Und wie du trotzdem deinen Wunschkunden findest.

Ganz ehrlich, so wichtig mir Zielgruppenanalyse und Zielgruppendefinition für meine Arbeit auch sind, aber den Sinn von Kundenavataren habe ich schon immer angezweifelt. Ich habe noch nie verstanden, warum es für mein Business eine Rolle spielt, ob mein Kunde verheiratet ist und gerne angeln geht.

Nein. Ich bleibe dabei.

Kundenavatare sind überflüssig. Es gibt bessere Methoden um Zielkunden zu definieren.

Für mich zählen drei Punkte, um meine KundINNEN zu definieren.

Ich möchte insbesondere

  • seine Motive erkennen,
  • ihn wertebasiert ansprechen und
  • ihm eine Lösung für sein Problem päsentieren.

Das klingt zunächst einfach, doch im Endeffekt ist diese am Neuromarketing orientierte Zielgruppenanalye anspruchsvoller, als einfach ein Kundenavatar zu erstellen. Die Grundlage bildet der von Dirk W. Eilert entwickelte Motivkompass, der von Matthias Niggehoff speziell für die Online-Verkaufspsychologie weiterentwickelt wurde.

Matthias Niggehoff hat den Motivkompass als Instrument des Neuroprofilings etabliert.

Und mit diesem Instrument arbeite ich seit einiger Zeit sehr erfolgreich.

Schauen wir uns zum Beispiel mein Business an. Ich erstelle Webseiten. Diese Webseiten haben einen content- und suchmaschinenbasierten Ansatz. Was der Unterschied zu anderen Herangehensweisen ist, lasse ich mal außen vor.

Denn im Kern geht es um gute Webseiten.

Schaue ich in meine Kundendatenbank, dann fällt mir auf, dass sich darin unterschiedlichste Unternehmenstypen finden: Mittelständische Unternehmen mit eher konservativen Strukturen, kleinere Unternehmen, Solopreneuere, Arzt- und Therapiepraxen, Künstler.

Und sonst? Wie ist das mit Geschlecht und Alter und …

Ich habe einen leichten Frauenüberschuss. Die älteste Kundin ist um die 65, mein jüngster Kunde ist Anfang 2o. Bei vielen weiß ich es nicht, aber einige sind verheiratet, andere nicht. Eine Kundin lebt in einer Fernbeziehung. Manche haben Kinder. Kleine, große…. Einer meiner Kunden ist Jäger. Zwei reisen gern, eine verreist eigentlich nie. Viele haben eine Hochschulabschluss, andere eine Ausbildung. Manche sind auf Facebook aktiv, andere haben gar keinen Draht zu den sozialen Medien. Ich habe spirituelle Menschen und solche, für die nur Fakten zählen…

So sehr ich mich bemühe, ich kann kein Muster feststellen.

Jeder meiner KundINNEN ist extrem unterschiedlich.

Natürlich habe auch ich schon versucht ein Kundenavatar zu erstellen, aber schon allein die Entscheidung, ob ich lieber Männer oder Frauen will, die wollte und konnte ich nicht treffen.

Ich habe alle Kundenavatare in die Tonne gekloppt.

Nachdem ich mich von den Avataren befreit habe, bin ich nach einer Alternative auf die Suche gegangen.

Wer sind meine Kunden? Wie ticken sie?

Ich habe für mich einige Kriterien definiert, die auf alle meine Kunden zutreffen:

  • Sie sollen Wert auf Qualität legen,
  • sie sollen eine Zahlungsbereitschaft für gute Leistungen mitbringen,
  • sie sollen mir vertrauen….

Um nur einige zu nennen.

Das Problem ist, dass diese Punkte nicht reichen, um eine richtige Marketingstrategie aufzubauen und weit von dem entfernt sind, um sich eine Zielgruppe zu definieren.

Motivation und Werte als Kern der Zielgruppendefinition

Lange war mit das nicht bewusst, obwohl ich immer nach diesen Maßstäben gearbeitet habe: Es kommt auf das „Problem des Kunden“ an.

