nutzt ein Formular nur, wenn es dem Webseitenbesucher hilft, wenn er weniger schreiben muss. Und haltet es so kurz wie möglich.

Die E-Mail-Adresse

Klar eine E-Mail-Adresse ist Pflicht. Nur ganz wenige Webseiten kommen ohne aus. Ich habe zum Beispiel eine Kundin, eine Frisörin mit Ladengeschäft. Die kann keine E-Mails gebrauchen. Wenn sie ihre Kunden bedient und Haare schneidet, kann sie schlecht E-Mails beantworten. Insbesondere kurzfristige Absagen per E-Mail wären richtig blöd, weil sie wahrscheinlich nicht rechtzeitig gelesen werden. Deshalb habe ich es so gelöst.

Aber was steht nun vor dem @?

Für allgemeine E-Mail-Adressen steht in Deutschland meist die info@. In Österreich die office@. Auf den ersten Blick ist daran nichts verkehrt, aber auf den zweiten Blick erzeugt so eine neutrale E-Mail-Adresse dieselben Widerstände, wie ein Kontaktformular.

Ich mache es immer so: Gibt es im Unternehmen mehrere Ansprechpartner, dann nenne ich die mit ihrer E-Mail-Adresse. Natürlich mit vollständigem Namen, Telefonnummer und idealerweise einem Bild – so wie hier auf dieser Webseite von den E-Werken Haniel.

Kleiner Exkurs E-Mail-Adresse: Was sollte vor das @

Was steht vor dem @? Neutral oder persönlich? Da scheiden sich die Geister.

Handelt es sich um eine Person, wie bei mir, dann ist die info@ etwas langweilig. Gut, meine post@ ist auch nicht mega-kreativ, aber immerhin schon besser. (Und meine Namen kann man ja in der URL lesen). Ein befreundeter Fotograf benutzt z.B. gutentag@ und hat auch seinen Namen in der URL.

Viele geizen mit ihrem Namen. Manche schreiben ihre Anfangsbuchstaben (am@), andere nur den Nachnamen (mueller@). Wieder andere kürzen den Vornamen ab (a.mueller@). Und auch voller Vor- und Zuname ist normal (anita.mueller@).

Ich finde eine E-Mail-Adresse mit Namen viel netter. Idealerweise mit Vor- und Nachnamen. Vor allem, wenn in der E-Mail und an keiner anderen Stelle der richtige Name ersichtlich ist. Besonders ungeschickt ist es, wenn ich von e.mueller@ eine E-Mail bekomme, und nicht sehe, ob Erwin oder Edeltraut dahinter steckt. Ich möchte auch nicht gern als Herr Sommer angesprochen werden.

Die Postadresse auf die Website?

Muss die Adresse auf die Kontaktseite? Eigentlich nicht. Nur dann, wenn der Kunde / Patient / Interessent zu Dir kommen soll.

Aber.

Eine Kontaktseite ohne Adresse sieht unvollständig aus. Auch wenn Du, so wie ich, online tätig bist, völlig unabhängig von einem bestimmten Standort.

Und es gibt noch einen Grund, die Adresse auf die Webseite zu schreiben. Viele Kunden suchen speziell nach einem Anbieter in der Region, sei es aus Heimatgefühl oder anderen Gründen. Netzwerken zum Beispiel. Oder sich einfach mal persönlich kennenzulernen.

Darf ich Google Map nutzen?

Neben der Adresse ist eine Karte immer dann Pflicht, wenn der Kunde / Patient / Bewerber zu Dir kommen soll. Insbesondere dann ist eine Karte sinnvoll, wenn Dein Standort schlecht zu finden ist.

Bis vor kurzem haben wir Webseiten-Agenturen alle Google-Maps genutzt. Es war einfach praktisch, weil Google Maps auf jedem Handy als Navigationssystem läuft.

Seit Mai ist alles anders. Jetzt geht die Empfehlung eher zu Open Street Map. Google sammelt Daten seiner Nutzer und sollte nicht mehr so sorglos genutzt werden. Zwar kann man als Webseiten-Betreiber in der Datenschutzerklärung darauf hinweisen und die Karte mit einem entsprechenden Hinweis versehen, aber wer auf Nummer sicher gehen will, vermeidet Google-Produkte, da es zur DSGVO in dieser Hinsicht noch keine gültige Rechtssprechung gibt.

Alternativ kann man sich eine Anfahrtsskizze beim Grafiker anfertigen lassen. Die ist dann individuell und datenschutzkonform. Nur nicht navi-tauglich.

Oder man setzt einen externen Link zu Google.

Muss die Telefonnummer auf die Kontaktseite?

Klar. Auch die Telefonnummer ist Standard. Wenn es verschiedene Ansprechpartner gibt, dann wie bereits erwähnt, diese bevorzugen.

Ich finde, dass im Jahr 2018 bei vielen Unternehmen auch die Handynummer auf Webseite gehört. Klar, die Zahnarztpraxis braucht das nicht. Auch nicht der Schuhladen. Aber bei Dienstleistern, wie ich es bin, kann eine Handynummer nicht schaden. Bei anderen ist sie Pflicht. Bei Fotografen zum Beispiel, weil die viel unterwegs sind.

Summa summarum gilt für eine Kontaktseite dasselbe, was auch für alle anderen Seiten gilt: Die Webseite sollte für den Besucher gestaltet sein. Also alles Wichtige sollte einfach zu finden sein. Übersichtlichkeit und Usability sind das A und O.

Deshalb hier noch mal auf einen Blick:

  • eine gute Kontaktseite ist Pflicht
  • eine Kontaktseite sollte das tun, wofür sie da ist. Nämlich dem Webuser alle notwendigen Kontaktdaten anzeigen
  • eine Kontaktseite sollte immer aktuell sein
  • ein Kontaktformular solltest Du nur dann verwenden, wenn es keine Hürde, sondern einen MEHRwert für den User darstellt
  • für Geschäfte / Unternehmen mit Ladengeschäft / Praxis / Büro ist eine Postadresse selbstverständlich
  • bei einer größeren Firma sollte die Kontaktseite um eine weitere (Unter)-Seite „Ansprechpartner“ ergänzt werden
  • für Menschen, die oft unterwegs sind, gehört die Handynummer auf die Webseite.

Wenn Du eine Frage hast, dann schreib mir eine E-Mail. Hier geht es zu meiner Kontaktseite :-)

Sabine Kunzer ist ausgebildete Fotografin, mit Meisterbrief. Sie arbeitet, wie ich, in Friedrichhafen am Bodensee und veranstaltet Fotoreisen und -workshops. Hochzeiten, Familienbilder, aber eben auch Business-Bilder gehören zu ihrem Tagesgeschäft. Ich bin ein Fan von eigenen Bilder auf der Webseite und habe mit ihr über die Entwicklung in der Fotografie gesprochen und sie gefragt, worauf es bei guten Bildern ankommt.

Hallo Sabine, Du hast eine klassische Ausbildung gemacht und sogar eine Meisterprüfung abgelegt. Doch die Welt der Fotografie hat sich verändert. Welche Änderungen (im Vergleich zu Deinen ersten Berufsjahren) sind besonders drastisch?

Die unglaubliche Menge von Bildern, die im Grunde in diversen Rechnern verschwinden und selten als Foto im Album oder an der Wand. Auch und in Folge Quantität statt Qualität.

Bilder, überall Bilder, mit immer besseren Handykameras und den Sozialen Medien glaubt jeder fotografieren zu können. Stört Dich dass ?

Nicht wenn die Fotos am Ende Zeitdokument oder Glücksbringer (!?) sind. Jedes Foto das gefällt und Freude macht, da fließt auch das Wort Qualität mit ein, ist im Grunde ein gute Foto.

Das Handwerk Fotografie impliziert ein großes Grundwissen über Fotografie (Bildführung, Lichtaufbau, soziale Kompetenz bei Portraitisten, Fachwissen bei  Industrie- und Werbefotografen). Und Berufserfahrung ist ein ganz wichtiger Aspekt.

Du bist ein alter Hase in der Welt der Fotografie und hast schon viele Trends erlebt. Wohin geht die Reise der Fotografie?

Größer, weiter, besser und spektakulärer. Und was nicht ist, regelt ADOBE… Aber in der Kunstscene gibt es eine Rückbesinnung auf die klassische Fotografie, die ja nichts anderes heißt als LICHTZEICHNEN.

Webseiten werden immer bildlastiger. Woran erkennt man gute Webbilder?

Am Eindruck, vorzugsweise positiv, den sie in der kürze der Zeit hinterlassen…

Viele greifen zu Stockfotos. Was spricht für eigene Fotos auf der Webseite?

Natürlich ist Authentizität ein Türöffner. Stockphotos sind eben nicht authentisch.

Authentizität, Emotionen sind bei Fotos sehr wichtig. Wie schaffst Du es dem Bild eine Botschaft „mitzugeben“?

Wenn ich bin, wer ich bin. Dann bist du, wer du bist…. So einfach.

Für mich sehen viele Business-Fotos gleich aus. Stehend, mit verschränkten Armen.
Woran erkennt man ein gutes Business-Foto?

