Ob eine Webseite als schön oder nicht schön empfunden wird, hat oft mit den verwendeten Bildern zu tun. Vor 10 Jahren war es usus Minibildchen in den Text einzubauen. Seit einigen Jahren sehen wir auf Webseiten große Bilder als Slider oder Header. Doch worauf kommt es bei Bildern an? Was spricht für eigene Bilder auf der Webseite? Sind eigene Bilder automatisch schöner?

Bilder machen Webseiten schön

Schon in ersten Phase der Webseitenerstellung spielen Bilder eine Rolle. Oft kommt jemand zu mir und sagt: „Aline, kannst du mir so eine schöne Webseite wie… machen?“. Und dann schaue ich mir die genannte Webseite an und sie hat vor allem schöne Bilder :-)
In der Angebotsphase gehts weiter mit dem Thema Bilder. Dann legen wir fest, woher die Bilder kommen. Später, wenn es darum geht, ein passendes Theme für seine WordPress-Webseite zu finden, kommen wir wieder mit Bildern in Berührung. Alle Themes verwenden für eine Life-Vorschau beeindruckende, professionelle Bilder, wie hier die Layout-Vorschauen von Enfold.

Kannst Du Dir die dort präsentierten Layout-Ideen ohne Bilder vorstellen?

Nein, oder?

Die fehlende Vorstellung ist eine besondere Herausforderung bei der Erstellung von Websites. Den meisten Kunden fällt es schwer, sich die Webseite ohne Fotos, bzw. mit den eigenen Fotos vorzustellen. Was nicht da ist, kann man sich schlecht vorstellen. Deshalb gibt es solche Live-Präsentationen.

Ohne Bilder sieht eine Webseite nackt aus. Bilder werden im Header (Kopfbereich) der Webseite verwendet. Oder als Slider (Bildshow). Wer das nicht mag, vewendet je nach Gestaltung Bilder halbseitig oder drittelseitig. Letztendlich sind auf jeder Unterseite ein oder mehrere Bilder. Meine Kunden sind immer überrascht, wie viele Bilder für die Erstellung einer Website gebraucht werden.

Aber es geht nicht einfach nur darum, irgendwelche Bilder zu verwenden.

Bilder und ihre Funktionen auf der Webseite

Sie erfüllen wichtige Aufgaben auf einer Webseite. Hier habe ich einige zusammengetragen.

Bilder,

  • sind ein Designmittel, damit Besucher die Inhalte leichter zu erfassen,
  • übertragen die Emotionen und Botschaften, die nicht in Worte zu fassen sind,
  • vermitteln Sympathie, oder eben auch Antipathie,
  • veranschaulichen schwierigere Inhalte,
  • vermitteln Informationen, wo unsere Vorstellungskraft Grenzen hat, z.B. die schnelle Erfassung der Einrichtung einer Ferienwohnung.
  • Bilder und die perfekte Benennung sind Teil der Suchmaschinenoptimimierung.

Um nur einige zu nennen.

Doch woher kommen die Bilder nun?

Und weil Bilder so viele Funktionen haben, empfehle ich meinen Kunden bevorzugt eigene Bilder zu verwenden.

Oder zumindest in Kombination mit gekauften Bildern.

Vorteile eigener Bilder auf Webseiten

Keine Frage, Bilder kosten Geld.

Doch die Investion in ein Fotoshooting lohnt sich:

  • Eigene Bilder passen besser,
  • sie wirken authentisch,
  • Bilder können vielfach wiederverwendet werden, z.B. für Social Media Aktivitäten,
  • sie sind relativ lange verwendbar, ca. 3-5 Jahre, zum Teil auch länger,
  • es gibt keine Einschränkungen beim Copyright, zumindest wenn es ein fairer Fotograf ist,
  • eigene Bilder werten die Webseite auf.

Ich behaupte, eigene Bilder sind schöner, als Stockbilder. Aber nur dann, wenn sie von einem Fotografen gemacht werden, der sein Handwerk versteht.