In den letzten Monaten, in denen ich mich viel mit Online-Verkaufspsychologie beschäftigt habe, ist mir klar geworden, dass es vor allem um die Motivation des Kunden geht.

Warum benötigt mein Kunde meine Leistung und welches Problem will er damit lösen?

  • er/sie hat eine Webseite, aber sie gefällt nicht (mehr)
  • er/sie will eine Webseite, die besser zum ihm/ihr passt und individuell ist
  • er/sie braucht eine Webseite
  • er/sie hat eine Webseite, wird aber nicht gefunden
  • er/sie hat eine Webseite, aber die Inhalte stimmen nicht mehr
  • er/sie hat eine Webseite und will einen Blog starten
  • er/sie bekommt zu wenige Kundenanfragen

Und noch viele mehr.

Jetzt wird das ganze schon deutlicher. Verbinde ich meine oberen drei Punkte mit den Problemen, dann ergeben sich schon viele Bilder. Allerdings zu viele, um wirklich an meinen Zielkunden zu kommen, z. B. wünsche ich mir u. a. Kunden,

  • die mit ihrer Webseite gefunden werden wollen, die Wert auf ein strukturiertes Vorgehen und Qualität legen und die mehr Anfragen generieren wollen.
  • die mit einer einzigartigen Webseite gefunden werden wollen. Wie ich das anstelle, ist den Kunden egal. Hauptsache es geht schnell.

Und um noch einmal auf die Kundenavatare zurückzukommen, Familienstand, Alter und Hobbies interessieren mich nicht. Sondern nur, worauf meine Kunden Wert legen, um ihre Ziele zu erreichen.

Zielkundenbestimmung auf modern: Mit Motivkompass und Neuroprofiling

Jetzt kommt der Motivkompass ins Spiel. Er definiert 4 Grundtypen als Grundlage u. a. für die Online-Verkaufspsychologie.

Er unterscheidet 4 Typen. Aus der Neurobiologie wissen wir, dass uns im Kern vier Grundmotive steuern

  • Inspiration & Leichtigkeit
  • Ordnung & Stabilität
  • Durchsetzung & Einfluss
  • Harmonie & Geborgenheit

Er hat den Grundtypen die Farben Gelb, Rot, Grün und Blau zugeordnet. Und natürlich ist niemand von uns komplett rot oder grün. Meistens tragen wir alle Anteile in uns, wobei ein Motivfeld dominiert.

Motivkompass von Dirk W. Eilert

Schauen wir uns den Kunden an, der eine suchmaschinenoptimierte Webseite möchte, Wert auf Struktur und Qualität legt und vor allem mehr Anfragen generieren will. Menschen, die Wert auf Struktur und Qualität legen, sind tendenziell im blauen Feld angesiedelt. Sie legen Wert auf Sorgfalt und Transparenz.

Um für mich diese Kunden „anzuziehen“ sollte ich jetzt u. a.:

  • mein Angebot transparent und strukturiert darstellen
  • das Vorgehen sehr gena und am besten schrittweise auflisten
  • mit Referenzen, Studien und Zahlen meine Eignung für das Projekt untermauern
  • großen Wert auf Rechtschreibung legen und Tippfehler beseitigen (lassen) – zugegeben meine Schwachstelle
  • meine Sprachstil an diesen Kundentypen anpassen
  • ihm Ziele, Stärken und Schwächen des Projekts sorgfältig darstellen

und mich dann nicht wurdern, wenn er vor der Zusage noch einige Fragen hat :-)

Das bedeutet aber auch anders herum, wenn ich überall auf meiner Webseite lustige Comicfilmchen habe und auf den Bilder mir fröhliche Menschen zulächeln, aber keine Referenzen zu finden sind, dann wir „der Blaue“ wahrscheinlich abgeschreckt sein. Der Blaue tickt objektbezogen, der Gelbe ist personenbezogen.

Das lässt sich bis ins kleinste Detail ausfsplitten und dann wird dir klar: Statt Kundenavatare solltest du zunächst versuchen, deinen Kunden besser kennenzulernen und seine Grundmotivation zu erkennen.