Ich muss mich wiederholen… Authentizität ist auch hier entscheidend, deshalb ist es zum einen ganz wichtig, dass der Portraitierte Vertrauen zur Fotografenin hat. Sozusagen von Profi zu Profi. Und das mit Respekt und Wertschätzung der jeweiligen Kompetenzen.

Ich war bei vielen Shootings dabei. Die meisten sind verkrampft, wenn es um Fotos geht. Wie schaffst Du es, dass sich die „Modells“ entspannen?

Ich bin wie ich bin. Manchmal eine Standup Comedian und manchmal Philosophin.

Welches ist Dein liebstes Motiv?

Mein liebstes Motiv ist das, dass mit mein Herz berührt, meine Seele erfüllt und mein Hirn nährt.

Danke Dir, Sabine.

Hier gehts zum Teil 1: Eigene Bilder auf der Webseite? Ja, bitte. 

 

Bildquelle: Viktor Hanacek via Picjumbo

Im ersten Teil meiner Reihe „Kostenlose Webseite mit WordPress erstellen“ habe ich die ersten Schritte zu einer eigenen kostenlosen WordPress-Seite beschrieben. In diesem Teil möchte ich Euch zeigen, wie Ihr ein passendes Theme (Layout) findet, wie Seiten und Menüs angelegt werden.

Um die nächsten Schritte nachzuvollziehen, müsst Ihr unter wordpress.com auf Eurer Webseite eingeloggt sein.

Das passende Theme finden

WordPress Theme auswählenDas Thema WordPress Theme könnte jetzt diesen Artikel komplett füllen. Ich möchte den Abschnitt trotzdem kurz fassen.

Es gibt verschiedene Artikel von Kollegen zu diesem Thema, die sich aber i.d.R. auf das „richtige WordPress-Theme für eine selbst gehostete Website mit WordPress.org beziehen. Einige ganz gute Tipps, die auch auf die kostenlosen Themes übertragbar sind, hat Peer Wandinger in diesem Beitrag zusammengetragen.

Die Layouts bei WordPress.com findet Ihr hinter dem Button „Themes“ in der linken Leiste. Siehe Screenshot.

Jetzt werden Dir verschiedene Layouts angezeigt, die Du nach bestimmten Kriterien selektieren kannst, z.B. Feature, Layout, Column, Subject und Style.

In der kostenlosen Version kannst Du nur „free“ auswählen.

Worauf es beim Layout ankommt.

Ich empfehle Dir folgende Dinge zu beachten:

Wähle ein

  • responsive Layout (die Webseite passt sich automatisch auch an das Handy oder Tablet an),
  • ein klares und aufgeräumtes Theme – manchmal ist weniger mehr,
  • ein Layout, das wenige Bilder verwendet. Die meisten Layouts kommen mit vielen, professionellen Fotos daher. Aber die wenigsten von uns haben solche Bilder und die Webseite sollte auch mit weniger Bilder noch gut aussehen.

Das ist übrigens das größte Problem: Viele Laien haben Schwierigkeiten sich das Design mit eigenen Bildern und Texten vorzustellen, deshalb hilft meist nur

ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren.

Die Layouteinstellungen für das Theme kannst Du unter „Anpassen“ vornehmen. Es öffnet sich ein neues Fenster, wo Du bestimmte Dinge nacheinandere einstellen kannst.

Theme-Einstellungen

Unter Website-Informationen kannst Du z.B. den Titel und den Untertitel der Webseite einstellen. Ebenso wird an dieser Stelle das Logo hinterlegt, wie im Bild zu sehen.

Wie das geht, hatte ich bereist im ersten Teil beschrieben.

Seiten und Beiträge

WordPress ist eine Blogger-Software. Deshalb wird zwischen Seiten und Beiträgen unterschieden. Ich unterscheide wie folgt,

  • i.d.R. verwende ich Seiten für „statische“ Informationen, z.B. Team, Kontakt, Leistungen etc.
  • Beiträge sind bei mir meistens Zusatzinformationen.

Ein Beispiel. Das ist meine Übersichts-Seite über mein Angebot Webseiten. Ergänzend dazu habe ich u.a. diesen Beitrag geschrieben.

Blogbeiträge haben immer etwas mit einem persönlich zu tun, mit der Arbeit, Erfahrungen, getestete Programmen etc. und sind in der Regel in der Ich-Form geschrieben.

Seiten anlegen und betiteln

Da in meiner Welt die Beiträge die übrigen Inhalte ergänzen, empfehle ich Dir, mit der Erstellung der Seiten anzufangen. Indem Du auf Seiten „hinzu“ klickst.

Es öffnet sich eine neue Seite.

Trage einen markanten Titel ein, wie z.B. in dem Screenshot hier oben: z.B. Datenschutzerklärung, Impressum, Kurse…

Du hast Dir sicher aufgezeichnet, welche Unterseiten Deine Website beinhalte sollte. Ein kleineres Unternehmen könnte z.B. folgende Unterseiten haben:

  • Über uns / Geschichte
  • Ansprechpartner
  • Leistungen / Angebot / Produkte
  • Kontakt

Außerdem muss jede Website ein Impressum und eine Datenschutzerklärung haben.

Website-Content: Seiten mit Inhalt füllen

Jetzt kommt der schwerste Part. Fülle die Unterseiten der Website mit Leben.

Webseite Seite bearbeiten

Über den Button + hinzu kannst Du Bilder hochladen und in den Text einfügen. Hinter Absatz verbirgt sich die Möglichkeit Überschriften zu definieren. Worauf es dabei ankommt, kannst Du in diesem sehr schönen Beitrag von Michaela Steidl lesen. Fette und kursive Schrifteinstellungen sind klar. Ebenso die Aufzählungen. Die Klammer brauchst Du, um Deine Inhalte zu verlinken. Dazu komme ich noch.  Wenn Du auf die drei Punkte klickst, öffnet sich eine weitere Menüzeile, die auch stark an die eines Textprogrammes erinnert. Hier kannst Du weitere Textformatierungen vornehmen

Füge Deinen Text ein und formatiere ihn mit Überschriften, Fettungen und Absätzen. Aber es kommt vor allem auf die Qualität des Textes an. Auch da möchte ich auf das Wissen eines Kollegen zurückgreifen und diesen sehr ausführlichen Beitrag über guten Content verlinken.

Speichern nicht vergessen.

Wenn Du Deine erste Seite befüllt hast, kannst Du Dir über „Website ansehen“ das Ergebnis anschauen. Zufrieden? :-)

Menü-Einstellungen

Die Menüeinstellungen solltest Du erst vornehmen, wenn Du bereits erste Seiten und Beiträge angelegt hast.

In der Regel kannst Du auch hier Dein Menü anlegen. Dazu gehst Du folgendermaßen vor.

  • Neues Menü erstellen, z.B. Hauptmenue o.ä.
  • Das Menue auswählen
  • und die gewünschten Seiten oder Beiträge (oder sogar Kategorien) hinzuklicken. Natürlich erst, wenn Du welche angelegt hast (kommt im drunter liegenden Absatzt)
  • Vergiss nicht, auf veröffentlichen zu klicken. – fertig –

Nun hat Deine Webseite ein Menü.

Wer sich genauer mit dem Thema Menue-Erstellen befassen will, kann diesen Beitrag von einem Kollegen lesen.

Wundere Dich nicht, dass in externen Beiträgen das Backend von WordPress ein bisschen anders aussieht, als bei WordPress.com. Das sind in der Regel Screenshots von selbst gehosteten WordPress-Websites mit WordPress.org. Im Prinzip ist es aber dasselbe Vorgehen.

Widget

Wordpress Webseite kostenlos WidgetsDie Widgets sind Elemente, die in einer Seitenleiste eingeblendet werden können. Widgets auswählenWenn Du also die Möglichkeit hast, auf der Seite eine Seitenleiste einzustellen, dann solltest Du Widgets verwenden.

Hier in meinem Beispiel gibt es eine Seitenleiste und 3 Container im Footer, die mit Widgets gefüllt werden können.

Wenn Du auf den Container klickst, kannst Du die möglichen Widgets hinzufügen, z.B. ein Text-Widget, in das Du die Adresse schreibst, oder ein Bild oder Kategorien, wenn Du einen Blog angelegt hast.

Solltest Du keinen Blog haben, könntest Du in den Widgetbereich Deine Kontaktdaten schreiben, eine besonderes Angebot oder auch ein schönes Bild.

Dieser Artikel zeigt, wie Ihr Widgets verwendet. Wohlgemerkt, wieder im Zusammenhang mit WordPress.org, aber durchaus übertragbar.

Verlinkungen

Verlinkungen sind das Salz in der Suppe. Vor allem, wenn Deine Website umfangreicher wird, solltest Du an passenden Stellen auf bereits vorhandene Inhalte verweisen. Dabei ist vor allem wichtig, dass Du auf vorhandene Inhalte auf Deiner Website verweist, die zum Thema passen oder einen Aspekt näher erläutern. Dadurch „merkt“ Google, dass die verschiedenen Seiten und Beiträge auf Deiner Website etwas miteinander zu tun haben. Wie man das bei WordPress macht, findest Du in diesem Artikel.