All zu oft habe ich auch schon selbst geschossene Fotos von Hobbyfotografen bekommen. In den wenigsten Fällen kann ich diese Fotos ohne Bauchschmerzen verwenden. Meistens sind sie zu dunkel und zu unscharf.

Gute Bilder entstehen in einem professionellen Fotoshooting.

Fotoshooting.

Das hört sich hochtrabend an. Wie aufwendig so ein Fotoshooting ist, kommt ganz darauf an, was am Ende herauskommen soll. Wichtige Überlegungen sind:

  • Wo soll das Shooting stattfinden? In den eigenen Räumen oder im Studio? Oder sogar draußen?
  • Wer soll fotografiert werden? Die eigenen Mitarbeiter, aber auch Fremde, die als Patienten oder Kunden „fungieren“?
  • Wie viele verschiedene Szenen sollen fotografiert werden?
  • Wie viele (unterschiedliche) Fotos sollen entstehen?
  • Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Besonders wichtig, wenn dafür der Geschäftsbetrieb unterbrochen oder eingestellt werden muss.

Viele unterschätzen die Organisation eines Shootings. Deshalb ist es auf Wunsch Teil meines Angebotes.

Dazu mache ich mir schon im Vorfeld Gedanken, welche Bilder ich benötige. Für die Content-Erstellung lege ich unter anderem fest, welche Botschaften ich durch die Bilder übermittelt möchte. Ebenso bespreche ich mit dem Fotografen Lichtverhältnisse, Farben, Accessoires und Räume. Auch die Szenen und die Personen lege ich zusammen mit den Kunden fest. In einem Shootingplan erfasse ich dann alle Details ganz genau. Für den Fotografen ist das eine große Hilfe, denn so weiß er genau, was ich von ihm erwarte.

Schöne Bilder auf der Webseite sind wichtig.

Du kannst es gern testen. Schau Dir mal verschiedene Webseiten an. Welchen Websites gefallen Dir am besten und warum? Wetten, das sind vor allem Webseiten mit schönen Bildern?

Im zweiten Teil meiner Bilder-Artikel werde ich ein Interview mit der Friedrichshafener Fotografin Sabine Kunzer veröffentlichen.

Bildquelle: Viktor Hanacek via Picjumbo

Weiterlesen: Eigene Bilder auf der Webseite – Teil 2: Interview mit der Fotografin Sabine Kunzer

Im August bin ich von Unterschleißheim bei München nach Friedrichshafen an den Bodensee gezogen. Natürlich ist auch meine Marketingberatung mit mir an den Bodensee gezogen. Jetzt habe ich mal aufgeschrieben, wie es dazu kam, wo meine Kunden leben, und wie mir meine Selbstständigkeit als Einzelkämpferin half, meinen Fokus zu finden.

Und dann war da noch diese besondere Begegnung …

2017 ist mein Jahr der Veränderungen. Nachdem ich mich Ende 2016 von meiner Partnerin getrennt habe, und wir #MARKEN_sachen aufgelöst haben, bin ich seit Anfang diesen Jahres als Einzelkämpferin unterwegs.

Anfangs war ich ein bisschen unsicher. Ich hatte großen Respekt alles alleine zu machen. Auch stand immer wieder mal im Raum, die Selbstständigkeit aufzugeben.

Tele(sym)pathie: Kundenservice per Telefon und Internet.

Vom Aufgeben bin ich gerade meilenweit entfernt. Ich habe einen festen, treuen Kundenstamm. Auch neue Kunden finden zu mir – oder ich zu Ihnen. Ich habe in den letzten Monate Webseiten für UnternehmerINNEN in Freiburg, Österreich und München gebaut. Außerdem betreue ich als Kommunikationsberaterin mehrere Firmen in München und sogar in Hamburg. Einige meiner Kunden habe ich noch nie persönlich getroffen. Das klingt vielleicht ungewöhnlich, aber auch übers Telefon und Internet kann eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung entstehen. Sympathie ist auch am Telefon spürbar und Zuverlässigkeit äußert sich z.B. in kurzfristig beantworteten E-Mails oder in spontanen Telefonaten.