Welche Werte hat mein Kunde bzw. worauf legt er Wert?

Motivkompass und Werte

Anstelle von Kundenavataren solltest du dir überlegen:

  • Was biete ich an? (Und welche Probleme meines Kunden löse ich damit?)
  • Welche Anforderungen hat mein Kunde? Warum kann ich ihm helfen?
  • Welches Motivfeld belege ich?
  • Mit welchen Typen komme ich gut zurecht / gar nicht zurecht?
  • Welche Motive möchte ich vermehrt ansprechen?
  • Wie kann ich diese Wunschkunden abholen?
  • Worauf legt mein Wunschkunde Wert?

Gern würde ich von Dir wissen, hast Du auch Zeifel am Sinn von Kundenavataren? Oder vielleicht hast Du auch gute Erfahrungen mit Kundenavataren. Ich freue mich über Deine Meinung!

Heute geht es um Nachhaltigkeit. Halt. Ich sehe gerade vor mir, wie Du die Augen verdrehst und innerlich aufstöhnst. In der Tat wird der Begriff in vielerlei Hinsicht überstrapaziert. Und trotzdem sollte sich jeder Unternehmer damit beschäftigen, wie er in seinem Unternehmen, egal, ob groß oder klein, Nachhaltigkeitsprinzipien umsetzen kann. Die Umsetzung von Nachhaltigkeit ist ein Wert. Mit der Kommunikation Deiner Werte zahlt auf Dein Image ein. Werte kannst Du auf vielerlei Weise kommunizieren und damit die Kunden ansprechen, die zu Dir passen,

Nachhaltiges Wirtschaften ist keine neue Sache. Eigentlich geht es zu großen Teilen um Prinzipien, die man von einem „Unternehmer der alten Schule“ kennt und erwartet. Es geht um Fairness und Ehrlichkeit gegenüber Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, der Umwelt, sich selber usw.

Nachhaltiges Wirtschaften als Unternehmensphilosophie

Wir wissen alle, dass Nachhaltigkeit in der Wirtschaft ganz oft nicht über Lippengekenntnisse hinausgeht. Manche Weltkonzerne leben sogar das Gegenteil von Fairness, wie Nestlé. Diese Unternehmen verstoßen tagtäglich und unbehelligt gegen ihre soziale Verantwortung und Umweltauflagen.

Die Politik versagt.

Doch jeder von uns muss sich fragen, ob er mit Nestlé und Co. auf einer Stufe stehen will.

Deshalb ist ein freiwilliger Beitrag zur Nachhaltigkeit so wichtig.

Sicher können kleine Unternehmen weniger Schaden anrichten, als ein Weltkonzern, der Menschenrechte mit Füßen tritt. Doch auch wir Klein- und Mittelständler haben eine Verantwortung. Auch wir müssen uns tagtäglich im Spiegel anschauen und unser Handeln reflektieren.

Die gute Nachricht ist: Es gibt viele Möglichkeiten gleichzeitig wirtschaftlich und sozial verantwortlich zu handeln.

Ein paar Ideen und Tipps will ich Euch heute geben.

Was ist Social Responsibility?

Für den Begriff der Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. der Unternehmerischen Sozialverantwortung gibt es keine einheitliche Definition. Außerdem werden auch die Begriffe Corporate Responsibility oder Corporate Citizenship verwendet. Die Umsetzung von CSR ist ein Wert. Etwas, was Dein Unternehmen ausmacht.

Hinter allen Bezeichnungen verbirgt sich dasselbe: Ein freiwilliger Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Vorgaben hinaus geht.

Und hier gibt es drei Themenschwerpunkte.

Die drei Säulen der sozialen Verantwortung

  • wirtschaftlich-verantwortungsvolles Handeln eines Unternehmens in seiner Funktion als Marktteilnehmer,
  • ökologisch-verantwortliches Handeln eines Unternehmens und seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt sowie
  • die soziale Kompetenz eines Unternehmens gegenüber seinen Mitarbeitern und Stakeholdern.