Und das waren die wichtigsten Schritte für die Erstellung einer kostenlosen Website.

Wie Du gesehen hast, gibt es im Internet sehr viele, gute Informationen zum Thema Website erstellen. Bei Youtube gibt es zahlreiche Anleitungs-Videos zu unterschiedlichen Themen und Tools.

Wenn Du Dich für die Erstellung einer Website kostenlos über WordPress.com oder selbst gehostet mit WordPress.org interessierst, und wenn Du zufällig am Bodensee wohnst, dann schau doch mal in meine Veranstaltungen.

Und ich freue mich über persönliche Fragen.

Bildquelle: Pexels

 

 

Hier habe ich beschrieben, welche Inhalte auf die Webseite für eine Ferienwohnung gehören. Es ist ein längerer Text geworden. Ganz am Ende dieses Textes findet Ihr ein Video von einem Content-Check, in dem zeige ich anhand einer x-beliebigen FeWo-Webseite, was gut und schlecht gemacht wurde. Natürlich mit vielen Tipps, wie es besser geht.

Der Ferienhausmarkt ist fest in der Hand von Buchungsportalen. Ich bin kein Freund solcher Portale, weil die Suchkriterien für die Nutzer sehr familienUNfreundlich sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Suche nach einer Ferienwohnung bei Fewo.undsoweiter langwierig und nervig ist. Meistens habe ich mehrere Wochen lang, Abend für Abend sämtliche Portale durchforstet. Eine gefühlte Ewigkeit später habe ich auch eine passende Unterkunft gefunden, die dann doch nicht frei war. Grrr.

Viel lieber würde ich direkt über Google oder über alternative Portale anhand von passenden Kriterien nach einer Ferienunterkunft suchen. Mir ist es wurscht, ob ich in 3km einen Golfplatz habe. Wichtiger ist, dass es in der Nähe einen Spielplatz gibt. Oder, dass Spülmittel und Schwämme in der Küche vorhanden sind und ich das ganze Zeug nicht von zu Hause mitbringen muss.

Hilfe, wo finde ich die Informationen, die wirklich wichtig sind?

Das Problem: Viele Vermieter verlassen sich auf das Marketing der Buchungsportale und haben keine eigene Webseite. Dass eine eigene Webseite, aber auch dann hilft, wenn man auf einem Portal gelistet ist, habe ich bereits in einem anderen Beitrag ausgeführt.

Und dann sagen die großen Buchungsportalen für Ferienwohnungen, dass sich eine eigene Webseite nicht lohnt und dass

die Buchungsportale für Dich das Marketing übernehmen.

Aha.

Das sind zunächst Versprechungen. Du wirst sehen, ob sie das Verspechen halten…

Ich glaube, die Portale haben kein Interesse daran, dass Vermieter ihre eigene Webseite erstellen und dass die FeWo alternativ gefunden wird.

Andererseits möchte ich auch bekräftigen, dass es gescheites Marketing nicht umsonst gibt. Egal, ob Du Deine Ferienwohnung auf dem Buchungsportal präsentierst, oder Deine eigene Webseite erstellst. Marketing kostet Geld oder Zeit. Meistens beides.

Von Buchungsportalen, die eine gratis Präsentation Deiner Fereinwohnung anbieten, halte ich auch nichts. Doch ich schweife ab. Ich will doch schreiben, welche Informationen auf der Webseite für eine Ferienwohnung gehören.

Was gehört auf die Webseite für eine Ferienwohnung?

Gehen wir davon aus, dass ich Dich überzeugen kann, eine eigene Webseite für Deine Ferienwohnung zu erstellen.

Welche Inhalte (auf Marketingdeutsch Content) sollten auf die Webseite? Hier die 6 wichtigsten Informationsbereiche.

1. Geographische Lage: Wo ist die FeWo?

Für mich ist die Lage der Ferienunterkunft eines der wichtigsten Buchungskriterien. Es klingt banal, aber bei den meisten Webseiten für eine Ferienwohnung sieht man nicht auf Anhieb, wo sie sich befindet. Es macht einfach einen Unterschied, ob sich die Ferienwohnung Müller an der Ostsee oder am Bodensee befindet. (Ob ich 1 oder 8 Stunden Anreise habe.) Auch Abkürzungen wie das Auto-Kennzeichen (hier in Friedrichshafen gibt es viele die mit Ferienwohnung FN werben) sind nicht zielführend. Nicht jeder kennt alle Auto-Kennzeichen Deutschlands auswendig.

Also stell bereits auf der Startseite klar, wo Deine Ferienunterkunft ist. Wenn sich Deine Ferienwohnung in einem „unbekannten“ Dorf befindet, schreib die Region dazu. Aber bitte nicht eine völlig unbekannte Region, die nur eine kleines Gebiet umfasst. Dann ist es besser die nächst gelegene Stadt aufzuführen.

Warum ist das so wichtig? Viele Links von Ferienwohungen werden über die sozialen Medien geteilt. Dann erscheint im Link ein Vorschaubild und ein Titel. Idealerweise erkenne ich als Interessent bereits bei diesen Vorschaubildern mit Titel die Lage (und kann sofort einschätzen, ob das Objekt in Frage kommt, oder nicht).

Leider ist das bei den meisten Ferienobjekten in entsprechenden Facebook-Groups nicht so.

Hier ein paar Beispiele von unglücklichen Ortsangaben des Ferienhauses in Kurzbeschreibungen oder im Webseiten-Titel:

  • Ferienwohnung in Gerats – Häh? Wo zum Teufel liegt Gerats?
    Besser Ferienwohnung in Gerats / Allgäuer Seenplatte
  • Ferienhaus Sonnenschein in südliches Mittelfranken – Ein Spezialität in Bayern: Das südliche Oberbayern und das nördliche Niederbayern und die südliche Oberpfalz usw. ….. Da kennt sich kein Mensch aus.
    Besser Ferienhaus Müller südlich von Nürnberg
  • Ferienhaus an der Elbe – Die Elbe ist etwas länger. Tschechien, Dresden oder Hamburg?
    Besser Ferienhaus an der Elbe bei Dresden
  • Ferienwohnung am Silbersee – Da haben wir ja Glück, dass es nicht so viele Seen gibt. Spaß bei Seite.
    Besser Ferienwohnung im Schwarzwald in Seenähe

Ihr seht, was ich meine, oder?
Vielleicht hast Du bereits eine passende URL: www.ferienwohnung-allgaeu-see.de oder so ähnlich.

Ach und weil wir gleich bei der Lage sind. Selbstverständlich gehören auf eine Webseite alle Kontaktdaten: Vollständige Namen, also nicht E. Müller, damit der Interessent weiß, ob Du Elfriede oder Erich heißt. Telefon, Handy, E-Mail Adresse

Und natürlich die Adresse. Und wenn die nicht so einfach zu finden ist, eine Anfahrtsbeschreibung mit Skizze ider Karte.

Hier findest Du einen Artikel, welche Angaben auf eine Kontaktseite gehören.

2. Ausstattung:  Was ist drin und dran?

Auch das klingt banal. Aber für den Buchenden ist es nicht banal, sondern i.d.R. verbirgt sich in diesen Kriterien der Auslöser, überhaupt zu buchen. Am besten Du schreibst die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in Listen zusammen. Listen sind gut lesbar. Fangen wir beispielsweise mit der Küche an.

Du könntest das so machen: „Unsere Ferienwohnung hat ein Küche, die folgendermaßen ausgestattet ist:

  • Tisch mit 4 Stühlen
  • Spülmaschine
  • Herd mit Ceranfeld
  • Backofen
  • Geschirr, Besteck, Kochgeschirr für 6 Personen
  • Kaffeemaschine, Wasserkocher…“

Das sind die elementaren Ausstattungsteile.

Wichtiger sind die Kleinigkeiten.

  • Spültücher, Schwämme
  • Verschiedene Küchenmesser, Schäler
  • Spülmittel, Spülmaschinentaps, Spülmaschinensalz
  • Gewürze, wie Salz und Pfeffer
  • Kaffeefilter und Kaffeedose
  • Kindergeschirr, Plastikbecher
  • Korkenzieher

Ihr versteht, was ich meine? Es kommt vor allem auf die Kleinigkeiten an.

Und wer das bisher nicht bedacht hat, bekommt hiermit gleich einen Gratis-Tipp, wie man seinen Gästen eine Service-Mehrwert bieten kann.

Gehen wir weiter zu den Schlafmöglichkeiten.

Wie sind sie und wo befinden sich die Betten?

  • „ein Schlafzimmer mit Doppelbett, separate Federkern-Matratzen, 1,80 breit“
  • „ein Schlafzimmer mit Doppelstockbett“
  • „Unsere Betten sind mit Allergiker-Bettwäsche überzogen“….

Und denke auch daran, dass es unter Umständen wichtig ist, wo die Schlafzimmer liegen. Also zum Beispiel

  • „im Obergeschoss“
  • „in der Galerie“
  • „nebenan“
  • „auf der ruhigen Gartenseite“….