Daher hatte ich keine Bedenken, als der Umzug nach Friedrichshafen im Gespräch war. Mein Mann hatte ein neues Job-Angebot bekommen. Er ist gebürtiger „Häfler“ und so waren wir immer wieder an vielen Wochenenden und in den Ferien hier. Die Stadt und die Region kenne ich also. Soziale Kontakte werden sicher folgen. Ebenso geschäftliche Kontakte hier am Bodensee. Obwohl…?

Fischbach – als Start für eine Begegnung

Gerade ist mir etwas Schönes passiert. Ich habe in den letzten Tagen nach einem Yogakurs gesucht und bin auf einer Unterseite der Webseite des Sportvereins Fischbach gelandet. Ich habe die Yogalehrerin angeschrieben und nach Yogakursen gefragt. Anhand der E-Mail Adresse habe ich gesehen, dass sie eine eigene Webseite hat. Also habe ich mir ihre Webseite und ihr Kursprogramm angeschaut. Fischbach, Langwasser!? Nach einer kurzen Bestürzungsphase fiel der Groschen: Ich war auf der Webseite des Sportvereins Nürnberg-Fischbach gelandet und nicht in Friedrichshafen-Fischbach.

Oh Mann, dachte ich. Ist das peinlich! Vielleicht hätte ich mir erst mal die ganze Webseite des Sportvereins anschauen sollen. Ich schrieb der Yogalehrerin von meinem Irrtum. Sie wiederum, hat aufgrund meiner Signatur auf meine Webseite geschaut und gedacht: „Gut, Marketingberatung brauche ich. Die rufe ich mal an.“ Und so habe ich gerade ein interessantes Gespräch mit einer Mompreneur aus Nürnberg geführt.

Dabei ist mir wieder meine Stärke bewusst geworden: Ich liebe es, mich in andere Branchen reinzudenken und mit anderen Menschen Ideen zu spinnen. Gleichzeitig fallen mir immer Geschichten und Inhalte ein, womit Unternehmer mehr Aufmerksamkeit bei ihren Kunden erzielen können.

Ich glaube deshalb läuft es gerade auch so, wie es läuft. Durch meine Selbstständigkeit als Einzelkämpferin habe ich mich offenbar besser fokussiert und mein Kerngeschäft entdeckt. Kommunkationsberatung. Content. Webseiten.

Es bleibt weiter spannend. Ich werde berichten.

Aber jetzt mache ich mich erst noch mal auf die Suche nach einem Yogakurs am Bodensee.

Reset. Alles auf Null gesetzt.

Am 31.12.2016 haben wir die #MARKEN_sachen Schmidt & Sommer GbR aufgelöst. Obwohl wir in den drei Jahren viel erreicht haben. Trotzdem sich auch für 2017 vielversprechende Projekte angekündigt haben. Wir beenden, aber nicht, weil wir gescheitert sind.

Diesen ersten Post unter aline-sommer.de möchte ich nutzen, um Danke zu sagen. Danke Jessica für alles, was ich von Dir gelernt habe. Danke für alles, was ich durch unsere gemeinsame Arbeit gelernt habe. Danke an alle Kunden, Projektpartner, Freunde, Kooperationspartner, Familienmitglieder, Unterstützer, Daumendrücker, Händchenhalter, Korrekturleser, Zuhörer, Kritiker und Ratgeber.

Die Wanderschuhe sind geschnürt. Vor mir liegt neues Terrain. Ich weiß nicht was mich erwartet. Aber ich bin sicher, dass mir meine Erfahrung und meine Intuition helfen, den richtigen Weg zu finden.

Doch zunächst langsam. Reduziert.

Die Sonne scheint. Und hinten am Horizont sehe ich schon die Gipfel.