Jetzt denkt Ihr vielleicht: „Puhh, das kann ich so gar nicht auseinanderklamüsern.“

Doch, doch.

Bei sozialer Verantwortung geht es gar nicht darum, „etwas Weltbewegendes“ auf die Beine zu stellen.

Im Gegenteil. Social Responsibility ist in der Summe die Umsetzung von vielen Kleinigkeiten.

Vorteile eines Corporate Social Responsibility Konzepts

Vielleicht kommen Dir jetzt jede Menge Gegenargumente. Dass, das alles nicht machbar ist. Und die Zeit für so etwas fehlt auch. Das bringt doch nichts. Ich kann doch sowieso nichts ausrichten…

6 Vorteile durch die Umsetzung eines CSR-Konzeptes

Die wichtigsten Vorteile liegen darin, dass das nachhaltige Handeln einfach mehr Freude macht. Wenn Du Deine Kunden und Lieferanten fair behandelst, wirst auch Du fair behandelt. Anerkennender und wertschätzender Umgang im Arbeitsalltag macht glücklich. Und das darf man nicht vergessen, Du darfst diese Maßnahmen kommunizieren. Die Umsetzung von CSR wirkt auf Dein Image und kann Deine Marke stärken.

Aus der betriebswirtschaftlichen Sicht betrachtet, hat ein CSR-Konzept u.a. folgende Vorteile:

  • Wettbewerbsvorteile
  • Risikomanagement
  • Imagepflege
  • Motivation der Mitarbeiter
  • Kostenersparnis
  • Gesellschaftliche Verantwortung

Und jetzt kommen meine Tipps.

Es sind nur Denkanstöße. Diese Maßnahmen kann ich, als (kleine) Marketingagentur, leisten. Du hast vielleicht ganz andere und viel coolere Ideen. Und ganz andere Voraussetzungen.

Nachhaltigkeitstipps für den Bereich Markt und Kunden

  • faire und nachvollziehbare Preise, die sich an der persönlichen Kalkulation und am Markt orientieren („weder Mondpreise, noch Dumping“)
  • transparente Abrechnung mit PrimaErp (monatlich als Grundlage meiner Rechnungsstellung)
  • umfassende Informationen zu Angebot, Leistungen und Preisen (Offenlegung aller Arbeitspakete und Erklärung aller Kosten)
  • absolute Ehrlichkeit gegenüber Kunden (z.B. bei Fehlern)
  • Anpassung der Preise auch nach unten (manchmal geht auch etwas schneller als gedacht, dann verlange ich weniger, als kalkuliert und angeboten)
  • Schutz übertragener Kundendaten (durch die DSGVO vertraglich geregelt und soweit machbar)
  • fairer Umgang mit Mitbewerbern (Ich bin ein Freund von Kooperationen. Solidarät und Miteinander sind für mich Prinzipien der neuen Zeit.)
  • schnelle Erledigung von Projekten und schnelle Beantwortung von E-Mails und Anrufen
  • Diskretion
  • Feedbackkultur (Ich bitte meine Kunden um Feedback, erlaube Kritik und ermögliche Bewertungen.)

Tipps für den nachhaltigen Umgang mit Lieferanten

Ich arbeite relativ selten mit externen Dienstleistern zusammen. Eine Zusammenarbeit betrifft zum einen Lieferanten von Dienstleistungen und zum anderen Lieferanten von Verbrauchsmaterial.