Familien mit kleinen Kindern bevorzugen z.B. Schlafzimmer nebeneinander. Ältere Leute wollen keine Stiege in die Galerie hochklettern.

Und so solltest Du auch mit den restlichen Beschreibungen weitermachen. Bitte.

  • Beschreibe das Wohnzimmer, Fernseher, Musikanlage, was noch?
  • Auch das Bad ist wichtig.
  • Denke an die Kleinigkeiten. Gibt es ein Waschmaschine? Eine SAT-Anlage? Einen Kamin? Wo kommt das Holz / die Kohle her? „Einen Sack Holzkohle stellen wir Ihnen als Vermieter zur Verfügung.“

Und vergiss nicht das Außengelände.

  • „einen kleinen Spielplatz mit Sandkasten und Trampolin“
  • „eine Grillecke mit Tisch und Stühlen“
  • „4 Sonnenliegen mit Auflagen und Sonnenschirm“

Ist doch selbstverständlich? Für Dich. Aber nicht für den Interessenten.

Und denke bitte an Familien mit Kindern.

  • Wo kann das Auto ausgeladen werden?
  • Platz für Kinderwagen / Buggy/ Fahrradanhänger?
  • Ist das Grundstück eingezäunt?
  • Gibt es Hochstühle / Toilettensitze / Kinderbettwäsche / Rausfallschutz / Verdunklungsrollos / Kinderbetten…

Bei der Beschreibung einer Ferienwohnung gilt die berühmte Regel.

Beschreibe die FeWo so detailreich, wie möglich.

Und wenn Du Fragen hast, dann rufe mich an.

3. Was kostet die Ferienwohnung?

Über Geld spricht Otto Normaldeutsch nicht so gern. Auch nicht über Preise. Warum eigentlich nicht? Es ist doch wichtig, dass auf der Ferienwohnungs-Webseite der Preis für die Unterkunft steht.

Hier habe ich nur einen Tipp. Keep it simple. Der Preis für Euer Objekt sollte so dargestelt sein, dass der Interessent SOFORT versteht, was es in seiner gewünschten Reisezeit INKLUSIVE aller Nebenkosten kostet.

Ich finde es nervig, wenn eine einfache Ferienwohnung 10 verschiedene Buchungszeiten hat und dann noch 3-10 Nebenkosten, die man sich einzeln dazurechnen muss. Besonders unpraktisch sind auch Angaben, bei denen die Zeiträume vermischt werden.

Also nicht so: Unsere Ferienwohnung kostet 80 Euro pro Tag zzgl. 100 Euro Endreinigung pro Woche und 3,50 Kurbeitrag pro Person pro Tag und 20 Euro Aufschlag für Kurzbuchungen.

Spätestens dann ist mir die Lust auf Urlaub vergangen.

In den Inklusivpreis gehört alles, was man nicht ausschließen kann. Also wenn man die Endreinigung sowieso bezahlen muss, dann gehört sie in den „normalen“ Preis. Der Kurbeitrag muss separat abgeführt werden. Ja, ok, aber bietet Euren Gästen doch gleich mal den Service und rechnet das für 7, 10 oder 14 Tage aus.

Und noch was zur Position des Preises. Der Preis sollte ein Menüpunkt sein und von der Startseite (oder jeder anderen Seite) SOFORT auffindbar sein.

Bitte gebt auch die Preise für buchbare Zusatzleistungen an. Brötchenservice. Zeitungsservice. Getränkeservice. Grillservice…. (Das sind lauter nette Service-Vorteile.)

Zahlungs- und Buchungsbedingungen gehören auch zum Preis

Zum Thema „Preis“ gehört auch, ob eine Anzahlung fällig wird. Bis wann, in welcher Höhe. Und dann die Bezahlung. Wann soll der Gast bezahlen und in welcher Form. Also EC oder bar. Oder Karte…

Auch die Reservierungs- Miet- und Stornobedingungungen, sprich alles, was zum Vertrag gehört, muss vollständig und leicht auffindbar auf die Webseite.

Schreibt alles auf. Es erspart Euch a) Nachfragen per E-Mail und b) Missverständnisse.

4. Vakanzen: Wann ist die Ferienwohnung frei?

Ein leidiges Thema. Und viel zu viele Ferienwohnungsbesitzer bauen immer noch darauf, dass der Interessent nachfragt, ob die Ferienwohnung zum Zeitpunkt x frei ist. Ganz ehrlich. Ich klicke gleich weg. Da muss die Ferienwohnung schon super, super, super schön sein, dass ich diesen Weg gehe. Und so denken viele. Heute kann man online einkaufen, in Echtzeit Filme und Sportsendungen verfolgen…. Alles kann ich online machen und dann soll ich für eine Ferienwohnung, die mich interessiert, eine Buchungsanfrage per E-Mail senden? No way. Never ever.

Ich bin sicher nicht alleine mit meinem Zeitmangel. Deshalb mein Tipp, pflegt die Vakanzen der FeWo auf Eurer Webseiten. Das dauert nämlich nicht so lange, wie 5 E-Mail Anfragen „Ist die Ferienwohnung noch frei?“ zu lesen und zu beantworten.

5. Die Umgebung: Einkaufen und Freizeit

Auch beim Thema Umgebung haben die meisten FeWo-Webseiten noch viel Verbesserungspotenzial. Also bitte versetzt Euch in die Lage der Interessenten, die weder wissen wo der Lidl / Aldi / Rewe ist, noch der nächste EC-Automat.

Informationen, die weiterhelfen:

  • Entfernung zum nächsten Supermarkt
  • Entfernung zum nächsten Bäcker
  • Banken und Geldautomat
  • Ärzte, Tourist-Info etc.

Und denk bitte auch an die Angabe der Öffnungszeiten.

Sehr wichtig sind auch Restauranttipps. Spart Euren Gästen eine langwierige Google-Suche nach dem Abendessen. Zu einem Tipp gehören auch Angaben wie, warum sollte man dort Essen gehen, und wie viel kostet dort das Essen. Perfekt ist eine Verlinkung zum Restaurant.

„Wir empfehlen die Pizzeria „Bella Pizza“- urgemütlich und zuvorkommender Service. Preise ab 8,00 Euro.“

So zwei, drei Restauranttipps sind ein Traum. Ebenso kann man Cafes, Biergärten, Besenwirtschaften empfehlen. Stichwort: Service.

Und nun der wichtigste Punkt Freizeitaktivitäten.

Versetzt Euch in die Lage Eurer Zielgruppen und überlegt, was den jeweiligen Gästen wichtig sein könnte. Einige Sachen sind Standard, wie

  • Bademöglichkeiten,
  • Sehenswürdigkeiten,
  • Museen,
  • Fahrradverleih,
  • Wanderwege,
  • … .

Für alle Punkte gilt: Wie, wo, was, wann, wie viel und natürlich eine Verlinkung.

Jeder Interessent / Ferienwohnungsgast freut sich über Informationen, die über das „Normale“ hinausgehen. Also denkt bitte auch an solche Sachen, wie

  • Biobauernhöfe,
  • lokale Veranstaltungen,
  • Töpfereien, Kunsthandwerk etc.,
  • Kulturprojekte, Theater, Kino.

Vielleicht ist das Wetter nicht so gut und Eure Gäste suchen nach Alternativen?

Speziell Familien mit Kindern haben weiteren Informationsbedarf.

  • Wo befinden sich die nächsten Spielplätze? Wie sind die ausgestattet, für welche Altersgruppe sind sie?
  • kinderfreundliche Restaurants, Cafes etc.
  • kinderfreundliche Wanderwege
  • Fahrradverleih auch mit Kinderrädern…?

6. Bilder

Fotos sind wichtig. Insbesondere Bilder von der Ausstattung der Wohnung, aber auch Bilder vom Außengelände und der Umgebung können Buchungs-Booster oder Weg-Klicker sein. Hopp oder top.

Aber bitte keine Handyfotos. Professionelle Bilder sind gut belichtet und hoch aufgelöst. Wer will seinen Jahresurlaub schon in einem dunklen Loch verbringen? Die Wohnung ist hell? Ach schade. Das sieht man auf den Fotos gar nicht.

Auf professionellen Fotos wirken die Räume heller, freundlicher, schöner. Zwar kosten professionelle Fotografenbilder Geld, aber sie sind eine gute Investition in das Ferienobjekt.

Auf die Macht der Bilder setzten alle Tourismusanbieter. Was glaubt Ihr, warum auch heute noch Reisekataloge gedruckt werden. Nicht wegen der Beschreibungen.

Zum Schluss noch kurz Google

Jetzt ist der Beitrag sehr lang geworden. Und es gäbe noch so viel zu sagen.

Noch ein paar Worte zum Schluss. Je mehr Ihr auf Eurer Webseite schreibt, um so interessanter ist sie für die Besucher. Und das merkt auch Google und wird Eure Mühe mit einer guten Positionierung belohnen.


Content-Check-Angebot

Hier habe ich in einem Content-Check eine FeWo-Webseite analysiert. Wollt Ihr auch ein Feedback von mir? Dann bucht einen Content-Check. Dieser wird natürlich nicht veröffentlicht. Es sei denn Ihr wollt das.