  • nachhaltige Auswahl vom Lieferanten, z.B. aus der Region, die selbst ihren Prinzipien treu sind und selbst ein faires Miteinander leben (Fotografen, Grafiker und Texter, die so wie ich, das Motto „leben und leben lassen“ repräsentieren)
  • transparenter Umgang mit Lieferanten (z.B. in der Angebotsphase, wenn ich mehrere Angebote einhole)
  • Pünktliche Bezahlung meiner Lieferanten (Grafiker, Hosting, IT, Fotograf, bestellte Produkte)

Ideen für soziales Engagement

  • ich halte Vorträge, u. a. an der VHS Bodenseekreis
  • als Marketingberaterin unterstütze ich als Freiwillige seit vielen Jahren den Weißblauen Bumerang in München
  • mindestens einmal pro Jahr spende ich einen mittleren Betrag,
  • teilweise verzichte ich auf Kundengeschenke und unterstütze mit dem gesparten Geld jemanden, der benachteiligt ist
  • Papierspenden für Kindergarten und Schulen
  • „Mach-mit“ Projekte unterstützen
  • Bücher kaufe ich auch gern offline vor Ort.
  • Kundengeschenke erwerbe ich oft bei sozialen Projekten im Kindergarten etc.

Soziales Engagement gegenüber Mitarbeitern

Das trifft für mich nicht zu. Aber wenn Du ein Unternehmer mit Angestellten bist, dann kannst Du CSR zum Beispiel mit diesen Maßnahmen umsetzen:

  • Faire Arbeitsbedingungen, z.B. Einhaltung von Pausen und Ruhezeiten
  • Vorsorge durch faire Arbeitsplatzbedingungen, z. B. Lärmschutz, Hitzeschutz, ergonomische Büroeinrichtungen, Tische und Stühle.
  • Faire Bezahlung, tarifliche oder übertarifliche Bezahlung
  • Work-Life-Balance, („Der Mensch arbeitet, um zu leben. Nicht andersrum.“)
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (Angebote für Mitarbeiter, z.B. Rückentrainings, Stressprävention)
  • anerkennender und wertschätzender Umgang mit Mitarbeitern und Angestellten
  • Gewährleistung von Chancengleichheit
  • Ausbildung und Weiterbildung
  • Motivation durch faires Miteinander

Ideen für kleine Unternehmen, die ökologisch-verantwortungsvoll handeln möchten

Da ich größtenteils im Homeoffice arbeite, schließt mein privates soziales Handeln das berufliche oft ein.

  • Für meine Arbeit verwende ich 100% Ökostrom.
  • Ich fahre hier in Friedrichshafen viel Fahrrad oder gehe zu Fuß. Das Auto lasse ich stehen, wann immer es geht.
  • Ich fahre in kleines Auto mit niedrigem Verbrauch.
  • Dienstreisen unternehme ich nur, wenn es wirklich nicht per Telefon geht.
  • Ich drucke sehr wenig aus und wenn, dann verwende ich bereits benutztes Papier.
  • Ich verwende i.d.R. Umweltpapier.
  • Zur Reinigung verwende ich ausschließlich ökologisch-abbaubare Reinigungsmittel.
  • Ich verwende hauptsächlich fair erzeugte, regionale und Bio-Lebensmittel, z.B. Fair-Trade Cafe, Bio-Äpfel aus der Bodensee-Region, echte Milch, regionale Kekse…)
  • Müllvermeidung, wann immer es geht (ein eigener wiederverwendbarer Cafebecher, kein eingepacktes Obst…).
  • Kein Plastik und Mikroplastik, wo es geht (z.B. Wasser in Glas-Pfandflaschen, Glas-Trinkhalme, keine Putzschwämme und Lappen, die Plastik enthalten, keine Stifte / Büromaterial aus Billig-Massen-Produktion).

Das sind nur einige Anregungen aus meinem Unternehmensalltag als Marketingberaterin. Sicher fallen Dir noch mehr Handlungsmöglichkeiten ein.

Wie Du Dein CSR-Konzept für Dein Marketing nutzen kannst

Nachhaltigkeit als Unternehmenswert wird immer wichtiger. Die Kommunikation Deiner Maßnahmen wirkt in vielerlei Hinsicht. In der innerbetrieblichen Kommunikation wirkt es für Mitarbeiter motivierend, wenn der Arbeitgeber moderne Werte in der Unternehmensphilosophie verankert und reell lebt.

Was die Kommunikation nach außen betrifft, wirken CSR-Maßnahmen direkt auf die Marke. Wie diese Maßnahmen nach außen kommuniziert werden können, darüber erfahrt Ihr in einem kommenden Artikel.

Ich würde mich freuen, wenn Du die mit mir teilst, was Dir zum Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen einfällt und ich die Liste nach und nach erweitern kann.

Ob eine Webseite als schön oder nicht schön empfunden wird, hat oft mit den verwendeten Bildern zu tun. Vor 10 Jahren war es usus Minibildchen in den Text einzubauen. Seit einigen Jahren sehen wir auf Webseiten große Bilder als Slider oder Header. Doch worauf kommt es bei Bildern an? Was spricht für eigene Bilder auf der Webseite? Sind eigene Bilder automatisch schöner?

Bilder machen Webseiten schön

Schon in ersten Phase der Webseitenerstellung spielen Bilder eine Rolle. Oft kommt jemand zu mir und sagt: „Aline, kannst du mir so eine schöne Webseite wie… machen?“. Und dann schaue ich mir die genannte Webseite an und sie hat vor allem schöne Bilder :-)
In der Angebotsphase gehts weiter mit dem Thema Bilder. Dann legen wir fest, woher die Bilder kommen. Später, wenn es darum geht, ein passendes Theme für seine WordPress-Webseite zu finden, kommen wir wieder mit Bildern in Berührung. Alle Themes verwenden für eine Life-Vorschau beeindruckende, professionelle Bilder, wie hier die Layout-Vorschauen von Enfold.

Kannst Du Dir die dort präsentierten Layout-Ideen ohne Bilder vorstellen?

Nein, oder?

Die fehlende Vorstellung ist eine besondere Herausforderung bei der Erstellung von Websites. Den meisten Kunden fällt es schwer, sich die Webseite ohne Fotos, bzw. mit den eigenen Fotos vorzustellen. Was nicht da ist, kann man sich schlecht vorstellen. Deshalb gibt es solche Live-Präsentationen.

Ohne Bilder sieht eine Webseite nackt aus. Bilder werden im Header (Kopfbereich) der Webseite verwendet. Oder als Slider (Bildshow). Wer das nicht mag, vewendet je nach Gestaltung Bilder halbseitig oder drittelseitig. Letztendlich sind auf jeder Unterseite ein oder mehrere Bilder. Meine Kunden sind immer überrascht, wie viele Bilder für die Erstellung einer Website gebraucht werden.

Aber es geht nicht einfach nur darum, irgendwelche Bilder zu verwenden.

Bilder und ihre Funktionen auf der Webseite

Sie erfüllen wichtige Aufgaben auf einer Webseite. Hier habe ich einige zusammengetragen.

Bilder,

  • sind ein Designmittel, damit Besucher die Inhalte leichter zu erfassen,
  • übertragen die Emotionen und Botschaften, die nicht in Worte zu fassen sind,
  • vermitteln Sympathie, oder eben auch Antipathie,
  • veranschaulichen schwierigere Inhalte,
  • vermitteln Informationen, wo unsere Vorstellungskraft Grenzen hat, z.B. die schnelle Erfassung der Einrichtung einer Ferienwohnung.
  • Bilder und die perfekte Benennung sind Teil der Suchmaschinenoptimimierung.

Um nur einige zu nennen.

Doch woher kommen die Bilder nun?

Und weil Bilder so viele Funktionen haben, empfehle ich meinen Kunden bevorzugt eigene Bilder zu verwenden.

Oder zumindest in Kombination mit gekauften Bildern.

Vorteile eigener Bilder auf Webseiten

Keine Frage, Bilder kosten Geld.

Doch die Investion in ein Fotoshooting lohnt sich:

  • Eigene Bilder passen besser,
  • sie wirken authentisch,
  • Bilder können vielfach wiederverwendet werden, z.B. für Social Media Aktivitäten,
  • sie sind relativ lange verwendbar, ca. 3-5 Jahre, zum Teil auch länger,
  • es gibt keine Einschränkungen beim Copyright, zumindest wenn es ein fairer Fotograf ist,
  • eigene Bilder werten die Webseite auf.