Habt Ihr noch Fragen zum Thema Inhalt auf einer Webseite für eine Ferienwohnung? Dann schreibt mir.

Seitdem ich hier in Friedrichshafen am Bodensee wohne, fällt es mir besonders auf. Hotels und Ferienwohnungs-Besitzer verschenken viel Marketingpotenzial, weil sie keine eigene Webseite haben.

Aber nicht nur hier am Bodensee ist das so.

Viel zu viele Ferienwohnungsbesitzer in Deutschland und Östereich haben keine Webseite. Oder sie ist so schlecht, dass potenzielle Urlauber eher abgeschreckt werden, als zum Buchen animiert. Warum probieren so wenige eine Vermietung ihrer Ferienwohnung über die eigene Webseite?

Lohnt sich eine Webseite für die eigene Ferienwohnung? Ja.

Ihr winkt jetzt ab. Ja, ja, so eine eigene Webseite ist zu teuer. Und außerdem kann ich nicht programmieren. Und überhaupt, dafür habe ich keine Zeit. Doch lasst es uns doch mal ausrechnen, wie teuer so eine eigene Webseite im Vergleich zu einem Buchungsportal wirklich ist.

Was kostet die Vermietung über Buchungsportale?

Der Ferienhaus-Experte Tilo Boy hat die Preise der großen Ferienhausbuchungsportale für 2018 zusammengetragen. Am günstigsten ist tourist-online.de für ein Erstinserat mit 129 Euro. Spitzenreiter ist fewo-direkt. de mit 355,81 Euro. Letzterer bietet alternativ ein Provisionsmodell an. So funktionieren auch booking.com, hrs und Co. Im Schnitt werde für eine Vermietung etwa 8-15% fällig. Da es zusätzlich weitere Gebühren gibt, lohnt sich der Blick auf die Vermietungsgesamtkosten, die Vermieter und Gast tragen. Schnell wird klar, dass wir uns zumindest im Ferienhaussektor bei ca. 20% Provision bewegen. Welches das bessere Modell ist, hängt natürlich von der Anzahl der Buchungen ab. Wie viele Anfragen über ein Portal kommen, ist allerdings nicht nur von der Qualität des Portals abhängig, sondern auch vom Vermieter selbst.

Vermietung über ein Portal ohne eigene Webseite?

Ja, aber der Kunde von heute erwartet, dass JEDER eine Webseite hat. Warum? Egal, wo der potenzielle Urlauber die Ferienunterkunft findet, viele potenzielle Urlauber suchen weiterführende Informationen über das Objekt und die Umgebung. Das liegt zum einen daran, dass die Ferienwohnungs-Buchungsportale von sich aus relativ sparsam mit ihren Informationen sind, aber auch, weil Vermieter zu wenig Informationen in die Portale einpflegen. Eine hochwertige Präsentation, egal, ob auf dem Portal oder auf der eigenen Webseite, ist wichtiger den je.

Nehmen wir an Susi Familienmutter interessiert sich für eine Ferienwohnung auf einem Portal. Sie wird sich sehr wahrscheinlich über Google und Co. die Ferienwohnung „weiter“ anschauen wollen, um mehr Informationen zu bekommen. Vielleicht möchte sie erfahren, welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind, wie das Wetter in der Jahreszeit ist oder ob es einen Spielplatz in der Umgebung gibt. Und sie wird vielleicht auch auf einem Bewertungsportal, wie holidaycheck vorbeischauen. Zumindest wird sie versuchen, die Webseite der Ferienwohnung aufzusuchen. (Das wiederum ist nicht im Interesse der Portale, weil die Buchung der Ferienwohnung dann eventuell über die Webseite des Vermieters direkt erfolgen wird.)

Was meint Ihr, welche der folgenden Szenarien wirken als Buchungs-Booster? Bei welchem Szenario werden wenig oder keine Buchungen eintrudeln?

Die Ferienwohnung oder das Ferienhaus hat …

  • … keine eigene Webseite,
  • … eine altbackene aber informative Webseite,
  • … eine altbackene und wenig informative Webseite,
  • … eine schicke, informative Webseite.

Dreimal darfst Du raten!

Das heißt, Vermieter ohne eigene Webseite oder mit einer schlechten Webseite verschenken viel Potenzial. Was aber auf eine gute Webseite für eine Ferienunterkunft gehört, schreibe ich in einem nächsten Artikel mal genauer auf.

Was kostet die Vermietung über ein Buchungsportal?

Viele Buchungsportale locken mit „vielen“ Anfragen. Die sind für mich aber nicht wichtig. Entscheidend ist nur, wie viele Buchungen werden pro Jahr generiert.

Noch einmal. Ich spreche hier vor allem vom deutschsprachigen Ferienhausmarkt. Für einen sardischen Ferienhausbesitzer, der seine Wohnung über eine Agentur vermietet, und i.d.R. nicht mit dem Urlauber direkt kommuniziert, ist eine eigene Webseite schwieriger zu realisieren. Vor allem die Mehrsprachigkeit wird dann zu einem Kostenfaktor.

Bleiben wir für unser Beispiel auf dem deutschen Ferienwohnungsmarkt.

Nehmen wir an, dass ein Ferienwohnungsvermieter für seine Ferienwohnung im Durchschnitt 600 Euro pro Woche verlangt. Er ist auf mehreren Portalen gelistet. Sagen wir auf 5. Er hat keine eigene Webseite. Die Ferienwohnung pro Jahr etwa 20 Wochen belegt. Davon werden 10 Wochen an Neukunden vermietet, 10 Wochen werden an Stammkunden vermietet. (Was schon ziemlich gut ist)

Das heiß, der Vermieter generiert 12.000 Euro Umsatz pro Jahr. Mit den Neukunden 6.000 Euro. Davon muss er Provisionen und Gebühren abrechnen. Sie betragen ca. 20% , also 1200 Euro. Dazu rechnen muss er die Zeit für die Pflege der einzelnen Portale, vor allem die Vakanzpflege. Einige Portale haben keine Vakanzanzeige. Das heißt, interessierte Urlauber müssen eine Anfrage stellen und der Vermieter muss zu- oder absagen. Auch das kostet Zeit. Rechnen wir für die Vakanzpflege und die Kommunikation etwa 1 Stunde pro Monat. Also müssen wir weitere 600 Euro pro Jahr an Vermietungskosten dazurechnen. Macht 1800 Euro.

Was kostet eine Webseite für die eigene Ferienwohnung?

Nehmen wir an, Ihr gestaltet eine eigene Webseite mit einem Baukasten. Zwar gibt es auch kostenlose Webseiten, aber wir rechnen für eine kleine eigene Ferienwohnungswebseite mit einem Baukasten (z.B. bei WordPress.com, Wix und Co.) ca. 8 Euro pro Monat. Macht 106 Euro pro Jahr.

Eine Webseite sollte folgende Eigenschaften haben: informativ, user-freundlich und modern. Insbesondere gute Texte und professionelle Bilder sind wichtig, um potenzielle Feriengäste neugierig zu machen. Und dann ist da noch das Thema Suchmaschinenoptimierung.

Wenn ich so eine Webseite erstelle, kostet das etwa ab 700 Euro je nach Umfang und Anzahl der Unterseiten. Dazu kommen die Kosten für professionelle Bilder. Da sollte man ca. 500 Euro einplanen.

Webseite selber machen? Kostet Zeit.

Natürlich kannst Du eine solche Webseite auch selbst machen. Schon lange braucht man keine Programmierkenntnisse mehr. Ich biete zum Beispiel Workshops an, wo ich Laien zeige, wie sie zu einer modernen, informativen Webseite kommen.

Selbermachen dauert erfahrungsgemäß viel länger. Rechne mal mit 50 -100 Stunden. Bilder solltest Du nur selber machen, wenn Du eine fotografische Ausbildung hast. Selbst wenn Du die Webseite nicht selber machst, solltest Du noch Zeit dafür einplanen, alle Informationen zusammenzutragen und an eine Webseitenagentur weiterzureichen. Also unterm Strich kostet Dich so eine Webseite etwa genauso viel, wie die Provisionen aus den Vermietungen der Portale. Mit dem Unterschied, dass die Provisionen und Gebühren im nächsten Jahr wieder anfallen. Deine Webseite steht im Prinzip und normalerweise musst Du nur kleinere Änderungen machen. Auch die Vakanzpflege wird weniger Zeit kosten.

Vermietung ganz ohne Buchungsportale wie fewo-direkt und Co?

Im Prinzip wäre eine Vermietung ausschließlich über eine eigene Webseite möglich. Doch zumindest am Anfang oder bei geringem Stammkundenanteil, ist das nicht ratsam. Es sollte aber Dein Ziel sein, den Anteil der Buchungen über die eigene Webseite zu erhöhen. Buchungsportale sollten nur als zusätzliche Möglichkeit dienen, keinesfalls umgekehrt, so wie es bei den meisten Vermietern ist.