Ich behaupte, eigene Bilder sind schöner, als Stockbilder. Aber nur dann, wenn sie von einem Fotografen gemacht werden, der sein Handwerk versteht.

All zu oft habe ich auch schon selbst geschossene Fotos von Hobbyfotografen bekommen. In den wenigsten Fällen kann ich diese Fotos ohne Bauchschmerzen verwenden. Meistens sind sie zu dunkel und zu unscharf.

Gute Bilder entstehen in einem professionellen Fotoshooting.

Fotoshooting.

Das hört sich hochtrabend an. Wie aufwendig so ein Fotoshooting ist, kommt ganz darauf an, was am Ende herauskommen soll. Wichtige Überlegungen sind:

  • Wo soll das Shooting stattfinden? In den eigenen Räumen oder im Studio? Oder sogar draußen?
  • Wer soll fotografiert werden? Die eigenen Mitarbeiter, aber auch Fremde, die als Patienten oder Kunden „fungieren“?
  • Wie viele verschiedene Szenen sollen fotografiert werden?
  • Wie viele (unterschiedliche) Fotos sollen entstehen?
  • Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Besonders wichtig, wenn dafür der Geschäftsbetrieb unterbrochen oder eingestellt werden muss.

Viele unterschätzen die Organisation eines Shootings. Deshalb ist es auf Wunsch Teil meines Angebotes.

Dazu mache ich mir schon im Vorfeld Gedanken, welche Bilder ich benötige. Für die Content-Erstellung lege ich unter anderem fest, welche Botschaften ich durch die Bilder übermittelt möchte. Ebenso bespreche ich mit dem Fotografen Lichtverhältnisse, Farben, Accessoires und Räume. Auch die Szenen und die Personen lege ich zusammen mit den Kunden fest. In einem Shootingplan erfasse ich dann alle Details ganz genau. Für den Fotografen ist das eine große Hilfe, denn so weiß er genau, was ich von ihm erwarte.

Schöne Bilder auf der Webseite sind wichtig.

Du kannst es gern testen. Schau Dir mal verschiedene Webseiten an. Welchen Websites gefallen Dir am besten und warum? Wetten, das sind vor allem Webseiten mit schönen Bildern?

Im zweiten Teil meiner Bilder-Artikel werde ich ein Interview mit der Friedrichshafener Fotografin Sabine Kunzer veröffentlichen.

Bildquelle: Viktor Hanacek via Picjumbo

Weiterlesen: Eigene Bilder auf der Webseite – Teil 2: Interview mit der Fotografin Sabine Kunzer

Im August bin ich von Unterschleißheim bei München nach Friedrichshafen an den Bodensee gezogen. Natürlich ist auch meine Marketingberatung mit mir an den Bodensee gezogen. Jetzt habe ich mal aufgeschrieben, wie es dazu kam, wo meine Kunden leben, und wie mir meine Selbstständigkeit als Einzelkämpferin half, meinen Fokus zu finden.

Und dann war da noch diese besondere Begegnung …

2017 ist mein Jahr der Veränderungen. Nachdem ich mich Ende 2016 von meiner Partnerin getrennt habe, und wir #MARKEN_sachen aufgelöst haben, bin ich seit Anfang diesen Jahres als Einzelkämpferin unterwegs.

Anfangs war ich ein bisschen unsicher. Ich hatte großen Respekt alles alleine zu machen. Auch stand immer wieder mal im Raum, die Selbstständigkeit aufzugeben.

Tele(sym)pathie: Kundenservice per Telefon und Internet.

Vom Aufgeben bin ich gerade meilenweit entfernt. Ich habe einen festen, treuen Kundenstamm. Auch neue Kunden finden zu mir – oder ich zu Ihnen. Ich habe in den letzten Monate Webseiten für UnternehmerINNEN in Freiburg, Österreich und München gebaut. Außerdem betreue ich als Kommunikationsberaterin mehrere Firmen in München und sogar in Hamburg. Einige meiner Kunden habe ich noch nie persönlich getroffen. Das klingt vielleicht ungewöhnlich, aber auch übers Telefon und Internet kann eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung entstehen. Sympathie ist auch am Telefon spürbar und Zuverlässigkeit äußert sich z.B. in kurzfristig beantworteten E-Mails oder in spontanen Telefonaten.