Unter der Voraussetzung, dass Du eine eigene schicke, informative Ferienhauswebseite hast, bringt sie folgende Vorteile:

  • Die eigene Webseite für die Ferienwohnung verbessert die Buchungschancen auch dann, wenn die Wohnung über Buchungsportale angeboten wird.
  • Insbesondere für Stammkunden ist die eigenen Webseite wichtig. Oftmals wissen sie gar nicht mehr, über welches Portal sie „damals“ die Unterkunft gefunden haben. Sie suchen also nach dem Namen oder dem Namen der Beitzerfamilie, z.B. Fereinwohnung Netzer, in der Hoffung auf die eigene Webseite zu treffen und darüber zu buchen.
  • Oder nehmen wir mal an, Ihr habt in xy Urlaub gemacht und Ihr seid an einer Appartmentanlage vorbei gekommen, die Euch gefällt. Was machst Du, wenn Du wissen willst, ob die Unterkunft frei ist und wie viel sie kostet? Googeln? Sicher!
  • Einmal erstellt, kostet die eigene Webseite in den Folgejahren sehr wenig. Meistens rentiert sie sich schon im zweiten Jahr.
  • Die eigene Ferienwohnungswebseite ist immer ein Zugewinn. Während das Buchungsportal sich als Plopp herausstellen kann, wirst Du über Deine eigene (gute) Seite immer gefunden.
  • Wenn Du dadurch auf weniger Buchungsportalen gelistet bist, sparst Du Zeit u.a. für die Vakanzpflege.
  • Du bist flexibler, weil Du Preise / Buchunsgbedingungen / Angebote selbstständig jederzeit ändern kannst und flexibel auf neue Situationen reagieren kannst.
  • Durch viele Zusatzinformationen für Deine Gäste bietest Du Ihnen einen klaren Mehrwert und schaffst Sympathie, Neugierde und Vertrauen.

Wer Fragen zu diesem Text hat, kann mich gern kontaktieren. Ich freue mich über Kommentare und Meinungen.

Hier schreibe ich, wie Ihr eine kostenlose Webseite mit WordPress erstellen könnt. Es fallen kein Gebühren für Einrichtung oder Hosting an. Aber natürlich ist eine kostenlose Webseite nicht komplett kostenlos. Denn das Teuerste an einer Webseite sind die Inhalte bzw. die Zeit, die man braucht, um die Inhalte für eine Webseite aufzubereiten. Texte schreiben, Bilder heraussuchen und ggf. bearbeiten, PDF erstellen usw. Insbesondere, wenn Du das erste Mal eine Webseite baust, solltest Du den Zeitfaktor nicht unterschätzen. Alles dauert länger, als Du denkst. Aber eine kostenlose Webseitehat noch einen Haken. Die URL hat einen Zusatz. Was ich damit meine, liest Du hier im Beitrag. Aber jetzt lass uns loslegen…

Wenn Du Dir mein Beispiel vorher anschauen willst, gehe mal auf https://sportvereinsedlitz.wordpress.com/

Kleines Konzept machen. Inhalte vorbereiten. Fotos heraussuchen.

Ehe Du beginnst, solltest Du Dir ein kleines Konzept machen. Schau welches Material Du hast: Bilder, Texte, PDF-Dateien…

1) Dann nimm Dir einen Zettel und male die Struktur Deiner Webseite auf.

Schaue welche Inhalte wie zusammengehören. Was interessiert den Besucher auf den ersten Blick? Klar eine Kontaktmöglichkeit. Aber sicher auch noch andere Informationen.

Die wichtigsten Unterseiten auf einer Webseite sind meiner Meinung nach folgende:

  • Startseite: Sollte idealerweise sofort offensichtlich folgende Frage beantworten: Worum geht es hier? Was kann ich hier finden?
  • Über mich: Wer steckt dahinter? Beschreibung, Biografie, weiterer Content, um Kompetenz und Vertrauen zu vermitteln
  • Leistung / Angebot: Was bietet die Seite an? Beschreibung des Angebots der Leistung
  • Kontaktseite, wie in diesem Artikel beschrieben

Zeichne Dir Deine Webseite mit den Unterseiten auf. Auch die Menüpunkte. Versuche Dich in die Lage Deiner Besucher zu versetzen. Welche Informationen sind wichtig? Frage eventuell Partner, Feunde, Kollegen….

WordPress ist ein fexibles System. Die Neustrukturierung der Inhalte ist jederzeit möglich. Also dont worry, wenn Du Dir nicht 100%ig sicher bist. Wichtig ist, dass Du Dich nicht in Kleinigkeiten verlierst, sondern zunächst die wichtigsten Inhalte zusammenträgst.

Los gehts: Bei WordPress registrieren und URL festlegen.

Natürlich hat eine kostenlose Webseite einen Haken. Und der liegt in der URL. Gratis-Webseiten erlauben keine direkten Domainnamen. Also nicht www.meine-webseite.de sondern stattdessen www.meinewebseite.wordpress.com. Deshalb eignen sich solche kostenlosen Domains weniger für ein Unternehmen. Aber für kleinere Blogs, für Vereine, Kindertagesstätten, Projekte oder Netzwerke.

Egal ob mit oder ohne Domainzusatz, um bei Google gefunden zu werden, kommt es auf den Inhalt an.

2) Um Dich bei WordPress anzumelden, gehe auf https://de.wordpress.com/ und

3) klicke auf „Webseite erstellen“.

WordPress bietet Dir jetzt 3 Vorschläge, wie Deine Startseite aussehen soll. Der erste und der dritte Vorschlag eignen sich für Blogs, also für Webseiten, die regelmäßige Neuigkeiten online stellen. Für Unternehmswebseiten oder Vereinswebseiten bevorzuge ich die mittlere Variante. Klicke also auf „eine Willkommensseite für meine Webseite“.

4) Nun kannst Du ein Theme, also das Layout Deiner Webseite auswählen.

Für den Laien ist das Aussehen einer Webseite oft das Wichtigste. Stimmt aber nicht. Der Informationsgehalt einer Webseite ist wichtiger. Versuche Dir Deine Inhalte vorzustellen. Wie viele Texte hast Du? Wie viele Bilder? Sind die groß genug? Versuche Dir Deine Inhalte in den verschiedenen Themes vorzustellen. Oft verwenden die Designer schöne große Bilder, die man selber gar nicht so hat.

Für meine kostenlose WordPress-Seite habe ich das Theme „Twenty-Seventeen“ verwendet. Es gibt viele Möglichkeiten. Auch die kostenlose WordPress-Themes werden besser, haben viel mehr Funktionen, als noch vor ein paar Jahren.

Die Layoutauswahl kann zum Zeitfresser werden. Deshalb versuche weiter im Kopf zu behalten, dass der Content wichtiger ist. Mit der Layoutauswahl kannst Du Dich auch später noch befassen.

Deshalb wähle erst einmal irgendein Theme.

5) Der Name – Eine gute URL finden.

Im nächsten Schritt musst Du Dir einen Namen überlegen. Denke daran, das ist der Haken einer kostenlosen Webseite mit WordPress. Du darfst nur Kleinbuchstaben oder Zahlen verwenden. Und der Name bekommt den Zusatz „wordpress.com“.

Meine kostenlose Webseite heißt www.sportvereinsedlitz.wordpress.com. Leider ein bisschen lang, aber ich sehe keine kürzere Variante…. Probiere es aus. Keine Sorge, auch den Namen kannst Du später wieder ändern.

6) Wähle einen Namen für Deine Webseite.

und gehe auf „auswählen“.

Es erscheinen die verschiedenen Pakete. Du willst ja eine kostenlose Webseite, also wähle die ganz linke Variante.

Die anderen Pakete haben natürlich viel mehr Gestaltungsspielraum und ab 8,25 Euro pro Monat bekommt man dann auch einen Domainnamen ohne .wordpress.com.

7) Erstelle Dein Konto

Im letzten Schritt musst Du Dein Konto erstellen. Trage Deine E-Mail-Adresse und einen Benutzernamen ein. Und verwende bitte ein gescheites Passwort. (Also nicht „passwort“, sondern eher so etwas wie „1mhK(hb6“.) Wichtig, kopiere sie oder schreibe Dir die Zugangsdaten auf.

Und schon bis Du fertig. Jetzt kannst Du mit dem Befüllen beginnen.

Auf der linken Seite siehst du eine Navigationsleiste mit allen Funktionen, um die Webseite zu gestalten und mit Inhalten zu beleben.

8) Gib Deiner Webseite einen gescheiten Titel und Untertitel.

Um den Titel Deiner Webseite zu ändern, gehe auf den Menüpunkt „Themes“ und klicke anpassen.

Unter Website-Informationen kannst Du den Titel und den Untertitel ändern. Denke daran, der Titel ist wichtig, dass Deine Seite auch von Google gefunden wird.

Ich entscheide mich für „Sportverein Musterstadt Sektion Wintersport“.

WordPress Seitentitel anlegen

Wenn Du keinen Titel auf der Webseite sehen möchtest, nimm das Häkchen raus.

Unter dem Seitentitel kannst Du auch Dein Logo veröffentlichen. Dann verschwindet allerdings Dein Seitentitel auf der Oberfläche und das Logo erscheint.

Denk daran, Deine Änderungen und Inhalte zu speichern. Oben findest Du den entsprechenden blauen Button.

9) Farben, Hintergründe und Schriften anpassen

Das ist auch wieder etwas, was viel Zeit kosten kann. Jedes Theme hat unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten, mit denen man sich erst einmal vertraut machen muss. Hier in diesem Beitrag liest Du, was man wie im Customizer einstellen kann.

Deshalb passe ich Farben und Schriften meistens erst an, wenn ich die Inhalte eingepflegt habe. Neben den Farben kannst Du auch Hintergründe oder optionale Headerbilder festlegen. Je nach Farbton Deiner Bilder passt nicht jede Farbe des Themes.

Wenn Du nichts falsch machen willst, lass den Hintergrund weiß. Das wird Dir Dein Leser danken.

Aber letztendlich kann ich Dir nur das Folgende empfehlen:

Ausprobieren, Ausprobieren, Ausprobieren

Noch mehr Infos zu den Theme-Einstellungen, wie man Menüs anlegt, findest Du im zweiten Teil.

Ehe wir uns um die Inhalte kümmern, kannst Du noch einstellen, ob Deine Startseite statisch sein soll, sprich der immer gleiche Beitrag steht dort, oder ob Du die News / Blogbeiträge auf der Startseit zeigen willst. Letzteres eignet sich, wie schon erwähnt, für Webseiten, auf denen regelmäßig Neuigkeiten veröffentlicht werden. Ansonsten würde ich davon abraten.

Stelle also Deine Webseite auf „Statische Seite“ und wähle eine Seite, z.B. Über. Das kannst Du später aber noch jederzeit ändern.

Wie es weitergeht, schreibe ich in einem nächsten Artikel.

Wenn Ihr Fragen habt, freue ich mich auf Eure Kommentare und Fragen per E-Mail.

 

Webseite für SportlerAls ich gefragt wurde, ob ich eine Webseite für die Turnerin Sophie Scheder erstelle, habe ich gleich „ja“ gesagt. Bei ihr, wie bei allen jungen Sportlern ist das Budget begrenzt. Trotzdem ist eine gute Webseite wichtig, denn über die Webseite finden Sportler Kontakte zu Sponsoren. Beim Sponsoring gelten dieselben Regeln wie beim „normalen“ Marketing: „Tue Gutes und rede darüber“. Die Sponsoren erwarten eine Sichtbarkeit, die Präsentation ihres Namens und ihrer Produkte. Eine professionelle Webseite ist daher Pflicht für jeden Sportler, der sich um Sponsorenverträge bemüht.

Inhaltlich habe ich mich mit Sophies Managerin, der ehemaligen Biathletin Petra Behle, abgestimmt. Beim Layout hatte ich eigentlich freie Hand….

Layout: Helle Bilder – helles Theme, dunkle Bilder – dunkles Theme

Für die Webseite von Sophie verwende ich, so wie immer, WordPress. Für das Layout habe ich das kostenlose Theme Sydney ausgesucht.

Anfangs wollte ich eine helle Webseite mit weißem Hintergrund gestalten. Aber dann kamen die Bilder vom Shooting und die waren alle dunkel. Dunkle Bilder und helle Hintergründe – das passt leider nicht. Deswegen musste ich dann alles noch mal umstellen. Auch ein dunkler Hintergrund kann freundlich wirken. Trotzdem hätte ich mich für helle Fotos entschieden.

Für die Darstellung des Inhalts verwende ich den Pagebuilder Elementor in der Gratisversion. Mit dem Elementor kann schicke Webseiten gestalten. Auch jetzt, wo WordPress den Gutenberg-Editor mitbringt, haben Pagebuilder wie Elementor seine Berechtigung.

Inhaltlich habe ich versucht, einen kleinen Einblick in das Leben der Sportlerin zu geben. Die Unterseite „über mich“ habe ich in Form eines Interviews gestaltet. Unter „vita“ finden sich Sophies sportliche Erfolge. Die Seite „termine“ ist für Fans interessant. Hier stelle ich einmal pro Jahr die Wettkampftermine ein. Auch die Unterseite „partner“ ändere ich ab und zu. Eine Sponsoren fallen weg, neue kommen hinzu.

Alles in allem erfährt der Besucher eine Menge über Sophie. Hier geht es zu Sophies Website.

Keine Zeit für Blog und News – trotzem aktuell

Auf der Webseite habe ich ein kleines Interview mit Sophie veröffentlicht. Solch ein Interview finde ich ansprechender, als einen schnöden Lebenslauf. Einfach sympathisch.

Für einen Blog hat Sophie keine Zeit. Wie auch, bei 30 Trainingsstunden pro Woche? Deswegen habe ich mit dem Plugin Juicer das Facebook Feed eingebunden. So wirkt die Webseite auch ohne Blog immer aktuell.

Du hast Fragen zu diesem oder einem anderen Thema. Dann freue ich mich über Deine E-Mail.

 

Für meine Webseiten verwende ich WordPress. WordPress ist ein freies Content Management System (CMS). WordPress kostet nichts. Das nennt sich Open source Software. Doch trotzdem sind WordPress Webseiten nicht gratis.

Gibt es nun kostenlose Webseiten oder nicht?

Im Gegensatz zu früher zahlt man nicht mehr die Programmierung einer Webseite, sondern die individuelle Anpassung. Das ist unterm Strich günstiger. Dadurch sind die Preise für Webseiten gesunken. Technik – Layout – Inhalt – Preis. Doch wie hängt das nun alles zusammen?

Im Teil 1 erkläre ich warum sich fertige Designvorlagen, sogenannte Themes lohnen. Inspiriert haben mich zu dieser Artikelserie die Fragen der Kolleginnen vom KKT e.V. München während unseres gemeinsamen Webseitenprojekts. Ich habe gemerkt wie schwierig es ist, einzelne Zusammenhänge so zu erklären, dass sie der Laie auch versteht.

Webseiten Design – Kleider machen Leute

Menschen, die sich mit Webseiten-Gestaltung nicht auskennen – ganz normale „User“ also  – beurteilen eine Webseite nach ihrem Aussehen. Ich finde aber, dass der Inhalt einer Webseite wichtiger ist, als das Design.

Und in Sachen Webdesign hat sich viel getan: In den Anfangsjahren der Webentwicklung waren Grafiker unerlässlich. Als es noch keine Content Management Systeme und keine Homepagebaukästen gab. (Warum man ein CMS auswählt oder nicht, über Technik generell, schreibe ich etwas im nächsten Artikel). Sie haben Vorstellungen der Kunden von Farben, Formen, das Corporate Design (CD) in Grafik umgesetzt. Heute sind fertige Designs so flexibel, dass auch ein individuelles CD per Knopfdruck umgesetzt werden kann.

Aktuell stehen alls auf Icons, Bilder und große Fotos

Webseiten werden vom Zeitgeist geprägt. Sie unterliegen der Mode wie eine Jeans oder ein T-Shirt. Im Moment fallen bei den Webseiten die großen Bilder auf, meist über die gesamte Bildschirmbreite. Schriften schieben sich über die Bilder (so genannte Parallax-Effekte), es werden viele Icons (kleine Symbole) benutzt, im Header befinden sich Slider (Bildschirmpräsentationen) und es werden Webeffekte eingesetzte.  Icons bewegen sich, wenn man darüber fährt. Diese Elemente werden durch kurze (leicht erfassbare) Textelemente unterbrochen.

Während es „früher“ ein no-go war, dass der User auf einer Webseite scrollen muss, gilt heute das genaue Gegenteil. Scrollen wird im Zeitalter von Smartphones und Tablets nicht mehr als lästig empfunden.

Auch die Breite einer Webseite hat sich verändert: Noch vor 5 Jahren waren die meisten Webseiten „als Box“ gestaltet. Rechts und links, manchmal sogar oben und unten, war ein freier Rand. Heute nutzen die meisten Webseite die volle Seitenbreite (full width).

Der Markt der Webdesigner ist in Bewegung. Ständig entstehen neue Webdesign-Trends. Darauf haben sich Webentwickler eingestellt. Und WordPress ist ein riesiger Markt. Einige Webdesigner machen nichts anderes, als für WordPress-Webseiten fertige Layouts zu entwickeln. In Indien, Australien oder Österreich. Eine Design-Vorlage heißt bei WordPress Theme (sprich: thiem), plural: Themes.

WordPress hat einen riesigen Markt geschaffen. Deshalb gibt es für WordPress-Webseiten moderne, schicke Layouts von der Stange. Eine Anbieter-Plattform solcher Vorlagen ist der Themeforest von Envato. Ach so, und ein Theme kostet ca. 60 Euro. Und es gibt auch kostenlose Themes.

Sparen Sie Kosten und verwenden Sie ein fertiges Theme.