Daher hatte ich keine Bedenken, als der Umzug nach Friedrichshafen im Gespräch war. Mein Mann hatte ein neues Job-Angebot bekommen. Er ist gebürtiger „Häfler“ und so waren wir immer wieder an vielen Wochenenden und in den Ferien hier. Die Stadt und die Region kenne ich also. Soziale Kontakte werden sicher folgen. Ebenso geschäftliche Kontakte hier am Bodensee. Obwohl…?

Fischbach – als Start für eine Begegnung

Gerade ist mir etwas Schönes passiert. Ich habe in den letzten Tagen nach einem Yogakurs gesucht und bin auf einer Unterseite der Webseite des Sportvereins Fischbach gelandet. Ich habe die Yogalehrerin angeschrieben und nach Yogakursen gefragt. Anhand der E-Mail Adresse habe ich gesehen, dass sie eine eigene Webseite hat. Also habe ich mir ihre Webseite und ihr Kursprogramm angeschaut. Fischbach, Langwasser!? Nach einer kurzen Bestürzungsphase fiel der Groschen: Ich war auf der Webseite des Sportvereins Nürnberg-Fischbach gelandet und nicht in Friedrichshafen-Fischbach.

Oh Mann, dachte ich. Ist das peinlich! Vielleicht hätte ich mir erst mal die ganze Webseite des Sportvereins anschauen sollen. Ich schrieb der Yogalehrerin von meinem Irrtum. Sie wiederum, hat aufgrund meiner Signatur auf meine Webseite geschaut und gedacht: „Gut, Marketingberatung brauche ich. Die rufe ich mal an.“ Und so habe ich gerade ein interessantes Gespräch mit einer Mompreneur aus Nürnberg geführt.

Dabei ist mir wieder meine Stärke bewusst geworden: Ich liebe es, mich in andere Branchen reinzudenken und mit anderen Menschen Ideen zu spinnen. Gleichzeitig fallen mir immer Geschichten und Inhalte ein, womit Unternehmer mehr Aufmerksamkeit bei ihren Kunden erzielen können.

Ich glaube deshalb läuft es gerade auch so, wie es läuft. Durch meine Selbstständigkeit als Einzelkämpferin habe ich mich offenbar besser fokussiert und mein Kerngeschäft entdeckt. Kommunkationsberatung. Content. Webseiten.

Es bleibt weiter spannend. Ich werde berichten.

Aber jetzt mache ich mich erst noch mal auf die Suche nach einem Yogakurs am Bodensee.

Reset. Alles auf Null gesetzt.

Am 31.12.2016 haben wir die #MARKEN_sachen Schmidt & Sommer GbR aufgelöst. Obwohl wir in den drei Jahren viel erreicht haben. Trotzdem sich auch für 2017 vielversprechende Projekte angekündigt haben. Wir beenden, aber nicht, weil wir gescheitert sind.

Diesen ersten Post unter aline-sommer.de möchte ich nutzen, um Danke zu sagen. Danke Jessica für alles, was ich von Dir gelernt habe. Danke für alles, was ich durch unsere gemeinsame Arbeit gelernt habe. Danke an alle Kunden, Projektpartner, Freunde, Kooperationspartner, Familienmitglieder, Unterstützer, Daumendrücker, Händchenhalter, Korrekturleser, Zuhörer, Kritiker und Ratgeber.

Die Wanderschuhe sind geschnürt. Vor mir liegt neues Terrain. Ich weiß nicht was mich erwartet. Aber ich bin sicher, dass mir meine Erfahrung und meine Intuition helfen, den richtigen Weg zu finden.

Doch zunächst langsam. Reduziert.

Die Sonne scheint. Und hinten am Horizont sehe ich schon die Gipfel.