Manchmal geht es nicht ohne Grafiker. Große Unternehmen haben häufig spezielle Designwünsche, ein individuelles Corporate Design. Doch für Otto-Normal-Unternehmer, Praxisinhaber oder Freiberufler, die WordPress nutzen wollen, ist eine fertige Vorlage preiswerter. Ich sage immer, wer 10% seiner individuellen Designvorstellungen aufgibt, spart 50% der Webseitenkosten. (Sorry liebe Webdesigner!)

Exkurs Webdesign: Was ist eigentlich ein Webdesigner?

Die Begrifflichkeiten verschwimmen heutzutage. Ein Webdesigner ist für mich jemand, der das Aussehen einer Webseite programmieren kann. Er hat also graphische und technische Fähigkeiten. Wenn er das nicht kann, sondern nur das Bild anfertigt, dann ist das ein Grafiker ohne technische Kompetenz. Ein Webentwickler kann Grafik in Code umwandeln, ist aber eher auf die Funktionen einer Webseite fokussiert, also eher auf das große Ganze. Wobei man Webentwickler und Webdesigner durchaus auch synonym verwenden kann. Ich bin zum Beispiel gar nichts. Ich konzipiere Webseiten inhaltlich. Dazu brauche ein gutes Auge, um die Inhalte optisch ansprechend aneinander zu setzen. Und ordentlich Geduld. Trotzdem bin ich weder Webdesigner, noch Webentwickler und schon gar kein Grafiker. Ich würde mich als Web-Konzepter bezeichnen, weil ich das „große Ganze“ einer Webseite betrachte (und mir übrigens für die Teilbereiche, die ich nicht abdecken kann, Hilfe hole.)

Layouts von der Stange und trotzdem individuell

Nun braucht man keine Angst zu haben, dass die WordPress-Webseite dann so aussieht, wie hundert andere WordPress-Seiten.

Denn WordPress ist die weltweite Nummer Eins der Content Management Systeme. Das bringt für uns einige Vorteile: Für WordPress gibt es tausende moderne Layout-Vorlagen. Und es gibt hunderte fertige Plugins (Anwendungen).

Bei den Themes ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es gibt thematische Themes, z.B. zum Thema Gesundheitswesen, Tourismus, Fotografie oder die so genannten Multi-Purpose-Business-Themes. Sie könenn für alle möglichen Business-Webseiten verwendet werden. In den Kinderjahren von WordPress stand der Blog als zentrales Element im Vordergrund. Und auch die Themes waren auf Blogger ausgerichtet. Inzwischen hat sich WordPress als Content Management System auch für Firmenwebseiten etabliert. Der Blog ist nur noch ein Teil der Website. Und so gibt es jetzt viele Vorlagen, die speziell für Unternehmen, Praxen und Selbstständige, aber auch für Charity Projekte ausgelegt sind.

Und noch ein Aspekt spricht für fertige WordPress Themes: Wenn etwas neu programmiert wird, treten in der ersten Zeit Fehler auf. Das ist normal. Erst nach und nach kommen alle Funktionen zum Einsatz. Erst wenn die Fehler auftreten, können sie beseitigt werden. Es dauert also eine Weile, ehe eine Programmierung sicher läuft, egal ob eine Software oder eine Webseite. Und das kann man sich sparen, wenn man ein Weblayout von der Stange kauft: Die größten Fehler sind bereits gefunden.

Wie finde ich das passende Theme?

Genau das ist selbst für mich nicht immer einfach. Ich suche zuerst bei Envato. Dort kann man sich die Themes als life preview (Vorschau) anschauen. Man darf sich nicht blenden lassen. Die Theme-Entwickler nutzen professionelle Fotos, die man selber unter Umständen (noch) nicht hat. Man muss versuchen, sich die Webseite ohne die benutzten Fotos vorzustellen. Für Laien gar nicht so einfach.

Meinen Kunden unterbreite ich i.d.R. 1-3 Theme-Vorschläge, die meiner Ansicht nach zu den Anforderungen passen. Das ist Teil des Angebotes. Ein Hilfe sind auch die Bewertungen anderer Käufer.

Viele der Themes sind auf die wichtigsten Plugins (Funktionen) von WordPress abgestimmt. Wer also einen Webshop einrichten will, sollte ein Theme auswählen, dass bereits für die Funktionen vom Plugin WooCommerce ausgelegt ist. Was ein Themes kann und für welche Plugins es geeignet ist, wird von den Webentwicklern des Themes meist recht gut beschrieben. Allerdings kommt der Laie da schnell an seine Grenzen.

Das Websdesign ist die geschickte Anordnung der Elemente.

Trotz aller Beschreibungen und Bewertungen ist ein gekauftes Theme immer eine Blackbox. Welche Einstellungen möglich sind und welche Inhaltselemente vorhanden sind, das sieht man meist erst, wenn das Theme installiert ist.

Die modernen Webseiten-Vorlagen beinhalten meistens einen visuellen Webbuilder, wie den Visual Composer oder den Elementor. Diese Plugins ermöglichen die „moderne“ Darstellung der Inhalte. Texte, Bilder, Icons, Animationen und eingebundene Videos können besser angeordnet werden. Und genau diese Anordnung der Designelemente ist das, was heute Geld kostet. Was ganz einfach aussieht, dauert meistens Stunden. Und da es immer mehr Inhaltselemente gibt und immer mehr Einstellungsmöglichkeiten, steigt auch die Zeit, die man für das Einstellen benötigt. Deshalb ist selbst bei großer Sorgfalt nicht alles bis ins kleinste Detail zu kalkulieren. Vor allem wenn man gebeten wird noch schnell eine Abstand zu ändern, oder ein Bild, oder ein Icon auszutauschen etc. Schnell summieren sich die Minuten zu Stunden.

„Webdesign“ mit WordPress ist also die „optimale“ Einstellung und Anordnung der Inhaltselemente. Ohne meine Fähigkeiten in den Vordergrund zu rücken: Wer heute Webseiten „gestalten“ will, muss wissen, wie Inhalte userfreundlich aufbereitet werden. Was ist wichtig? Mit welchen Elementen kann man den Blick des Users auf bestimmte Inhalte richten? Wie erstelle ich Inhalte so, dass Sie auch gelesen werden? Was muss ich tun, dass der User auf diesen oder jenen Button klickt.

Dabei sollte man das „Technisch-machbare“ im Hinterkopf haben, an Google denken und Texte schreiben können. Der Konzepter einer WordPress Seite ist also kein Designer im herkömmlichen Sinne mehr, sondern jemand, der inhaltsbasiert denken kann.

Der Webkonzepter ist in der Lage relevante Inhalte auszuwählen, zu erstellen, aufzubereiten und optimal zu präsentieren.

Kosten und Folgekosten einer WordPress Webseite

Wenn man die Standard-Lizenz für ein WordPress-Theme erwirbt, darf man es herunterladen und für eine Webseite nutzen. Meistens beinhaltet der Kaufpreis 6 Monate Support. Auch wenn ein Themes fertig ist und bereits verkauft wurde, arbeiten die Entwickler weiter daran. Immer wieder ergeben sich kleinere Bugs (Fehler) oder Sicherheitslücken werden geschlossen. Das ist ganz normal. Wer ganz sicher gehen will, verlängert den Support für das gekaufte Theme.

Wie oben beschrieben, kostet so ein fertiges Webdesign ca. 60 Euro. Meistens werden andere Plugins mitgeliefert, z.B. ein Slider oder das Webbuilder-Tool Visual Composer. Da ist Vorsicht geboten. Zwar dürfen die Plugins auch nach Ablauf der „normalen“ Lizenzperiode verwendet werden, aber sie werden nicht mehr aktualisiert und erscheinen im Backend (im Administrator-Bereich) rot. Manchmal lohnt es sich die Plugins im Nachhinein zu erwerben unter anderem deshalb, weil neu erkannte Sicherheitslücken durch regelmäßige Aktualisierungen geschlossen werden.

Layout für WordPress Webseiten: Kann man wirklich alles anpassen?

Auch wenn in den modernen Themes viele Einstellungen möglich sind, kann man nicht alles per Knopfdruck individualisieren.

Der Header hat zum Beispiel 5 Einstellungsoptionen. Wem die nicht gefallen, der hat Pech gehabt. Oben habe ich davon geschrieben, dass 10% der Designwünsche nicht realisierbar sind.

Das stimmt nur zum Teil. Denn es gibt natürlich die Möglichkeit, dass ein fertiges Theme „umgestaltet“ wird. Das erfordert „Programmierkenntnisse“. Eine Veränderung oder Erweiterung bestehender Webseiten-Layouts wirkt sich auf den Gesamtpreise der Webseite aus. Darum sollte man sich genau überlegen, ob Designänderungen wirklich notwendig sind.

Bekanntlich lässt sich über Geschmack streiten. Deshalb sollten individuelle Designwünsche immer überprüft werden. Steht der Nutzen im Verhältnis zu den Kosten?

Unterm Strich bin und bleibe ich ein großer Fan von fertigen Webseiten-Layouts.Ich hoffe, dass ich mit diesem langen Text etwas Licht ins Dunkel bringen konnte.

Hier finden Sie einige Webseiten-Projekte die ich mit WordPress unter Verwendung eines fertigen Layouts konzeptioniert habe.